H-Kennzeichen: Bestand 2010 — 18.08.2010

Die beliebtesten Oldtimer

Die Lust auf altes Blech wächst. Binnen fünf Jahren ist die Zahl der Autos mit H-Kennzeichen um 37 Prozent gestiegen. Besonders beliebt: Mercedes /8 und VW Käfer.

Das Interesse der Deutschen an alten Autos wächst stetig. Das ist ein Ergebnis einer Statistik, die der Verband der Automobilindustrie (VDA) erstmals beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Auftrag gegeben hat. Aufgabenstellung war die Auswertung aller Fahrzeuge mit H-Kennzeichen. Ein solches Nummernschild bekommen nur Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind, deren Erscheinungsbild seit der Auslieferung weitgehend unverändert blieb und die sich in einen guten Pflege- und Erhaltungszustand befinden. Rund 210.000 Fahrzeuge – 90 Prozent davon Pkw – sind derzeit stolze H-Träger. Damit wuchs ihre Zahl in den letzten fünf Jahren um 37 Prozent. Ganz weit vorne in der Gunst der Liebhaber alten Blechs fährt Mercedes. Die Marke stellt 23,3 Prozent aller H-Kennzeichen-Besitzer. Es folgen VW auf Rang zwei (18,6 Prozent) und Opel (7,2 Prozent) auf Rang drei der Beliebtheitsskala nach Automarke.

Alte Schätze: Die Klassik-Seiten von autobild.de

Nach dem VW Käfer ist der Mercedes Strich-Acht das beliebteste Altblech mit H-Kennzeichen.

Nach dem VW Käfer ist der Mercedes Strich-Acht das beliebteste Altblech mit H-Kennzeichen.

Die Hitliste der beliebtesten Einzelmodelle führt allerdings kein Mercedes an. Hier hat der Käfer den Rüssel vorn. 23.380 H-geschmückte Exemplare krabbeln durchs Land. Auf Platz zwei bis vier schlägt dann aber wieder die Übermacht Mercedes zu. Vor allem bei Strich-Acht (6094 Exemplare) und Heckflosse (4843 Exemplare) werden Oldie-Fans schwach. Auf Platz zwei hinter Deutschland bei den beliebtesten Herstellerländern landet England. Immerhin 14 Prozent der H-Kennzeichen wurden an einen Briten geschraubt. Es folgen die USA mit 7,1 Prozent.

Die zehn beliebtesten Einzelmodelle finden Sie oben in der Galerie!

1997 wurde das H-Kennzeichen eingeführt, um alte Fahrzeuge als Kulturgut zu schützen. Für alle H-Träger gilt der einheitliche Steuersatz von 191,73 Euro sowie die freie Zufahrt zu alle Umweltzonen. Doch nur 56,4 Prozent aller Oldies sind mit einem H-Kennzeichen unterwegs. Ein möglicher Grund hierfür ist der große Aufwand, der für eine Zulassung betrieben werden muss. Außerdem zahlen die Besitzer hubraumschwacher Autos beim H drauf. Deswegen spricht sich der VDA für eine stärkere Förderung des H-Kennzeichens aus. Geschäftsführer Hans-Georg Frischkorn: "Das H-Kennzeichen ist das sichtbare Symbol aller echten Oldtimer. Das H steht für historische Fahrzeuge, dahinter verbirgt sich jeweils ein Kulturgut der Kraftfahrzeug-Geschichte. Oldtimer sind zudem besondere Sympathieträger, da die Menschen mit ihnen oftmals ganz besondere persönliche Erinnerungen verbinden. Außerdem sind sie der 'fahrende Beweis' der erfolgreichen 124-jährigen deutschen Automobilgeschichte. Auch deshalb sollten diese automobilen 'Schätze' geschützt und gepflegt werden."

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Kommentare zum Artikel (6)

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Onkel Benz
28.11.2010, 18:33Uhr

Wenn Ich überlege wieviel /8 in den Balkan,nahen Osten,in die Türkei,Polen usw gewandert sind,könnte man heulen. Ich wollte meinen 240 D vor 15 jahren auch entsorgen weil Ich die rot-grüne KFZ Steuer nicht mehr bezahlen konnte. Ich hab das Auto 15 Jahre in die Scheune gestellt und gewartet bis Ich endlich das H Kennzeichen montieren durfte. Er läuft wieder,genauso wie die Kisten die entsorgt wurden und noch heute als Taxis ihren Dienst tun.Toll ! Neues Öl und Batterie rein,vorgeglüht und läuft.

Tom
26.11.2010, 21:06Uhr

Hallo Autobild!

Könnt Ihr mir sagen, wieviele A-Mantas noch zugelassen sind ???

Danke

Youngtimer
05.09.2010, 17:57Uhr

Ist ja auch egal, von welchem Hersteller es mehr Fahrzeuge gibt.
Unabhängig von der Preisklasse des Fahrzeugs ob Mercedes SL oder Ford Fiesta 1, 911er oder VW Passat ist es Wünschenswert so viele alte Fahrzeuge in gutem Zustand auf den Straßen zu behalten wie möglich.
Die Alternative wäre sonst ein eintöniges Straßenbild mit Neuwagen und nur wenig Vielfalt bei den Oldtimern.

Fakt ist, dass die Young/Oldtimerfahrer zusammen halten müssen, denn sonst wird das H-Kennzeichen auch irgendwann dem Rotstift zum Opfer fallen!

Benz-Fahrer
25.08.2010, 17:35Uhr

Hallo Eisenbär,

das gilt im Umkehrschluss natürlich auch für Mercedes-Oldies. Denke, dass die 123er in ihren zahlreichen Motor- und Karosserievarianten die 114/115er in spätestens fünf, sechs Jahren eingeholt haben werden. Und vielleicht auch den Käfer ...

Eisenbär
24.08.2010, 19:11Uhr

@Benz-Fahrer

Man könnte aber auch schlussfolgern, dass Volkswagen durch die Generationen nach unten durchgereicht werden können, da langlebig und trotzdem preiswert im Unterhalt. Des Weiteren bitte ich zu beachten, dass viele Volkswagen noch ganz normal im Straßenverkehr bewegt werden, die eigentlich bereits ein H-Kennzeichen tragen dürften.

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