Ford Granada

Gebrauchtwagen Ford Granada

— 09.03.2011

Starker Typ mit kleinen Schwächen

AUTO BILD-Archiv-Artikel 15/1987: Mit dem Granada stieg Ford im Früh­jahr 1972 in die gehobene Mittelklasse auf. Fünf Jahre später überarbeiteten die Kölner ihr Flaggschiff gründlich.

Der Granada der zweiten Generation, der von 1977 bis 1985 nahezu unverändert produziert wurde, lief als Limousine und Kombi (Turnier) vom Fließband. Es gab ihn mit acht verschiedenen Motoren von 63 PS bis 160 PS in vier Ausstattungsva­rianten (Basis, L, GL, und Ghia). Entsprechend bunt und vielfältig ist das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Wer auch nur einen Hauch von Fahr­genuss erleben will, sollte einen großen Bogen um die hubraumschwachen 1600er- und 1700er-Modelle machen. Mit ihnen ist der Granada deutlich unter­motorisiert. Richtig interessant wird der große Kölner erst ab 2,3 Liter Hubraum (108, 114 bzw. 135 PS).

Das Original: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download

Zwar benötigen die V6-Triebwerke kräftig Treibstoff, dafür laufen sie in der Regel problemlos 150.000 km und mehr. Das gleiche gilt für das temperament­volle 2,8-Liter-Einspritzaggregat (150 bzw. 160 PS). Bei diesem Motor achten Ford-Spezialisten jedoch darauf, dass der Wagen nicht mehr als sechs Jahre auf dem Buckel hat. Denn vor Baujahr 1981 gab es beim Granada 2,8i häufig Probleme mit der Wassertemperatur. Erst verbesserte Zylinderkopfdichtungen und größere Wasserpumpen sorgten für Abhilfe. Der TÜV nennt für den Granada nur vier typische Schwachpunkte, die überdurchschnittlich oft auffallen. Es sind  jedoch keine schwerwiegenden Mängel.

Überblick: Hier gehts zu AUTO BILD Klassik

Auch technisch unversierte Autofahrer sind mit der Granada-Durchsicht nicht überfordert: Werfen Sie einen Blick auf die Rotfärbung der Rücklichter. Zeigen sich Anzeichen von Blässe, sind bei der nächsten TÜV-Prüfung neue Gläser fällig. Danach sollten Sie den Wagen von un­ten inspizieren. Granada-Motoren zäh­len nicht zu den Saubermännern. Man­che von ihnen schwitzen kräftig und hinterlassen beim Parken hässliche Öl­flecken. Häufig sind undichte Öldruck­schalter die Ursache. Ein Schaden, der sich ohne großen Aufwand beheben lässt. Größere Probleme bereitet da der Auspuff-Schalldämpfer. Nicht selten ist die Anlage nach jedem zweiten Winter fällig. Keine billige Angelegenheit. Das gilt auch für das Erneuern der stark rostanfälligen Bremsleitungen.

Langlebige Granada-Technik

Ansonsten bleiben Granada-Fahrer in der Regel von unliebsamen Überra­schungen verschont. Versteckter Rost kommt ebenso selten vor wie starker Verschleiß an Fahrwerk und Bremse. Selbst nach zehnjähriger Beanspru­chung zeigt sich die Granada-Technik weitestgehend unbeeindruckt. Kein Wunder also, dass der Granada bei kühlen Rechnern sehr beliebt ist. Ge­braucht bietet der große Kölner eine ganze Menge Auto für verhältnismäßig wenig Geld. In seiner Klasse zählt er auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu den interessantesten Angeboten.
Gesamturteil: Sehr empfehlenswert

Alles lesen: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.