Aston Martin

Ford kauft Aston Martin

— 07.12.2010

007 muss umdenken: Er fährt jetzt für Ford

AUTO BILD Archiv-Artikel 2/1988: Geheimagent James Bond, Feind des Bösen und Liebhaber der Schönen, machte Aston Martin weltbekannt. Jetzt steuert Ford die kleine, feine Firma. Grund zur Trauer?

Stellen Sie sich vor, die indu­strielle Revolution habe gerade erst stattgefunden. Maschinen sind noch Mangelware. Was zählt, sind menschliche Muskel­kraft und Geschicklichkeit - nicht  Computerprogramme für seelen­lose Roboter. Sehen Sie, genau das ist die Aston Martin Lagonda Limited. Eine der feinsten Adressen für noble Sportwagen und ein superteures Monster von Limousine. Hier hat die Vergangenheit noch Gültigkeit. Und mit der machen die traditionsbewussten Engländer ja noch immer gerne ihre Geschäfte. Auch der offizielle Titel "Hoflie­ferant seiner königlichen Hoheit des Für­sten von Wales" ist für Stolz und Image nicht abträglich.

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Einen Aston Martin zu fahren, danach lecken sich die Kenner seit Jahrzehnten die Finger. Das ist auch für die Reichen dieser Welt ein Stück Dessert im Leben. Kein Wunder, denn mehr als 200 bis 240 Stück pro Jahr schaffen die 150 Auto-Handwerker aus Newport Pagnell beim besten Willen nicht. Auch wenn sie ihren ganzen Fleiß zusammenraffen und um drei Uhr mittags auf die traditionelle Tasse Tee verzichten. Doch das tut ein Engländer eigentlich nicht. Punkt drei ist Teatime. Da kommt die ganze Fabrik zum Stillstand. Es herrscht Ruhe. Das ohrenbetäubende Hämmern setzt für eine Viertelstunde aus.

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Das letzte Mal war ich vor acht Jahren in dem Provinzkaff Newport Pagnell, rund 100 Kilometer nördlich von London. Hier ist alles noch, wie es damals war. Ein ziem­lich tristes und fades Stück England. Wäre da nicht die noble Auto-Schmiede am Ortseingang. Doch baulich ist auch die 65 Jahre alte Firma Aston Martin, die in den Siebzigern mit der 88 Jahre alten Lagonda­-Fabrik verschmolz, kein Glanzstück. Typisch England: ein Dutzend irgend­wie zusammengewürfelter Gebäude, rote Backstein-Landschaft, nachts ein Fall zum Fürchten. Fehlen nur noch der Nebel und Alfred Hitchcock. Und ich bin sicher: Wenn ich in etwa 100 Jahren wiederkom­me, ist noch immer alles so wie heute und gestern.

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