Ford Taunus, Opel Ascona B und VW Jetta im Test

VW Jetta I Opel Ascona B Ford Taunus II VW Jetta I Opel Ascona B Ford Taunus II

Ford Taunus, Opel Ascona B und VW Jetta im Vergleich

— 12.06.2010

Drei Spießer in der Grünen Hölle

Drei ehemalige Spießermobile auf dem Weg in den Youngtimer-Olymp. AUTO BILD KLASSIK wollte wissen, wie sich Jetta I, Taunus II und Ascona B zwischen Himmel und Hölle schlagen. Auf der Nordschleife!

Angeblich wurde die Nordschleife von einem torkelnden Riesen im Vollrausch ins Unterholz getrampelt – schrieb ein britischer Journalist am 18. Juni 1927 nach dem Eröffnungsrennen des Nürburgrings. 33 Linkskurven, 40-mal rechts herum, 20,8 Kilometer weit schlängelt sich die legendäre Strecke noch heute durch idyllische Eifelwälder. "Schwer zu fahren, leicht zu sterben", fand Formel-1-Weltmeister Jochen Rindt. Und Rennfahrer Sir John Young "Jackie" Stewart nannte den Ring schlicht die "Grüne Hölle". Legenden. Wenn Sie jetzt eine weitere legendäre Renngeschichte aus dem Eifel-Grenzbereich erwarten, lesen Sie weiter. AUTO BILD KLASSIK scheucht hier drei Boliden durch die Fuchsröhre über die Strecke in den Tiergarten, treibt sie ins Kesselchen, dreht sie durchs Karussell und jagt sie dann via Wippermann ins Brünnchen. Wir begrüßen drei Auto-Spießer in der Grünen Hölle. Nummer eins: Ford Taunus II 1.3 GL, Baujahr 1978, mit unglaublichen 55 Basis-PS. Hier ist inniger Kontakt zum Bodenblech gefragt. Das Gaspedal sollte stets fest anliegen. Der Taunus muss sich todesmutig die Fuchsröhre hinabstürzen, um anschließend beim steilen Anstieg übers Bergwerk bis hin zur Hohen Acht nicht elendig zu verhungern oder, noch schlimmer, wieder rückwärts in Richtung Breidscheid runterzurollen.

Die milden 68er: Mercedes /8, BMW 2000 und Audi 100 C1

Drei spießige Familienlimousinen der 70er auf Abwegen: Jetta, Ascona und Taunus zeigen ihre Talente auf der Nordschleife.

Fescher Spießer Nummer zwei: der Opel Ascona B 1.9 L, Baujahr 1977, mit der ungezähmten Kraft von 75 PS – die sicherheitshalber von einer Dreistufenautomatik gezügelt wird. Eine Bruchlandung auf dem Flugplatz wird auch dieser 70er-Jahre-Bürgerking nicht hinlegen. Denn wer nicht abhebt, muss nicht landen. Der Dritte im Bunde: ein VW Jetta I 1,5 CL, Baujahr 1981, 1,5-Liter mit 70 PS. Ein Golf I mit Rucksack, schön wie ein Wintermorgen in Wolfsburg. Eben ein Typ für sensible Geschmacksnerven. Man muss ihn lieben, sonst kann man diesen stelzbeinigen Kerl nur hassen. Trotz seiner astreinen Spießeroptik ist er übrigens ein Bruder Leichtfuß, dem seine 70 PS durchaus zur Ehre gereichen. Solange man den kilometerlangen E-Gang rechts liegen lässt. Er sorgt für Ruhe im Volkswagen, am 16-Prozent-Anstieg zur Hohen Acht fast bis zum Stillstand. Wie sich die drei Youngtimer geschlagen haben, lesen Sie oben in der Bildergalerie (Einzeltests und Testergebnis siehe Tabelle).

Autor: Andreas Borchmann

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