Jaguar XKSS als Kleinserien-Nachbau

Jaguar XKSS (1957-2017): Neuauflage

— 18.11.2016

Jaguar-Kleinserie auf dem Sprung

In Los Angeles zeigt Jaguar den Vorläufer von neun Nachbauten des 50er-Jahre-Supersportlers XKSS. Jeder der Traumwagen wird handgefertigt, ist ein Vermögen wert und zum Niederknien schön.

Der dreimalige Le-Mans-Gewinner (1955, 1956, 1957) Jaguar D-Type bildet die Basis für den XKSS.

Er ist eine echte Augenweide in Sherwood Green: Jaguar Classic hat im Petersen Museum von Los Angeles den ersten Nachbau des legendären XKSS aus dem Jahr 1957 präsentiert. Genau genommen handelt es sich um den Vorläufer einer Serie von neun Fahrzeugen, die im englischen Warwick gebaut und für jeweils rund eine Million Pfund (rund 1,16 Millionen Euro) ab 2017 an ausgewählte Kunden in aller Welt ausgeliefert werden. Ein zum Niederknien schönes Auto! Das tragische Wurzeln hat. Dann nach einem Feuer im Jaguar-Stammwerk Browns Lane hatte Jaguar 1957 die auf 25 Exemplare ausgelegte Serie nach nur 16 Fahrzeugen einstellen müssen. Nun ist die Lücke so gut wie geschlossen, mit identischen Spezifikationen des Originals und fortlaufenden Chassisnummern.
Die Marke mit der Raubkatze im Emblem hatte vor 60 Jahren entschieden, die nach dem Rückzug aus dem Motorsport verbliebenen 25 Monocoques des D-Type zu Straßensportwagen umzubauen. Unter anderem bekamen die Wagen dafür Scheiben, Stoßstangen, eine Beifahrertür, andere Leuchten und ein Stoffdach. Die Trennstrebe zwischen Fahrer und Beifahrer und die Rückenflosse des D-Type verschwanden. Die technischen Daten (Reihensechszylinder, 3,4 Liter, Hubraum, 236 PS) blieben die gleichen. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei für die späten 50er atemberaubenden 230 km/h.

Jaguar XKSS von 1957

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Le Mans lässt grüßen: Jaguar XKSS von 1957

Steve McQueen hatte einen XKSS

Einer der berühmtesten XKSS-Fahrer dürfte Steve McQueen gewesen sein. Zweimal musste er wegen des Autos seinen Führerschein abgeben.

Die 16 damals gefertigten XKSS gingen zum großen Teil in die USA. Einer schaffte es gar bis in die Garage von Hollywood-Ikone Steve McQueen, der – so erzählen Zeitzeugen – mit dem schnellen Briten fleißig an seinem Ruf als wilder Rennfahrer arbeitete und Freunde und Bekannte gerne mit quietschenden Reifen durch Los Angeles kutschierte. Die 2014 bis 2015 beim Nachbau von sechs originalgetreuen E-Type Lightweight gesammelten Erfahrungen flossen laut Jaguar jetzt in die 16-monatige Entwicklungs- und Bauphase des "Car Zero" ein. Dieses dient als Blaupause für die neun längst verkauften Fahrzeuge, deren Fertigstellung per Hand jeweils rund 10.000 Stunden dauert.

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Moderne Produktionstechnologie im Einsatz

Neben neu gebauten Teilen, die auf Basis von Original-Zeichnungen entstanden, kommt beim Bau des XKSS moderne Produktionstechnologie zum Einsatz. Wie anno 1957 besteht auch die Karosserie des ersten "neuen" XKSS aus einer Magnesium-Legierung. Die Original-Holzformen, über die die Bleche per Hand in Form geklopft wurden

Original-Charme im Cockpit: Auch die Messingknöpfe am Armaturenbrett wurden wie in den 50ern gefertigt.

, rekonstruierte Jaguar Classic mithilfe von Karosserien aus den 1950er-Jahren. Die Rahmen werden auf Originalbasis computergestützt nachkonstruiert, die Bestandteile getreu des für den Original-Rahmen angewendeten Schweißverfahrens mit Bronze zusammengefügt. Ebenfalls authentisch sind die Dunlop-Scheibenbremsen an allen vier Rädern plus Plessey-Pumpe sowie die Dunlop-Reifen, aufgezogen auf genieteten zweiteiligen Felgen aus einer Magnesium/Aluminium-Legierung. Auch im Interieur ist vom Lenkradholz über die Narbung der Ledersitze bis zu den Smiths-Rundinstrumenten alles so wie vor fast 60 Jahren. Die Auslieferung des ersten fertigen Autos plant Jaguar für den Frühling 2017, der letzte neue Eigner muss vermutlich bis 2018 auf seinen Schatz warten.

Jaguar XKSS als Kleinserien-Nachbau

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