Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag

Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag

Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag

— 13.07.2013

Heiße Zeiten in Goodwood

Good Vibrations und Sonne satt am zweiten Tag des Goodwood Festival of Speed in Südengland! 100.000 Besucher feiern spektakuläre historische Rennwagen.

30 Grad im Schatten am Samstag, den 13. Juli 2013: Die 21. Auflage des Goodwood Festival of Speed in Südengland ist die bislang heißeste. Der Sunblocker ist die gefragteste Schutzvorrichtung, noch vor Vierpunktgurt und Integralhelm. Selbst die Fahrer stöhnen unter der Hitze, noch mehr aber die 100.000 Zuschauer, die am liebsten den Volvo-Stand besuchen, denn dort werden Eisskulpturen geschnitzt. Das ausgedehnte Parkgelände am Goodwood House bietet aber auch genug Schatten unter Bäumen, und es gibt jede Menge Kaltgetränke.

Goodwood Festival of Speed 2013: Erster Tag

Voisin C6 Laboratoire Grand-Prix Wagen von 1923.  Dieses Modell war der erste Monococque-Rennwagen der Welt. Alles aus Aluminium.

©Bernhard Schmidt

Lord Marchs Konzept ist genial: Er hat nicht nur die Fabrik von Rolls-Royce auf seine Latifundien geholt, sondern er veranstaltet auch Autorennen auf dem familieneigenen Flugplatzkurs. Das Top-Event ist jedoch das Goodwood Festival of Speed, bei dem auf einer nur 1,87 Kilometer langen und ziemlich welligen Bergrennstrecke eine Art Show-Hill-Climb gefahren wird – mit den spektakulärsten Autos, die je gebaut wurden. Das alleine ist eine gewaltige Attraktion, zumal auch von den Fahrern alles, was Rang und Namen hat, am Start ist. Dazu gibt es noch eine Rallye-Sonderprüfung im Wald, wo die Klassiker der Rallye-Geschichte Schauläufe absolvieren.

Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag

Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Zweiter Tag

Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport Aprile Spider Corsa von 1938. Aprile war der Karosseriebauer aus Savona. 95 PS leistete die Kompressormaschine.

©Bernhard Schmidt

Dermaßen mit Good Vibrations versorgt freut sich der Fan natürlich auch über eine Art IAA im Rahmenprogramm. In England gibt es nämlich keine echte Motor-Show mehr. Lord March füllt diese Lücke nun mit der einzigen Open-Air Motor-Show der Welt. Und alle sind da! Die großen der Autoindustrie haben wahre Paläste des Marketings für ein paar Tage installiert, in denen die neusten Modelle präsentiert werden, kombiniert mit ungewöhnlichen Aktionen: Bei Skoda kann man in einem Kino die Bergrennstrecke in 4D miterleben, das heißt: per 3D-Film plus Vibrationen im Boden und künstlichen Regenschauern. Angesichts der Hitze ist das sehr angenehm. Bei Peugeot kann man auf einer künstlich erzeugten Welle surfen. Bei Nissan wird man durch einen stockfinsteren, mit blinkenden LEDs versehenen Irrgarten gelotst. Einfach nur Werbefilm gucken ist gestern.

Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag

Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag Goodwood Festival of Speed 2013: Dritter Tag

Der Vanwall Formel 1-Rennwagen von 1957 hatte noch den klassischen Frontmotor mit 2,5 Litern und 285 PS.

©Bernhard Schmidt

Das zentrale Ereignis ist aber die Vorbeifahrt der bedeutendsten Rennwagen der Geschichte. Da klatscht das ganze Publikum, wenn der greise Sir Stirling Moss fröhlich winkend im Mercedes W196 (1954) die schmale Piste hinauf schnurrt oder Pink Floyd-Drummer Nick Mason im Auto-Union C-Silberpfeil V16 (1936) allzu vorsichtig vorbei gondelt. Standing Ovations bekommt der Plymouth Barracuda Dragster, wenn er beim Beschleunigen Männchen macht, aber auch der Österreicher Patrick Friesacher im Toyota NASCAR-Stockcar bei endlosen Burnouts. Für Erheiterung sorgen die beiden Ford Transit am Start. Einer diente als Testfahrzeug bei der Entwicklung des Jaguar XJ 220 1993, der andere steht auf einem Gruppe C-Chassis aus dem Jahr 1995. Beide sind brutal schnell. Die Stimmung ist der Wetterlage angemessen: Sonnig. Die größte Gartenparty des Vereinigten Königreichs freut sich schon auf morgen: Am Sonntag, den 14. Juli 2013, werden die Sieger ermittelt. Zu schlagen gilt es den Streckenrekord von Nick Heidfeld aus dem Jahr 1999 auf einem Mc-Laren-Mercedes MP4/13 mit 41,6 Sekunden. Am Wetter sollte es nicht liegen.

Das sind die Highlights des Festival of Speed

Autor: Bernhard Schmidt

Fotos: Bernhard Schmidt

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