Die Lieblings-Oldies der Deutschen 2016

H-Kennzeichen-Ranking: Beliebteste Oldtimer 2016

— 20.04.2017

Deutschland, Deine Oldtimer

Die Liebe der Deutschen zu Oldtimern mit H-Kennzeichen wächst stetig. Neu im Trend 2016: Japaner. Diese Klassiker betören uns am meisten!

Immer mehr Halter legen Wert legt auf die Auszeichnung des Autos als historisch.

Immer mehr Autobesitzer in Deutschland entdecken ihre Liebe zum Oldtimer. Dieser Trend hat sich auch 2016 bestätigt – und zwar fast in gleichem Maße wie in den Vorjahren. Laut Zahlen des VDA waren zum Jahreswechsel 2016/2017 genau 381.027 Pkw mit H-Kennzeichen in Deutschland gemeldet. Mit 10,8 Prozent lag der Zuwachs fast haargenau auf Vorjahresniveau (10,7). Zum 1. Januar 2015 war der Bestand noch um gut elf Prozent gewachsen. Die Gesamtzahl aller historischen Kraftfahrzeuge mit H-Kennzeichen – dazu zählen neben Pkw auch Nutzfahrzeuge, Zugmaschinen und Motorräder – liegt inzwischen bei exakt 430.590 (plus 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Damit liegt der Anteil am Gesamtbestand der in Deutschland gemeldeten Kfz (62,6 Millionen) bei rund 0,7 Prozent. Das historische Kennzeichen wird Fahrzeugen erteilt, die technisch einwandfrei sind, sich im originalen Zustand befinden und mindestens 30 Jahre alt sind.

Infos: H-Kennzeichen und 07er-Nummer

Japaner steigen in der Gunst

In der Gunst der Oldtimer-Liebhaber stehen die deutschen Marken laut VDA weiter deutlich im Vordergrund. Knapp 70 Prozent aller Fahrzeuge älter als 30 Jahre seien von hiesigen Herstellern. Allerdings drängen japanische Pkw nach vorn: Mit einem Plus von 31,5 Prozent verzeichnen Toyota, Mazda, Nissan (Datsun) und Co. die größte Zuwachsrate. In der Rangliste der Marken liegt Daimler (92.048 Pkw) und Volkswagen (71.210) wieder vorn. An dritter Stelle folgt Porsche mit nun 25.120 Fahrzeugen.

Zehn Dinge, die in jeden Klassiker gehören

Porsche fährt auf Rang drei

Der Porsche 911/912 kletterte in der Modellstatistik 2016 mit 14.052 Fahrzeugen auf Platz drei.

Die VDA-Modellrangliste der Oldtimer 2017 führt wie seit vielen Jahren der VW-Käfer an: 34.643 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen bedeuten ein Plus von knapp 2000 Anmeldungen. Der Mercedes-Benz Typ W 123 folgt mit 18.578 Fahrzeugen (2016: 17.534) mit respektvollem Abstand auf Platz zwei. Dahinter gab es einen Machtwechsel: Der Porsche 911/912 schob sich mit 14.052 (Vorjahr: 10.498) Fahrzeugen am Mercedes-Benz Roadster SL R 107 mit 13.719 (11.325) Exemplaren auf Platz drei vor. 

Nicht jeder will ein H-Kennzeichen

VDA-Präsident Matthias Wissmann hatte im Vorjahr betont, wie wichtig das H-Kennzeichen für das Auto als Kulturgut ist: "Das H-Kennzeichen hat seit seiner Einführung viel dazu beigetragen, dass sich immer mehr Menschen um den Erhalt historischer Fahrzeuge bemühen." Doch nicht jeder Halter legt Wert legt auf die Auszeichnung des Autos als historisch, oder er scheut vielleicht gar das dafür nötige Gutachten. Schließlich sieht der Gesetzgeber die Vergabe des H-Kennzeichens eine spezielle Prüfung vor. 

Der Trabi wird wegen seiner niedrigen Besteuerung nur selten mit H-Kennzeichen gefahren.

Viele alte Fahrzeuge, die im Alltagsbetrieb eingesetzt werden, erfüllen die Kriterien der Originalität nicht. Zudem rechnet sich das H-Kennzeichen nicht bei Autos mit geringem Hubraum. Regulär zugelassene Autos mit einem Hubraum unter 800 Kubikzentimeter kosten weniger Kfz-Steuer als der Einheitssteuersatz von 191 Euro für Oldtimer mit H-Kennzeichen. Schließlich gilt auch: Wer seinen Oldie nicht das ganze Jahr über bewegt, fährt oft mit einem Saisonkennzeichen günstiger, das sich ab Oktober 2017 mit dem H-Kennzeichen kombinieren lässt. Letztlich wurden schon Mitte der 80er-Jahre viele Autos mit einer Kat-Abgasreinigung versehen, was ebenfalls den Betrieb zu einem überschaubaren Steuersatz möglich macht. Auch das Festhalten an den alten DIN-Kennzeichen ohne blauen Europa-Streifen ist ein Grund für viele Halter, den Wechsel zu einem neuen Kennzeichen zu scheuen. Tatsächlich haben derzeit nur knapp 28 Prozent der angemeldeten Golfmodelle, die über 30 Jahre alt sind, ein H-Kennzeichen. Beim Kadett sind es nur gut 36 Prozent, beim VW Bus rund 54 Prozent.

Die Lieblings-Oldies der Deutschen 2016

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Oldtimer Youngtimer

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