TV-Film "Remarque - sein Weg zum Ruhm"

Filmtipp: "Remarque – sein Weg zum Ruhm"

— 14.10.2008

Der Auto-Literat

"Im Westen nichts Neues" war sein größtes Werk. Erich Maria Remarque war nicht nur Autor, sondern auch Autonarr mit Herz und Seele. Am 21. Oktober 2008 läuft der TV-Film "Remarque - sein Weg zum Ruhm" und reflektiert sein Leben.

Schnelle Autos, schöne Frauen, reichlich Geld: Das Leben des Erich Maria Remarque war beileibe kein schlechtes. Bekannt wurde der 1898 in Osnabrück geborene Schriftsteller vor allem durch den Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" – das bislang weltweit meistverkaufte Buch eines deutschen Autors. Doch Remarque prägte nicht nur die Liebe zum Schreiben, er war zeitlebens ein großer Freund exklusiver Automobile. Rasant verlief auch das Leben des berühmten Autors, mit dem sich der Fernsehfilm "Remarque – sein Weg zum Ruhm" anlässlich des 110. Remarque-Geburtstags beschäftigt.

Mit "Im Westen nichts Neues" über Nacht zum Superstar

Szene aus "Remarque - sein Weg zum Ruhm": Der Schriftsteller liebte elegante Autos und schöne Frauen.

Im Mittelpunkt des Films steht die Zeit von 1916 bis 1933. Remarque, eigentlich Erich Paul Remark (gespielt von Max von Thun) erlebt das Grauen des ersten Weltkriegs am eigenen Leib. Seine automobile Begeisterung bleibt dennoch erhalten: In den Zwanzigern versucht er sich zunächst als Werbetexter bei Continental, arbeitet als Motorjournalist für verschiedene Magazine. Der Durchbruch gelingt ihm jedoch mit "Im Westen nichts Neues" – Remarque wird quasi über Nacht zum Superstar, umgibt sich mit Berühmtheiten wie Marlene Dietrich und Greta Garbo. Durch den raschen sozialen Aufstieg konnte er seine automobilen Träume schon in jungen Jahren verwirklichen: 1931 bestellt Remarque einen Lancia Dilamda: Acht Zylinder aus vier Litern Hubraum, 100 PS und 130 km/h Spitze – für die damalige Zeit stattliche Werte.

Der Lancia Dilamda blieb ein lebenslanger Begleiter

Max von Thun (r.) und E.A. Wachholz vor dem eleganten Lancia Dilambda Cabriolet.

Die Schattenseiten des Erfolgs sind Verfolgung, Flucht und Exil. Immer stärkere Anfeindungen der Nationalsozialisten machen Remarque zu schaffen. NS-Propagandaminister Goebbels verbietet 1930 die Kinoaufführung von "Im Westen nichts Neues". Zwei Jahre später flieht Remarque in die USA. Nach dem Krieg kehrt er nach Europa zurück und setzt seine Arbeit fort. Auch der geliebte Lancia Dilambda bleibt bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1970 im Besitz des Schriftstellers. Über weitere Schmuckstücke des Remarque-Fuhrparks ist nur wenig bekannt – ein Jaguar XK soll dazu gehört haben, ebenso ein exklusives Bugatti-Modell.

Die deutsche Erstausstrahlung des Fernsehfilms "Remarque – sein Weg zum Ruhm" läuft am 21. Oktober 2008 um 23:00 im NDR Fernsehen.
Remarque – sein Weg zum Ruhm (D, 2008)
Darsteller: Max von Thun, Esther Zimmering, Julia Nachtmann, Jörg Panknin u.a.
Regie: Hanno Brühl
Buch: Ingo Regenbogen

Autor: Jan Kretzmann

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