Holden Hurricane Concept Car GM Australien 1969  restauriert

Holden Hurricane auf der Motorclassica

— 21.10.2011

Restaurierte Flunder

Vor mehr als 40 Jahren zettelte Holden mit dem Hurricane eine Revolution auf Rädern an. Jetzt hat die australische GM-Tochter die coole Flunder restauriert und zeigt sie auf der Motorclassica in Melbourne.

Wir schreiben das Jahr 1969: Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond, die Deutschen wählen Willy Brandt ins Kanzleramt und in Woodstock wird Musik- und Politikgeschichte geschrieben. Während Mercedes in Untertürkheim noch am ersten C 111 tüftelt, erblickt auf der anderen Seite der Erde ein Auto das Licht der Welt, das mindestens ebenso aufregend ist. Die australische General Motors-Tochter Holden stellt auf der Motor Show in Melbourne eine Studie vor, die wirkt, als käme sie aus einer anderen Galaxie: der Hurricane. Der orangefarbene Donnerkeil hat jede Menge Technik an Bord, die seiner Zeit weit voraus war. Fünf Jahre lang hat Holden den Hurricane restauriert und zeigt den aufgefrischten Überflieger jetzt auf der Motorclassica in Melbourne (21. bis 13. Oktober 2011).

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Der Hurricane ist nur 99 Zentimeter hoch und 4,11 Meter lang, macht sich aber mit 1,83 Metern relativ breit. Der 4,2-Liter-V8 ist als Mittelmotor verbaut und leistet 262 PS. Bereits 1969 hatte der Australier einen Vierstrom-Vergaser, der erst zehn Jahre später bei GM in Serie ging. Der knallige Lack in Orange auf der Fiberglaskorasserie nimmt die Modefarbe der 70er vorweg. Als reiner Zweisitzer gibt er den Zugang nicht etwa über schnöde Türen preis, sondern bedient sich einer Haube, die hydraulisch nach vorn klappt, während die Lenksäule sich zurückzieht, dass die Passagiere dahinter mehr lagen als saßen, ist bei dieser Höhe kein Wunder. Schlafaugen-Scheinwerfer oder verkleidete Radhäuser sind ebenso Teil der ausgefeilten Aerodynamik wie die Abrisskante am Heck.

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Das Heck ziert ein extrem schmales Leuchtenband und auch im Innenraum geht es futuristisch zu: Die Anzeigen sind digital und es befinden sich eine Rückfahrkamera (mit Mini-Schwarzweiß-Monitor in der Mittelkonsole) und eine Klimaautomatik mit an Bord. Das Radio hat einen Sendersuchlauf und selbst an eine Art Navigationssystem haben die Techniker ausgedacht. Magnetische Transmitter sollten an Kreuzungen und Straßen angebracht werden und so den Fahrer via Magnetempfänger zu seinem Wunschziel leiten. Der Tank ist aus Sicherheitsgründen mit Schaumstoff ummantelt, außerdem gibt es einen Feueralarm. Selbst für einen Überschlag scheint der Hurricane gerüstet: Die Insassen schützt ein Überollbügel.

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