Fritz B. Busch — 06.08.2010

Fritz B. Busch ist tot

Für Menschen mit Benzin im Blut glich er einem Poet: Fritz B. Busch. Seit 1958 schätzen Autofans seine unverwechselbare Schreibe. Im Alter von 88 Jahren ist Fritz B. Busch am 5. August verstorben.

(dpa/LB) Fritz B. Busch, einer der Pioniere unter den Auto-Journalisten und Deutschlands bekanntester Autotester, hat seine letzte Fahrt angetreten. Er verstarb am 5. August 2010 im Alter von 88 Jahren im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Oberschwaben, wie seine Tochter Anka Busch am Freitag in Wolfegg (Baden-Württemberg) der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Seit 1958 schrieb er über Autotests in Fachzeitschriften wie "Auto Motor Sport" und in der  Illustrierten "Stern". Er veröffentliche mehrere Bücher. Die Busch-Schreibe wurde innerhalb kürzester Zeit sehr beliebt, denn so poetisch wie Fritz B. Busch hatte noch nie jemand über Autos geschrieben. Ebenso bekannt war Fritz B. Busch für seine kritische Haltung. Er prangerte nicht nur die Fehler der Konstrukteure und der Marketingleute an, sondern kritisierte auch unrealistische Ansprüche und Gewohnheiten der Autokäufer.

Fritz B. Busch in seinem Automuseum in Wolfegg.

Während seiner Tätigkeit als Auto-Journalist entwickelte sich Busch zum Liebhaber klassischer Fahrzeuge. Früher als alle anderen begann er, alte Autos zu sammeln – auf seinem Privatgrundstück. Ohne Frage gilt Fritz B. Busch als Begründer des Oldtimer-Hobbys. 1973 eröffnete er im Schloss in Wolfegg ein Oldtimer-Museum mit 200 historischen Fahrzeugen aus allen Automobil-Epochen. Die Privatsammlung zählt zu den bundesweit bedeutendsten. Das Museum wird seit 2006 von seiner Tochter Anka Busch geführt.

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Kommentare zum Artikel (7)

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ulrich
16.08.2010, 01:23Uhr

FBB ist durchaus nicht nur der Oldtimerenthusiast gewesen und man wird ihm sicherlich nicht gerecht,wenn man ihn auf diese Facette seiner Persoenlichkeit reduziert.

Zu einer Zeit, als die Massenautomobile noch hoechst gefaehrliche Produkte waren, wurde er nicht muede, Sicherheitslenkungen, bessere Fahrwerke und Karosserien zu fordern. Die von ihm Mitte der sechziger Jahre gebauten Prototypen waren ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus.

Peter D.
12.08.2010, 18:13Uhr

Hut ab, Auto Bild, an dieser Stelle einen Nachruf auf einen ehemaligen Schreiber des Hauptkonkurrenten ams zu veröffentlichen. Das finde ich sehr aufrichtig von Ihnen!

Bernhard Höpfner
11.08.2010, 10:08Uhr

Danke Herr Busch, danke für hunderttausende brillanter Zeilen.

Sie waren der Beste. Ihr einzigartiger Stil hat Generationen von Motorjournalisten geprägt und viele Leser mit Benzin im Blut glücklich gemacht.

Mögen Sie in Frieden ruhen.

Oldtimer
09.08.2010, 15:22Uhr

Durch seine Schreibe bin ich überhaupt erst für alte Autos begeistert worden. Unvergessen: die "leisen Riesen". Danke für Alles, Bob!

Stefan Heymann
09.08.2010, 08:32Uhr

Danke für die vielen Artikel und Bücher.
Deine Texte haben mich begleitet seit ich mir Motorzeitschriften und -bücher leisten kann.

Manche Artikel könnte ich heute noch aus dem Gedächtnis nacherzählen.

Dein Blick auf's Wesentliche hat meinen geprägt.

Dein wunderschönes Museum werde ich wieder und wieder besuchen und dabei an dich denken.

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