Citroen Visa

Gebrauchtwagen Citroën Visa

— 10.03.2011

Vorsicht vor Billig-Exemplaren

AUTO BILD Archivartikel 17/1987: Mit dem Kleinwagen Visa schloss Ci­troën im Herbst 1978 die Lücke zwischen der Ente und den Mittelklassemodellen GS und GSA. Was taugt er als Gebrauchtwagen?

Im Laufe der Jahre wurde der kompakte Franzose häufig aktualisiert. Was nichts daran änderte, dass ihm mit dem Peugeot 205 ein Modell aus dem eigenen Land den Rang abgelaufen hat. Doch auf dem //gebrauchtwagen.autobild.de/:Gebrauchtwagenmarkt ist der Visa nach wie vor beliebt. Visa-Interessenten haben die Wahl zwischen verschiedenen Motorstärken. Die Leistungsbandbreite reicht vom versicherungsgünstigen Zwei-Zylinder­Boxermotor mit 34 PS über einen spar­samen 60-PS-Dieselmotor bis hin zum sportlichen 104-PS-Triebwerk in der GTI-Version. Mit dem schwachen Zweizylinder kommt der Franzose kaum von der Stel­le, es sei denn, er wird dauernd mit Höchstdrehzahlen ausgefahren. Entsprechend schnell ist er verschlissen und gibt seinen Geist auf.

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Mit dem Einspritzmotor ist es genau umgekehrt. Das Fahrwerk hat Mühe, die Motorlei­stung auf die Straße zu bringen. An­triebswellen, Getriebe und Bremsen werden häufig überbeansprucht und quittieren ebenfalls recht frühzeitig ih­ren Dienst. Interessenten sind also gut beraten, sich aufs Mittelmaß zu be­schränken – die wenigsten Probleme macht die 50-PS-Maschine. Dessen ungeachtet sollten Visa-Käufer auf jeden Fall vor Vertragsabschluß ei­nen Blick unter die Antriebseinheit wer­fen. Denn unabhängig von ihrer Lei­stung kennzeichnet eine Schwäche sämtliche Visa-Motoren: Sie verlieren gern Öl und hinterlassen dann beim Parken hässliche Flecken. Unredliche Visa-Verkäufer versuchen diesen Man­gel mit einer Motorwäsche zu vertu­schen.

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Lassen Sie sich nicht reinlegen, sonst haben Sie spätestens bei der näch­sten TÜV-Prüfung den Schwarzen Peter, denn in diesem Punkt kennen die stren­gen Herrn im Kittel keine Gnade und ver­weigern die Plakette. Das gleiche gilt für ausgeschlagene Kugelköpfe an den Spurstangen und die ungleichmäßige Wirkung von Fuß- und Handbremse. Immer wieder Ärger gibt es auch mit der Elektrik. Ob Lichtmaschine, Scheinwerferreflektoren oder Rückleuchten – beim Visa steckt oft der Kupferwurm in den Leitungen. Betroffen sind davon übrigens Visa-Modelle aller Jahrgänge und Altersklassen. Untypisch für einen Citroen: Die Visa-Karosserie ist gegen­über Rost weitestgehend immun. Beim Kauf eines Visa aus Zweit- oder Dritthand kann man dennoch nicht vor­sichtig genug sein. Von ungepflegten Billig-Exemplaren sollte man die Finger lassen, sonst kommt kurze Zeit später das dicke Ende, weil die Reparatur­kosten den Kaufpreis übersteigen.
Gesamturteil: Bedingt empfehlenswert

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