Infos zum Porsche-Museum

Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen. Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen. Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen.

Infos zum Porsche-Museum

— 17.05.2014

Sportwagen-Sammlung in Zuffenhausen

Wallfahrtsort für Porsche-Fans: In Stuttgart-Zuffenhausen zeigt Porsche die schönsten Autos der Unternehmensgeschichte in einem spektakulären Gebäude.

Seit über 60 Jahren baut Porsche schnelle Autos, seit 2009 zeigt das Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen die schönsten und wichtigsten Wagen der Unternehmensgeschichte. Was der Autobauer in dem spektakulären Gebäude seinen Fans zeigt, ist faszinierend: Ein gewaltiger Riegel scheint frei in der Luft zu schweben. Nur drei Stützenpaare tragen die weiße Box, die bis zu 60 Meter weit spannt. Sie ist mehr Brücke als Haus. Kein Wunder, dass Porsche-Mitarbeiter der Box schnell den Namen "Flieger" gaben.

100 Millionen Euro kostete der Porsche unter den Museen

Porsche in hoher Dosis: Walhalla für die unsterblichen Helden der Piste.

Es war der spannendste Moment während des Baus, als die Ingenieure den 140 Meter langen, 35.000 Tonnen schweren Quader langsam auf seine Stützen absenkten. Es klappte. Doch davor hatte die komplizierte Konstruktion den strengen Zeitplan gründlich durcheinandergewirbelt: Ein falsch bemessener Stahlträger verzögerte den Bau um ein halbes Jahr. Den Architekten des Wiener Büros Delugan Meissl kostete ihr ambitionierter Entwurf vermutlich eine Menge Nerven. Doch das Wagnis hat sich gelohnt. Für rund 100 Millionen Euro bauten sie in Zuffenhausen den Porsche unter den Museen. Kein anderes ist so speziell, kein anderes so konsequent: Es ist eine gigantische, noble Garage; eine Vitrine für die an Schätzen so reiche Firmengeschichte. Hier gibt es keinen Erlebnisklamauk. Nur Porsche in hoher Dosis.

Fast alle Exponate des Porsche-Museums sind fahrbereit

Urvater: Den Prototyp 365/2 baute Ferry Porsche im österreichischen Gmünd.

Oft sind Museen Verwahranstalten für Gestriges. Dieses nicht. Dass ein Porsche keinen Staub ansetzen darf, erfährt der Besucher bereits im Foyer: Sein Blick fällt durch breite Schaufenster in eine Werkstatt, wo Könner an Motorsport-Preziosen wie 908 oder 917 schrauben. Das ist der Kern des Konzepts. "Sie fahren beinahe alle", sagt Klaus Bischof, Chef des "Rollenden Museums", bei der Eröffnung über die rund 80 gezeigten Exponate. Dass es so bleibt, ist eine große Aufgabe. Die nahe Werkstatt hilft enorm. Eine lange Rolltreppe trägt den Besucher hoch in die Ausstellung. Der erste Eindruck überwältigt: Es gibt zwar verschiedene Ebenen, aber nur einen Raum. Durch den ganzen langen "Flieger" fällt der Blick, ein dickes Plus für die Orientierung. Überraschungen gibt es dennoch genug.

Zündfunke der Porsche-Idee

So empfängt kein Ur-356 den Besucher, wie mancher vermuten dürfte. Nein, hier wartet eine nackte, aluglänzende Stromlinien-Karosserie. Sie zeigt den Typ 64, der als Berlin-Rom-Wagen bekannt wurde. Ein Versuchsträger, mit dem Ferdinand Porsche 1939 seine Volkswagen-Idee konsequent weiterdachte. Nur drei Exemplare gab es, dann kam der Krieg. Zu seinen Plänen, Mittelmotoren mit acht oder gar zehn Zylindern einzubauen, kam er nicht mehr. Leistung, Leichtbau und Aerodynamik schwebten ihm vor. Heute gilt der Typ 64 als Zündfunke der Porsche-Idee. Klar, dass hier ein Käfer nicht fehlen darf, auch der Cisitialia-Rennwagen von 1949 nicht, ein von Porsche entwickelter, allradgetriebener (!) Monoposto mit 12-Zylinder-Boxermotor. So etwas hatte nicht einmal Ferrari. Von hier aus entwickelt sich die Porsche-Story bis ins Heute. Der legendäre erste Roadster aus Gmünd, die "Nummer 1", ist dabei, ein 356 B 2000 GS Carrera GT, ein 914/8, die breite 911-Palette. Dazu Studien. Eine 917-Armada verzückt. Die vielen großen Siege bei der Targa Florio und in Le Mans feiert Porsche mit zwei Parc fermés.

An der Decke hängt ein 956

Überflieger: Ein Porsche 956 C Coupé hängt grotesk von der Decke. Auch er fahrbereit.

Was Porsche heißt, zeigt ein 956 besonders gut. Er hängt an der Decke. Seine Karosserie erzeugt so viel Abtrieb, dass er sogar kopfüber fahren könnte. Doch selbst er ist nach nur 20 Minuten Schrauberei startbereit: "In der Werkstatt füllen wir noch Öl ein", sagt Bischoff, "und dann läuft er." Wer als Besucher Pech hat, findet vielleicht nur einen Zettel am leeren Platz: "Bin beim Rennen." Wer Glück hat, hört noch ein leises Knistern vom letzten Einsatz. Gut so. Für den ewigen Ruhestand sind sie hier alle viel zu wild.

Das Museum im Überblick

Das Porsche-Museum ist das ganze Jahr von Dienstag bis Sonntag von neun bis 18 Uhr geöffnet bis auf Weihnachten, Silvester und Neujahr. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro, Parken pauschal zwei Euro. Telefon 0049 (0)711 - 911 20 911.

Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen

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