Filmvorschau: "Drive" mit Ryan Gosling — 13.01.2012

Der etwas andere Autofilm

Musclecars, Action und ein bombastischer Soundtrack: Der Film "Drive" hat alles, was ein richtig guter Auto-Streifen haben muss. Trotzdem ist er ganz anders als "Transporter" und Co.

Tagsüber arbeitet der Driver, Ryan Gosling, als Stuntman für Hollywood. Nachts gehört der wortkarge Einzelgänger für exakt fünf Minuten seinen Auftraggebern, als Fluchtfahrer. Ein Profi auf seinem Gebiet. Eiskalt und gnadenlos brutal, wenn er dazu gezwungen wird. Nur Irene, Carey Mulligan, seine Nachbarin, löst ein paar Gefühle in ihm aus. Es entwickelt sich eine enge Freundschaft und damit beginnen die Probleme: Plötzlich muss der Driver Irene und ihren Sohn vor der Mafia schützen. Begleitet wird die Story von einem wahnsinns Soundtrack, der die Musik der 80er im modernen Elektro-Gewand aufleben lässt.

Die Autos aus "Drive" finden Sie in der Bildergalerie

"Drive" verspricht schnelle Autos und Action. autobild.de hat den Film bereits gesehen und war überrascht: Im Gegensatz zu "Fast and Furious", "Transporter" oder "Nur noch 60 Sekunden" orientiert sich der Streifen an Auto-Film-Klassikern wie "Vanishing Point" und "Bullit". Nicht die Autos, sondern deren Fahrer stehen im Mittelpunkt. "Drive"-Regisseur Nicolas Winding Refn schafft einen beeindruckenden Portrait-Ausschnitt über einen jungen mysteriösen Mann. Auf dem Filmfestival im französischen Cannes wurde der Film mit dem Preis für die "Beste Regie" ausgezeichnet. Trotz Preisauszeichnung und trotz des Lobes vieler Kritiker dürften Autobegeisterte verunsichert sein. Bei "Drive" steht nicht das Fahren im Vordergrund. Regisseur Refn selbst hat kaum Ahnung von Boliden, noch einen Führerschein, fiel ganze acht Mal durch die Prüfung. Eine Frau in den USA verklagte sogar seine Filmfirma, da "Drive" nicht einlöse, was der Trailer an Auto-Action verspräche. Vielleicht hat die Dame Recht – vielleicht hat sie aber auch nur eine andere Vorstellungen von einem richtig guten Auto-Film. "Drive" mit Ryan Gosling: ab 26. Januar 2012 im Kino.
Robin Hornig

Robin Hornig

Fazit

Wer getunte Boliden, heiße Bräute und dumme Sprüche von einem Autofilm erwartet, der wird von "Drive" enttäuscht. Wer stattdessen den coolsten Driver der letzten Jahre sehen möchte, ist bei Ryan Gosling an der richtigen Stelle. Vin Diesel und Paul Walker sind dagegen nur Bobby-Car-Fahrer. Spätestens in den Kampfszenen wird klar: Mit Ryan Gosling ist nicht zu spaßen! Die Gewaltdarstellungen in Drive kommen sicherlich an die Schmerzgrenze mancher Zuschauer. Mein Fazit: "Drive" fasziniert gerade deshalb, weil er nicht so ist wie all die anderen Auto-Filme der vergangenen Jahre.

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Kommentare zum Artikel (6)

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nightcall
21.02.2012, 12:59Uhr

hab den film gestern gesehen. für mich ist der streifen jetzt schon kult!
die atmosphäre in dem film, atemberaubend!
es passt einfach alles!
und die musik, mir fehlen die worte!

grandios!

Driver
06.02.2012, 22:57Uhr

KULT!

Viewer
04.02.2012, 17:58Uhr

Kann die allgemeine Begeisterung nicht nachvollziehen. Der Film trägt für mich - z. B. bei der schlichten Charakterisierung der Hauptfiguren - deutliche Züge eines B-Movies. Angereichert mit unnötig explizit inszenierten Gewaltszenen um trotz dürftiger Handlung in die Schlagzeilen zu kommen.

AB
15.01.2012, 16:05Uhr

1. Den Film muss man im Original auf Englisch sehen. Die Syncro ist wiedermal fürn Arsch.
2. Der Film hat nur am Rande überhaupt mit Autos zu tun - und das ist auch gut so.

AlCapone
15.01.2012, 13:38Uhr

Also ich habe "Drive" schon 2 mal gesehen, und ich finde denn einfach nur cool, die Schauspieler sind seht gut ausgesucht, die Atmosphäre ist grandios und dieser Soundtrack erst, ich liebe diesen Film.

Seite 1 2

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