Zu Gast am letzten Tag der Rallye Hamburg-Berlin Klassik: ein Rosinenbomber, zwei Silberpfeile und Katarina Witt. Bei feinstem Sommerwetter erreichten die Oldies das Ziel in Berlin.
Von Lars Busemann Der Tau auf den Kotflügeln der 187 Oldtimer weicht langsam der Morgensonne, die ersten Rallyepiloten schreiten tatkräftig zu ihren Fahrzeugen: Der dritte und letzte Rallyetag der Hamburg-Berlin Klassik bricht an. Die beiden letzten Etappen führen durch den
Müritzer Nationalpark. In den kleinen Ortschaften scheint die Zeit ein Päuschen eingelegt zu haben – vor allem aus der Sicht eines Oldtimer-Piloten. Dass die gute alte Zeit auch ihre Tücken hat – davon können Eve Scheer und Dr. Hans Hamer ein Liedchen singen. Ihr
Porsche 356 Speedster stirbt im Leerlauf ständig ab. Und dann wäre da noch der "Duft" von ausgelaufenem Benzin ... Den hat auch ein BMW-Servicemitarbeiter in der Nase, der kurz unter die Haube guckt. "Alles klar, ich hol' mal kurz den Gummihammer!", diagnostiziert er. Kurze Therapie für den Vergaser, schon hängt das Schwimmernadelventil nicht mehr und der Porsche nimmt sauber Gas an.
Bei 23 Grad und Sommer-Sonne-Sonnenschein freuen sich nicht nur die Cabrio-Fahrer – auch die Zuschauer stehen wieder zahlreich am Straßenrand. Und weil so eine Oldtimer-Rallye ja eine überaus anstrengende Angelegenheit ist, reichen die Zaungäste sogar Obst, Würstchen und Kuchen! Besonders viele versammeln sich auf den Marktplätzen von Neustrelitz und Templin. Dort sind Durchfahrtskontrollen installiert, die von allen Teilnehmern passiert werden sollen. Das Roadbook weist den Weg nach
Groß Dölln. Die Häuser werden weniger, die Bäume mehr und die Straßen enger. Doch selbst im
UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sind Zuschauer. Allerdings nicht nur wegen der Oldtimer. Mitten im Naturreservat liegt das
Driving Center Groß Dölln auf dem Gelände eines ehemaligen russischen Militärflughafens.
Die größte Landebahn Europas wird zur Bühne für eine ganz besondere Vorstellung: Der Einzige noch fliegende Rosinenbomber, eine Douglas DC-3 von 1944, zeigt am Rallye-Samstag, was noch in ihm steckt. Die zweimotorige Maschine brummt nur wenige Meter über die Köpfe der Zuschauer hinweg, doch dabei brüllt der Rosinenbomber nicht so laut, wie die zwei anderen Attraktionen am Flugfeld: ein
Mercedes W 196 R von 1954 und ein
Auto Union Rennwagen Typ A von 1934. Bernd Schneider, ehemaliger Mercedes-Werkspilot, lässt den 2,5-Liter-Reihenachtzylinder richtig drehen. Besser gesagt brüllen. Peanuts im Vergleich zum
Auto Union Rennwagen Typ A von 1934: Sechzehn per Roots-Gebläse aufgeladene Zylinder hämmern ein infernalisches Konzert auf den Asphalt.
Derart aufgehitzt, können sich die Rallye-Teilnehmer beim Durchfahren von diversen Wertungsprüfungen auf dem Gelände des Driving Center wieder abkühlen. Es folgt ein weiterer Stopp am
Schloss & Gut Liebenberg, mitten in der wald- und seenreichen Landschaft der Mark Brandenburg. Nach rund 650 Kilometern erreichen dann die ersten Fahrzeuge am frühen Abend ihr Ziel: das Axel-Springer-Gebäude im Herzen von Berlin. Trotz des gleichzeitig stattfindeten WM-Marathons läuft die Anfahrt problemlos. Den krönenden Abschluss bildet eine große Abendveranstaltung mit
Siegerehrung im Hotel Ritz-Carlton.
Bilder von der Siegerehrung im Hotel Ritz-Carlton finden Sie hier
26.08.2009 18:31Uhr
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25.08.2009 21:40Uhr
24.08.2009 20:38Uhr
Ihre PR für Audi ist absolut überzeugend.
24.08.2009 07:39Uhr
Und dann die Kombination Silberpfeil/Rosinenbomber – ein reiner Augenschmaus. Allerdings hätte man vorher Puck die Stubenfliege aus dem Cockpit verjagen sollen.