Ford Fiesta

Ford Fiesta

— 23.11.2010

Ford Fiesta: robust und billig

AUTO BILD-Archiv-Artikel 19/1986: Schwachstellen im und am kleinen Klner zu finden ist schwer. Aber nicht unmglich. AUTO BILD zeigt, woran es bei gebrauchten Ford Fiesta der ersten Generation hapert.

Vor zehn Jahren stellte Ford seinen Kleinsten unter dem Namen Fiesta vor. Selbst ltere Modelle erfreuen sich nach wie vor bei ihren Fahrern als kompakte, wirtschaftliche und vor allem alltagstaugliche Gebrauchsartikel groer Beliebtheit. Trotz Prsentation des neuen Fiesta-Modells vor zwei Jahren, gilt der Ur-Fiesta nach ber zehnjhriger Bauzeit noch als durchaus zeitgem. Der Gebrauchtwagenmarkt zeigt es deutlich: Selbst Fahrzeuge aus zweiter und dritter Hand sind gesucht und liegen nach wie vor gut im Rennen. Grund: Fiesta-Fahrer haben in der Regel keine Rost-Probleme. Das gilt gleichermaen fr das Blechkleid wie fr die Bodengruppe.

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Auch die Radaufhngung zeigt sich den harten Strapazen langjhriger Beanspruchung gewachsen. Nicht ganz so dauerhaft erweisen sich die Scheinwerfer-Reflektoren. Sie neigen zu frhzeitigem Erblinden und verlieren damit an Leuchtkraft. Es ist also ratsam, dem Fiesta vor dem Kauf tief in die Augen zu schauen. Im Verlaufe seiner langjhrigen Produktionszeit gab's fr den kleinen Klner eine groe Anzahl verschiedener Motoren. Angefangen beim 1000er mit 40 PS bis hin zum sportlichen XR2 mit 96 PS. Vor zwei Jahren, als Ford den Fiesta innen und auen berarbeitete, erweiterte ein 54 PS starker Dieselmotor die Angebotspalette.

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Unabhngig von ihrer Leistung beweisen die Fiesta-Motoren ausgesprochene Ausdauer. Bei regelmiger Wartung sind Laufleistungen von ber 150.000 Kilometern keine Seltenheit. Dies gilt vor allem fr die alten Guss-Vierzylinder. Mit einem Verbrauch von sieben bis neun Litern bei den kleinen Motoren sind sie also besonders wirtschaftlich und daher fr Einsteiger geeignet. Auf der Suche nach gravierenden Minuspunkten wird man beim Fiesta einzig an der Bremsanlage fndig. Achten Sie also bei der Probefahrt darauf, ob der Wagen beim Bremsen gleichmig verzgert. lm Zweifelsfall ist es ratsam, kurz eine Werkstatt oder den TV aufzusuchen und auf dem Bremsprfstand einen Test vorzunehmen.

Bremsenreparaturen sind teuer, zumal beim Fiesta in der Regel ringsum alles erneuert werden muss: Bremsleitungen, Radbremszylinder, Bremsbelge und Bremstrommeln. Wer sich fr einen gebrauchten Fiesta entscheidet und sich vom ordnungsgemen Zustand der Bremsanlage berzeugt hat, wird mit dem kleinen Klner kein schlechtes Geschft machen und zufrieden sein. Der Kufer bekommt fr sein Geld ein solides, durchdachtes und allgemein gut verarbeitetes Fahrzeug. Gesamturteil: Empfehlenswert.

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