Fiat Regata

Fiat Regata: Gebrauchtwagen

— 21.04.2011

Geheimtip seiner Klasse

AUTO BILD Archiv-Artikel 31/1987: Regata-Modelle aus Zweit- und Dritthand gehören in Deutschland nicht gerade zu den gefragtesten Autos. Für Gebrauchtwagenkäufer bietet sich deshalb die Chance, preiswert einzukaufen.

Fiat konterte 1978 auf den weltweit erfolgreichen VW Golf mit dem Ritmo. Fünf Jahre später erweiterten die Italiener das Ritmo-Programm mit einer Stufenheck- (Regata) und Kombivariante (Weekend). Da der Regata hierzulande weitgehend unbekannt blieb, hält sich auch das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt in Grenzen. Dies macht sich auch in den Preisen bemerkbar. In die Jahre gekommene Regata-Modelle lassen sich oft nur unter Listenpreis abstoßen. Und der liegt bei dem Mittelklasse-Italiener bereits sehr günstig.

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Wenn Sie also einen preiswerten und geräumigen Familienwagen suchen, evenuell sogar einen Kombi, dann lohnt es, den Fiat Regata in die Kaufüberlegungen einzubeziehen. Da er erst fünf Jahre nach seinem Schrägheck-Bruder Ritmo auf den Markt kam, profitierten die Regata-Käufer von der deutlich gereiften Verarbeitung. Kinderkrankheiten und Rostprobleme waren weitgehend ausgemerzt und traten nur noch in Einzelfällen auf. Selbst fünfjährige Regata-Exemplare haben in der Regel alle Winter schadlos überstanden. Die sechsjährige Garantie gegen Durchrostung ist also kein leeres Versprechen.

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Aber schauen Sie nach verstecktem Kantenrost. Werfen Sie einen Blick unter die Fußmatten. Zeigen sich hier und da Schwächen, dann sollten Sie Preisnachlass fordern. Das Motorenprogramm erstreckt sich beim Regata von 60 bis 100 PS. Abgesehen von der 75-PS-Version – hier brennen bei Vollgasfahrten gerne die Zylinderkopfdichtungen durch –, zählen die Fiat-Aggregate zu den ausgereiften und langlebigen Motoren. 150.000 Kilometer und mehr machen die Vierzylinder in der Regel problemlos mit. Abgesehen vom geringen Treibstoffverbrauch bieten die Diesel-Varianten keine nennenswerten Vorteile.

Sorgfältige Überprüfung der Bremsen notwendig

Die Selbstzünder laufen unkultiviert und sind in ihrer Leistungsentfaltung schwerfällig. Einen kleinen Schönheitsfehler haben alle Regata-Motoren: Kommen Sie ins Alter, verlieren sie beim Parken Öl und hinterlassen hässliche Flecken. Achten Sie vor dem Kauf also auf Undichtigkeiten. Sonst bringt Ihnen spätestens bei der nächsten TÜV-Prüfung der strenge Herr im Kittel die Finanzplanung durcheinander.
Ob Sie die Plakette auf Anhieb bekommen, entscheidet jedoch nicht allein ein dichter Motor. Die endgültige Entscheidung fällt meist auf dem Bremsprüfstand. Bei überdurchschnittlich vielen Regata-Modellen ziehen die Bremsen ungleichmäßig. 

Billiger als VW, Opel und Co.

Grund: Der sogenannte Schwimmsattel an der Scheibenbremse rostet fest. Erkennen lässt sich das vielfach bei der Probefahrt an einem langen Leerweg des Bremspedals. Fahren Sie also im Zweifelsfall vor dem Kauf mit dem Regata zum TÜV und lassen Sie die Bremsen kontrollieren. Wenn alles in Ordnung ist, fahren Sie mit dem Italiener bestimmt nicht schlecht. Auf jeden Fall aber erheblich billiger als mit den vergleichbaren Alternativen von VW, Ford und Opel.
Gesamturteil: empfehlenswert

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