Jahrestag des Mauerfalls: Die Autos der DDR

Jahrestag des Mauerfalls: Trabi, Wartburg und Genossen

— 08.11.2016

Die Autos der DDR

Vor 27 Jahren fiel die Berliner Mauer. Nur noch wenige Exemplare von DDR-Autos sind auf deutschen Straßen unterwegs. Ein Blick auf das automobile Erbe des Ostens. Trabi, Wartburg und viele mehr!

Vor 27 Jahren fiel die Mauer, die Deutschland teilte. Das ist fast schon so lang her, wie die Mauer selbst Bestand hatte! Am 9. November 2016 jährt sich das Ereignis. Zeit für einen Rückblick auf die automobile Vielfalt der in der Bundesrepublik aufgegangenen DDR. Diese Vielfalt war deutlich größer, als man in der Rückschau erwarten würde.

Trabant 601

Gebrauchtwagensuche: Trabant

Auf deutschen Straßen noch zu finden, vor allem in den neuen Bundesländern, sind Trabant und Wartburg. Der Trabi wurde geliebt, gehasst, gepflegt, oft komplett erneuert, renoviert, geflickt und nach der Wende leider zigtausendfach achtlos weggeworfen. Den robusten Zweitakter (kurz vor der Wende sogar mit VW-Viertakter aus dem Polo!) kennt heute noch jedes Kind. Auch der Wartburg fährt im kollektiven Bewusstsein weiter. Doch viele andere Autos der DDR gerieten in Vergessenheit. IFA? Robur? Saporoshez? Für die meisten Wessis böhmische Dörfer.

Auf DDR-Straßen war eine überraschen bunte Vielfalt von Autos unterwegs.

Dabei war die Autowelt in der DDR noch viel bunter: In den 50er-Jahren wurden in der DDR noch dicke BMW- und EMW-Schlitten gebaut, IFA F8 und F9, der Trabant-Vorläufer AWZ P70 und der wunderschöne Wartburg 311. Auch seidenweich säuselnde Sechszylinder hatte die DDR zu bieten. Bevor die ersten Trabis 1957 aus den ehemaligen Horch-Werken in Zwickau rollten, entstand dort eine moderne Repräsentationslimousine, die sich hinter Mercedes oder BMW nicht zu verstecken brauchte: der Sachsenring P 240.

Luxuslimousine aus DDR-Produktion: der Sachsenring P 240, gebaut von 1956 bis 1959.

Der 80 PS starke P 240 war technisch wie optisch auf der Höhe der Zeit. Doch das sowjetische Bruderland wollte keinen DDR-Luxuswagen: Die knappen Ressourcen sollten für den Bau von volksnäheren Vehikeln genutzt werden. Und außerdem brachten die Sowjets selbst Limousinen für den gehobenen Geschmack in die DDR: GAZ M 21 und der Nachfolger GAZ M 24, beide bekannt als Wolga. Zu den Privilegierten, die einen Wolga fahren durften, zählte die Volkspolizei und die Polit-Elite. Doch auch für Otto Normal-DDR-Bürger gab es eine Chance, in einem Wolga mitzufahren – im Taxi. Hier ein Blick auf die bunte Vielfalt der DDR-Autos!

Jahrestag des Mauerfalls: Die Autos der DDR

Autor: Lars Busemann

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