Hamburg-Berlin-Klassik 2009

Hamburg-Berlin-Klassik 2009, 3. Tag

— 23.08.2009

Abgefahren und abgehoben

Zu Gast am letzten Tag der Rallye Hamburg-Berlin Klassik: ein Rosinenbomber, zwei Silberpfeile und Katarina Witt. Bei feinstem Sommerwetter erreichten die Oldies das Ziel in Berlin.

Der Tau auf den Kotflgeln der 187 Oldtimer weicht langsam der Morgensonne, die ersten Rallyepiloten schreiten tatkrftig zu ihren Fahrzeugen: Der dritte und letzte Rallyetag der Hamburg-Berlin Klassik bricht an. Die beiden letzten Etappen fhren durch den Mritzer Nationalpark. In den kleinen Ortschaften scheint die Zeit ein Puschen eingelegt zu haben vor allem aus der Sicht eines Oldtimer-Piloten. Dass die gute alte Zeit auch ihre Tcken hat davon knnen Eve Scheer und Dr. Hans Hamer ein Liedchen singen. Ihr Porsche 356 Speedster stirbt im Leerlauf stndig ab. Und dann wre da noch der "Duft" von ausgelaufenem Benzin ... Den hat auch ein BMW-Servicemitarbeiter in der Nase, der kurz unter die Haube guckt. "Alles klar, ich hol' mal kurz den Gummihammer!", diagnostiziert er. Kurze Therapie fr den Vergaser, schon hngt das Schwimmernadelventil nicht mehr und der Porsche nimmt sauber Gas an.

Bei 23 Grad und Sommer-Sonne-Sonnenschein freuen sich nicht nur die Cabrio-Fahrer auch die Zuschauer stehen wieder zahlreich am Straenrand. Und weil so eine Oldtimer-Rallye ja eine beraus anstrengende Angelegenheit ist, reichen die Zaungste sogar Obst, Wrstchen und Kuchen! Besonders viele versammeln sich auf den Marktpltzen von Neustrelitz und Templin. Dort sind Durchfahrtskontrollen installiert, die von allen Teilnehmern passiert werden sollen. Das Roadbook weist den Weg nach Gro Dlln. Die Huser werden weniger, die Bume mehr und die Straen enger. Doch selbst im UNESCO-Biosphrenreservat Schorfheide-Chorin sind Zuschauer. Allerdings nicht nur wegen der Oldtimer. Mitten im Naturreservat liegt das Driving Center Gro Dlln auf dem Gelnde eines ehemaligen russischen Militrflughafens.

Tagesberichte: Prolog und 2. Tag und das Gesamtergebnis

Die grte Landebahn Europas wird zur Bhne fr eine ganz besondere Vorstellung: Der Einzige noch fliegende Rosinenbomber, eine Douglas DC-3 von 1944, zeigt am Rallye-Samstag, was noch in ihm steckt. Die zweimotorige Maschine brummt nur wenige Meter ber die Kpfe der Zuschauer hinweg, doch dabei brllt der Rosinenbomber nicht so laut, wie die zwei anderen Attraktionen am Flugfeld: ein Mercedes W 196 R von 1954 und ein Auto Union Rennwagen Typ A von 1934. Bernd Schneider, ehemaliger Mercedes-Werkspilot, lsst den 2,5-Liter-Reihenachtzylinder richtig drehen. Besser gesagt brllen. Peanuts im Vergleich zum Auto Union Rennwagen Typ A von 1934: Sechzehn per Roots-Geblse aufgeladene Zylinder hmmern ein infernalisches Konzert auf den Asphalt.

Sicherheits-Innovationen: Promis unterm guten Stern

Derart aufgehitzt, knnen sich die Rallye-Teilnehmer beim Durchfahren von diversen Wertungsprfungen auf dem Gelnde des Driving Center wieder abkhlen. Es folgt ein weiterer Stopp am Schloss & Gut Liebenberg, mitten in der wald- und seenreichen Landschaft der Mark Brandenburg. Nach rund 650 Kilometern erreichen dann die ersten Fahrzeuge am frhen Abend ihr Ziel: das Axel-Springer-Gebude im Herzen von Berlin. Trotz des gleichzeitig stattfindeten WM-Marathons luft die Anfahrt problemlos. Den krnenden Abschluss bildet eine groe Abendveranstaltung mit Siegerehrung im Hotel Ritz-Carlton.

Bilder von der Siegerehrung im Hotel Ritz-Carlton finden Sie hier

Autor: Lars Busemann

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