Goodwood Revival 2011

— 19.09.2011

Mit Vollgas ins Gestern

Die Stimmung ist einzigartig, das Starterfeld so brilliant wie prominent, die Kostme authentisch und originell: Beim Goodwood Revival im Sden Englands muss das Hier und Jetzt drauen bleiben. Herrlich.

Wer im September nach Goodwood reist, geniet ein Spektakel der besonderen Art. Das liegt nicht nur an der sympathischen kleinen Rennstrecke im Sden Englands. Auch nicht am Flugplatz in seiner Mitte. Oder den Lndereien des Lord March, die weitlufig genug sind, um rund 150.000 Besucher an einem Wochenende zu fassen und dennoch jedem einen saftig grnen Wiesen-Parkplatz zu garantieren. Es liegt auch nicht allein daran, dass die Gste mit vielen tausend exquisiten bis skurrilen Oldtimern anreisen und somit der Parkplatz alleine bereits eine groe Show bietet. Es gibt andere Grnde, die das Goodwood Revival so speziell machen.

Oldies fr Millionen: Concorso d'Eleganza Villa d'Este

Cobra, GTO und Co: GT-Rennwagen der 60er-Jahre beim Start in Goodwood.

Das hochkartige Teilnehmerfeld und die grandiose Stimmung in einem Umfeld, das hier so authentisch ist wie nirgendwo sonst. Man kleidet sich historisch. Im Fahrerlager und auf den Tribnen. Herren erscheinen in Tweed, Hut und Krawatte, die Damen im Kostm. Oder in extrem knappen, engen und schrillen Polyester-Kleidern der 70er, dazwischen Mechaniker in schlichten, weien Baumwoll-Overalls und Uniformierte aller Waffengattungen, die Arm in Arm mit schick aufgemachten Rot-Kreuz-Helferinnen spazieren. Allein dieses Publikum ist sehenswert. Die moderne Zeit? Bleibt ausgesperrt.

Golfplatz fr Autogourmets: Concours d'Elegance Pebble Beach 2011

Authentisch bis schrg: Kostmiert aufzuschlagen, gehrt in Goodwood zum guten Ton.

Drei Tage lang whrt dieses grandiose Motorsport-Festival. Es beginnt am Freitag mit Trainingslufen und einer Auktion von Bonhams, Samstag und Sonntag folgen die Rennen. Da ist zum Beispiel die berhmte St. Mary's Trophy, bei der Limousinen aller Gren starten. Da geschieht es dann, dass sich schwere Geschosse wie der Ford Galaxie mit kleinen Hpfern wie einem Mini Cooper S in heiem Ritt balgen, sich dazwischen noch frech ein Ford-Lotus Cortina drngt. Oder ein wildgewordener Jaguar Mk2.

Schrg: Mohs Opera Sedan

So unterschiedlich die Autos sind, sie haben alle uerst ambitionierte wie versierte Fahrer an Bord. Im Starterfeld allein dieses Rennens finden sich prominente Namen wie Jochen Mass (Alfa Romeo TI Super), Emanuele Pirro, Richard Attwood und Tom Kristensen (alle Ford-Lotus Cortina MkI), Rauno Aaltonen (Austin Mini Cooper S), Stig Blomqvist (Saab 96 Sport), Martin Brundle (Ford Galaxie 500) oder Derek Bell (Ford Cotrina GT). Jeder von ihnen hat groen Spa dabei und das merken natrlich auch die Zuschauer. Schnell sind sie dabei sowieso, jeder auf seine Weise. Rund ein Dutzend Rennen sind es, zum Beispiel die "Goodwood Trophy", in der Grand-Prix-Rennwagen aus den 1930er- bis 1950er-Jahren starten. Oder die "Earl of March Trophy" fr die kleinen 500-cm2-Rennwagen der Formel 3. ber zwei Dutzend Rennwagen, darunter allein zwei Mercedes-Benz W 196, feiern zudem in einer Parade den 100. Geburstag des fnfmaligen Formel 1-Weltmeisters Juan Manuel Fangio.

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Fr die vielen Jaguar E-Type, die sich zu ihrem 50. Geburtstag in Goodwood versammelt haben, wird sogar ein eigenes Rennen ausgerufen. An dessen Starterfeld zeigt sich einmal mehr die Klasse des Revival Meetings. Denn nur zwlf E-Type Lightweight hatte Jaguar einst gebaut und allein die Hlfte davon rollt in Goodwood an den Start.

Autor: Thomas Wirth

Fotos: Goodwood Revival 2011

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