Fiat Regata DS Weekend

Fiat Regata DS Weekend: Test

— 22.03.2011

Langes Wochenende

AUTO BILD-Archiv-Artikel 24/1987: Per Anzeige forderte Fiat AUTO BILD auf, den Regata Weekend zu testen. Einverstanden! Wir nahmen den Kombi mit 65-PS-Dieselmotor genau unter die Lupe.

Der Fiat Regata Weekend gehört sicherlich zu den unauffälligen Fahrzeugen auf unseren Straßen. Hand aufs Herz: Wann haben Sie den italienischen Kombi schon mal bewusst wahrgenommen? Dabei ist der Südländer keineswegs ein so seltenes Ereignis. Fiat-Pressesprecher Claus Witzeck: "Seit der Markteinführung im März 1985 haben wir in Deutschland über 7200 Exemplare vom Regata Weekend verkauft. Bereits jeder fünfte verkaufte Regata ist ein Kombi." Fiat hat seiner Kundschaft allerdings auch ein verlockendes Paket geschnürt.

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Die von AUTO BILD getestete 65-PS-Dieselversion mit serienmäßiger Zentralverriegelung, Servolenkung sowie elektrischen Fensterhebern vorne gibt’s bereits für 22.250 Mark. Zum Vergleich: Ein Passat Variant GL Diesel mit nahezu entsprechender Ausstattung würde mindestens 28.300 Mark kosten. Schon die Modellbezeichnung Weekend (Wochenende) deutet an, dass Fiat den Regata Kombi nicht ausschließlich als Lastesel verstanden wissen möchte. Farbeimer, Leitern und Werkzeugkisten wirken in dem mit Teppich ausgestatteten Laderaum fehl am Platz. "Mit dem Weekend ins Wochenende" – so könnte das Verkaufsmotto von Fiat heißen. Ein Kombi für Familie, Freizeit und Hobby.

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Das bedeutet indes nicht, dass der Südländer für den Transport von sperrigen Materialien ungeeignet ist. Im Gegenteil: Bei umgelegter Rückbank (eine asymmetrisch geteilte Rückbank kostet 280 Mark Aufpreis) stehen eine Laderaumlänge von immerhin 1,56 Meter und eine Ladehöhe von 95 Zentimetern zur Verfügung (Passat Variant: Länge 1,71 Meter, Höhe 84 Zentimeter). Der Clou des Regata Kombi ist dabei die geteilte Heckklappe. Sie erleichtert nicht nur das Beladen, sondern ermöglicht auch den Transport von Gegenständen, die über die Ladefläche hinausragen.

Ein Diesel mit rauhen Umgangsformen

Was sich im vorderen Teil des Wagens abspielt, verdient allerdings weniger Lob. Der mit zwei Liter Hubraum recht groß dimensionierte Vierzylinder-Dieselmotor ist leider ein ausgesprochen kerniger Bursche. Laute Nagelgeräusche begleiten die Insassen nicht nur auf den ersten Kilometern nach dem Kaltstart. Selbst wenn die Betriebstemperatur erreicht ist, behält der Selbstzünder seinen rauen Umgangston bei. Dabei können sich die Fahrleistungen durchaus sehen lassen: Schon bei niedrigen Drehzahlen kommt man mit dem Kombi recht zügig voran. Und auch die Höchstgeschwindigkeit von 154 km/h ist für einen 65-PS-Diesel in Ordnung.

Zudem gehört der Turiner zu den Sparsamen im Lande. Wer es langsam angehen lässt kommt mit etwa sechs Litern 100 Kilometer weit. Im Testdurchschnitt genehmigte sich der Fiat 7,2 l/100 km. In punkto Komfort kommt nicht immer Wochenend-Stimmung auf. Kurze Bodenwellen schluckt die Vorderachse nur ungenügend. Wird das zulässige Gesamtgewicht von 1040 Kilogramm voll ausgenutzt, so stößt die Federung schnell an ihre Grenzen. Sie schlägt durch. Diese kleinen Schwächen sind es wohl, warum Fiat so viel Wirbel um den Weekend macht. Denn sonst hätte es der Kombi nicht nötig. Preis, Ausstattung und Leistung sprechen eigentlich für sich.

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