Ford Fiesta

Ford Fiesta: Gebrauchtwagen

— 17.03.2011

Kleiner Fiesta – ein großer Renner

AUTO BILD-Archiv-Artikel 22/1987: Mit dem Fiesta hat Ford ein zwar kleines, doch sehr erfolgreiches Pferd im Stall. Auch gebraucht ist er ein Renner. Denn Schwächen hat er nur wenige.

Der Ford Fiesta gehört zu den guten Bekannten auf unseren Straßen. Seit elf Jahren liegt er ununterbrochen an der Spitze der beliebtesten Kleinwagen in Deutschland. Ein Erfolg der fortlaufenden Überarbeitung, die der frontangetriebene Mini im Laufe seiner Karriere erfuhr. Wirklich gravierende Änderungen gab es jedoch erst vor drei Jahren. Die ehemals kantige Karosserie wurde abgerundet und dem neuen Zeitgeschmack angepasst. Auch im Innenraum räumten die Ford-Stylisten gründlich auf und verpassten ihrem Kleinsten eine gefälligere Einrichtung.

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So verwundert es eigentlich nicht, dass sich besonders die zweite Fiesta-Generation auf dem Gebrauchtwagenmarkt großer Nachfrage erfreut, zumal die praktische Schrägheck-Karosserie mit der großen Heckklappe und dem variablen Kofferraum der jüngeren Konkurrenz von Opel und VW nach wie vor Paroli bieten kann. Seit der Modelländerung vor drei Jahren gab es für den Fiesta auch eine Reihe neuer und überarbeiteter Motoren. Das Leistungsangebot reicht jetzt vom altbewährten 1000-Kubik-Gussmotor mit 40 PS über ein Dieselaggregat mit 54 PS bis hin zum sportlichen 1,6-Liter-Alu-Triebwerk mit obenliegender Nockenwelle und 95 PS.

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Für welches dieser Triebwerke Sie sich beim Gebrauchtwagenkauf entscheiden, können Sie von Ihrer Einstellung abhängig machen. Denn unabhängig von ihrem Kraftpotential beweisen Fiesta-Motoren ausgesprochene Ausdauer. Die Benziner laufen bei regelmäßiger Wartung (Ölwechsel alle 10.000 Kilometer) problemlos 150.000 Kilometer und mehr. Als besonders langlebig haben sich die Gussmotoren erwiesen. Ob als Benziner oder Diesel – sie gelten als nahezu unverwüstlich. Laufleistungen von bis zu 200.000 Kilometern dürfen durchaus erwartet werden.

Gute Rostvorsorge

Hinzu kommt der günstige Benzinverbrauch dieser Motoren. Die kleinen Benziner bescheiden sich im Durchschnitt mit weniger als sieben Litern auf 100 Kilometer. Somit eignen sich diese Versionen besonders für Sparbewusste und Einsteiger, die hohe Versicherungskosten scheuen. Auf der Suche nach gravierenden Schwächen wird man beim Fiesta der zweiten Generation nur an wenigen Stellen fündig. Vor Rost brauchen Fiesta-Interessenten überhaupt keine Angst zu haben. Schon das Vorgängermodell war gegen die rote Pest weitgehend immun.

Und da die gleichen Vorsorgemaßnahmen übernommen wurden, dürfte auch der zweiten Fiesta-Generation ein langes Autoleben beschieden sein. Das gleiche gilt für das Fahrwerk. Die Radaufhängung zeigt sich selbst härtesten Strapazen gewachsen. Fahrwerksschäden an Stoßdämpfern oder Antriebswellen kommen nur in Ausnahmefallen vor. Nicht ganz so hart im Nehmen zeigt sich hingegen nach wie vor die Bremsanlage. Was der Rost an der Karosserie nicht schafft, holt er an den Bremsleitungen nach. Bereits nach zwei Jahren sind einige von ihnen so stark angenagt, dass sie vor der TÜV-Prüfung erneuert werden müssen.

Auch die vorderen Bremsscheiben sowie die Handbremsseile sind nicht von der widerstandsfähigen Sorte. Im Zweifelsfall ist es ratsam, diese Teile vor Kaufvertragsabschluss von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Denn Bremsreparaturen sind teuer und können schnell 1000 Mark und mehr kosten – auch beim kleinen Ford Fiesta. Gesamturteil: empfehlenswert.

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