Ford Scorpio

Ford Scorpio im Test-Marathon

— 20.01.2011

Werkstatt-Meister

AUTO BILD Archiv-Artikel 2/1988: Innerhalb von 18 Monaten fuhr er kreuz und quer durch Europa. Genau 80.406 Kilometer weit. Den Test-Marathon hat der Scorpio allerdings nicht unbeschadet überstanden.

Die Schlüsselübergabe des Ford Scorpio 2.0i CL mit dem Kennzeichen K-SJ993 fand am 13. Mai 1986 statt: Anschließend gab AUTO BILD-Fotograf Klaus Kuhnigk den hellblauen Testwagen kaum mehr aus der Hand. "Die Farbe ist nicht unbedingt nach meinem Geschmack, aber sonst ist der Scorpio für mich wie geschaffen." Für den Fotograf ist die problemlose Alltagstauglichkeit eines Autos am wichtigsten: "Das Ding muss laufen." Geht es aber um Bewegungsfreiheit und Raumangebot, wird der 1,90-m-Mann kleinlich: "Ein Auto, das nicht mindestens drei Fototaschen, zwei Stative und einen Reisekoffer fasst und in dem ich mich nicht ausstrecken kann, ist für mich kein Auto."

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1350 Liter fasst das riesige Gepäckabteil der Fließheck-Limousine, wenn die geteilt umlegbare Rücksitzlehne versenkt ist. Mit seiner großen Heckklappe ist der Scorpio fast schon ein Kombi. Die mögliche Zula­dung beträgt 570 Kilogramm. Für Fernreisende ist der Scorpio, seit 1985 auf dem Markt und in Kürze auch mit Stufenheck zu haben, der Geheimtip. Ein reizvolles Argument für den Scorpio ist das serienmäßige ABS. 30.360 Mark verlangte Ford im Mai 1986 für die Grundversion des 2.0i CL mit geregeltem Katalysator. Da der Testwagen mit einigen Extras ausgestattet war – Servolenkung (1308 Mark), elektrische Fensterheber (765 Mark), Zentralver­riegelung (522 Mark), Glasdach (1050 Mark), Kassetten-Radio (955 Mark), heiz­bare und getönte Frontscheibe (614 Mark) sowie Metallic-Lackierung (900 Mark) –, summierte sich der Preis auf stattliche 36.474 Mark.

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Überraschung: Der gleiche Scorpio ko­stet heute fast 1000 Mark weniger. Nicht nur der Grundpreis wurde gesenkt (29.610 Mark), auch einige Extras sind preiswer­ter: Die empfehlenswerte Servolenkung kostet heute rund 200 Mark, die Sonder­lackierung sogar 300 Mark weniger. Soweit das Erfreuliche. Die kühle Begei­sterung unseres Fotografen für den Scor­pio wurde schon nach kurzer Dauertest-Zeit gedämpft. Zuerst war es der zackige Zündschlüssel, ohnehin ein erklärter Feind von Hosentaschenfutter: Bei km-Stand 9775 brach er ab, und zwar im Kof­ferraumschloß. Für einen wie Kuhnigk, der immer unter Termindruck steht, ein ver­dammt ärgerlicher Zwischenfall. Gleiches passierte knapp zehn Tage später noch einmal.

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