Opel Kadett GT Peugeot 205 GS VW Golf GT

GTIs ohne "I"

— 27.01.2011

Wie sportlich sind die GT ohne "i“?

AUTO BILD Archiv-Artikel 3/1987: Autos wie der Golf GTI sind für viele längst zu teuer geworden. Deshalb bieten jetzt VW, Opel und Peugeot preiswerte Sportler an. Was taugen die Sparmodelle?

Sie heißen nur noch GT oder im Falle Peugeot XS. Sie versprechen aber Fahrspaß und sportliches Flair wie in den begehrten und deshalb teuer gewordenen GTI oder GSi. Und das alles für einige tausend Mark weniger. Zuviel versprochen? Im­merhin stecken unter den Motorhauben dieser Billig-Sportler einige PS weniger. AUTO BILD wollte es genau wissen und fuhr für Sie den Golf GT (90 PS) den Kadett GT (75 PS) und den Peugeot 205 XS (79 PS). Auf den Seiten 10, 11 und 12 ver­raten wir Ihnen, ob die Werbung Wort hält oder ob es Sportlichkeit ohne "I" nicht gibt.

Das Original: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download

Kadett nur außen flott: Endlich mal ein GT, der auch aussieht wie ein GT – so wirbt Opel für seine neueste Kadett-Kreation, den überarbeiteten GT. Spoiler vorne, Spoiler hinten, et­was breitere Reifen, Sportsitze, ein kurz abgestuftes Getriebe und ein Drehzahlmesser im Cockpit - schon ist er fertig, der Kadett im Sportdress. Doch so aggressiv, wie es die aufgepeppte sportliche Schale verspricht, ist der Rüsselsheimer nicht. Unter seiner Haube arbei­tet nämlich der 1,6-Liter-Einsprit­zer mit Katalysator und lediglich 75 PS (ohne Kat und mit Vergaser 82 PS). Unverständlich, warum Opel für den neuen GT die 90-PS­Version aus dem Programm ge­nommen hat. Startprobleme kennt der sau­bere Vierzylinder nicht. Spontan reagiert er auf die erste Schlüs­selumdrehung und läuft sofort rund.

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Überhaupt ist das GT-Trieb­werk ein angenehmer, wenn auch nicht sehr spritziger Partner (0 bis 100 km/h in 12,6 Sekunden). Mit dem bleifreien Normal-Sprit geht der Motor recht spar­sam um. Der auf der Meßstrecke ermittelte Durchschnittsver­brauch lag bei 8,5 I/100 km. Wer sensibel mit dem Gasfuß umgeht, kann Werte unter 8 1/100 km erreichen. Im Innenraum kehrt der Kadett ganz den GT heraus. Komplette Instrumentierung mit Drehzahl­messer, Tageskilometerzähler und Quarzuhr sowie ein Drei­speichen-Lenkrad im sportli­chen Design bestimmen das Bild. Der Fahrer nimmt auf gut profi­lierten Schalensitzen Platz, die ihm in schnell gefahrenen Kurven den richtigen Halt vermitteln.

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