Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag

Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag

Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag

— 14.07.2013

Tag der Entscheidung in Goodwood

Am Abschlusstag des Goodwood Festival of Speed 2013 ging es noch einmal richtig zur Sache: Zahlreiche prominente Fahrer kämpften um den Gesamtsieg.

Endspurt in Goodwood! Einige Leute werden sagen, das Festival of Speed sei nur ein Fun-Event, es ginge um die goldene Ananas, aber die haben die Rechnung ohne den Spirit der Racer gemacht. Waren am 12. und 13. Juli nur ein paar talentierte Privat- und Semi-Werksfahrer ernsthaft schnell, spitzte es sich am 14. Juli bis in die Profi-Liga zu. Peugeot wollte mit dem Pikes Peak 208 T 16-Racer, der vor ein paar Wochen den alten Rekord zum Gipfel des 4301 Meter hohen Berges in den Rocky Mountains um eineinhalb Minuten pulverisiert hat, unbedingt gewinnen.

Goodwood Festival of Speed 2013: Erster Tag

Stirling Moss pilotierte den Mercedes W 196 von 1954 unter dem Jubel der Massen den Hügel hinauf.

©Bernhard Schmidt

Testfahrer Grégory Guilvert war in Goodwood am Start, nachdem Sébastien Loeb nur einen kurzen Showrun absolviert hatte. Aber auch Nick Heidfeld, der aktuelle Rekordhalter in einem McLaren Formel 1-Renner von 1999, wollte eine neue Bestmarke setzen. Dieses Jahr fuhr er einen Lola Toyota B12/60 von Rebellion Racing, der in der letzten Saison in der Langstrecken-WM mit Nicolas Prost und Neel Jani am Start war. Dazu kamen die Lokalmatadore Justin Law, der im Jaguar XJR-Weltmeisterauto von 1987 alles gab, und Daniel Lloyd in einem Porsche 911 GT3 Supercup.

Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag

Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag

Der McLaren-Chevrolet M8D war einer der Stars der amerikanischen Can-Am-Serie. Viermal holte er zwischen 1968 und 71 den Titel.

©Bernhard Schmidt

Natürlich hätten die aktuellen Formel 1-Renner mit Leichtigkeit den alten Heidfeld-Rekord brechen können, aber die waren von der Zeitenjagd ausgeschlossen. Sie hätten 280 km/h plus auf den kurzen Geraden erreicht, und das war den Veranstaltern dann doch zu riskant. Denn die Straße ist im letzten Stück sehr schmal und wellig, zudem wurde alles aus nostalgischen Gründen nur mit Strohballen gesichert, und die Auslaufzonen sind schmal. Generell dürfte das Zeitfahren beim Earl of March für leichtere Schweißausbrüche gesorgt haben, denn es ist nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn es hier zu einem schweren Unfall gekommen wäre.

Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag

Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag

Pink Floyd-Drummer Nick Mason im Auto-Union Typ C mit Sechsliter-16-Zylinder Motor, dem ersten erfolgreichen Mittelmotor-Rennwagen.

©Bernhard Schmidt

Daher hatten sich auch nicht alle Piloten für die Zeitwertung beworben. Jeder konnte frei wählen, ob er richtig Gas geben oder eher touristisch unterwegs sein wollte. Die meisten machten nur eine Demo-Fahrt, auch weil die kostbaren Museumsstücke das extreme Heizen gar nicht ausgehalten hätten. Sie genossen lieber die gute Stimmung, das super Wetter und das Glück, überhaupt dabei sein zu dürfen. Formel 1-Fahrer wie Lewis Hamilton, Nico Rosberg oder Sergio Perez zeigten daher ein paar Kunststücke wie Donuts, um das Publikum zu unterhalten. Um 16.00 Uhr aber ging es richtig zu Sache. Dann startete der Shoot-Out. Heidfeld gegen Guilvert gegen Law gegen Lloyd. Und plötzlich kam richtig Racing-Atmosphäre auf.

Das sind die Highlights des Festival of Speed

Justin Law im Jaguar XJR8 Le Mans-Rennwagen von 1987 wurde Gesamtsieger beim Goodwood Festival of Speed 2013.

©Bernhard Schmidt

Haben zumindest zu Beginn alle gedacht, aber dann sagte das Heidfeld-Rebellion-Team ab, der Zeitplan hatte Verspätung, und man wollte die gebuchten Flieger nicht verpassen. Aber spannend war's trotzdem, im wahrsten Sinne des Wortes, denn zwei Elektro-Rennwagen mischten ganz vorne mit: Rod Millen im Toyota TMG EV wurde Fünfter, Jonny Cocker im Lola Drayson B12 Dritter. Das war eine neue Erfahrung: Praktisch lautloses Racing, aber dennoch irrsinnig schnell. Obwohl das Peugeot-Bergrenn-Supertool 208 T16 bei der Zwischenzeit vorne lag, wurde Grégory Guilvert knapp geschlagen nur Zweiter. Auf halbem Weg kamen komische Geräusche aus dem 875 PS-Motor, und er lupfte das Gas. Den Siegerpokal durfte Justin Law mit dem Gruppe C-Jaguar XJR8 mit heimnehmen, immer noch 4,35 Sekunden hinter Heidfelds Rekord. Law ist Spezialist für historisches Racing in Renn-Jaguars und hat in den letzten zehn Jahren bereits vier Mal das Festival of Speed gewonnen. So ist das Publikum zufrieden: Einer der ihren hat in einem heimischen Auto gewonnen. Very British, indeed.

Autor: Bernhard Schmidt

Fotos: Bernhard Schmidt

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