Jahrestag des 9. November: Die Autos der DDR

Jahrestag des Mauerfalls: Trabi, Wartburg und Genossen

Die bunte Autowelt der DDR

28 Jahre nach Mauerfall sind Autos der DDR zum Klassiker gereift. Mit Trabi, Wartburg und vielen mehr bot der Osten Deutschlands ein reiches automobiles Erbe!

Der Melkus RS 1000 war ein sensationeller Flügeltür-Renner auf Wartburg-Basis.

Fast drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall am 9. November hat sich der Blick auf die automobile Vielfalt der DDR verändert. Während in der Nachwendezeit Ost-Autos in Ungnade fielen, sind sie heute anerkannte Klassiker. Trabi und Wartburg genießen nicht nur Kultstatus, einige Modelle sind richtig teuer geworden, wie das Wartburg 311 Coupé. Der Blick zurück macht klar: Die DDR hatte eine bunte und reiche Vielfalt an Autos zu bieten!

So schön war der Trabant 601

Gebrauchtwagensuche: Trabant

Der Wartburg 353 war ein in der DDR beliebtes, wenn auch schwer zu bekommendes Auto.

Auf deutschen Straßen noch zu finden, vor allem in den neuen Bundesländern, sind Trabant und Wartburg. Der Trabi wurde geliebt, gehasst, gepflegt, oft komplett erneuert, renoviert, geflickt und nach der Wende doch zigtausendfach weggeworfen. Den robusten Zweitakter (kurz vor der Wende sogar mit VW-Viertakter aus dem Polo!) kennt heute noch jedes Kind. Auch der Wartburg fährt im kollektiven Bewusstsein weiter. Doch viele andere Autos der DDR gerieten in Vergessenheit. IFA? Robur? Saporoshez? Für viele Wessis böhmische Dörfer. Dabei umfasste die Autowelt der DDR viel mehr als Trabi und Wartburg: In den 50er-Jahren wurden in der DDR noch dicke BMW- und EMW-Schlitten gebaut, IFA F8 und F9, der Trabant-Vorläufer AWZ P70 und der wunderschöne Wartburg 311. Auch seidenweich säuselnde Sechszylinder hatte die DDR zu bieten. Bevor die ersten Trabis 1957 aus den ehemaligen Horch-Werken in Zwickau rollten, entstand dort eine moderne Repräsentationslimousine, die sich hinter Mercedes oder BMW nicht zu verstecken brauchte: der Sachsenring P 240.

Gebrauchtwagensuche: Wartburg

Luxuslimousine aus DDR-Produktion: der Sachsenring P 240, gebaut von 1956 bis 1959.

Der 80 PS starke P 240 war technisch wie optisch auf der Höhe der Zeit. Doch DDR-Luxuswagen waren nicht gewollt: Die knappen Ressourcen sollten für den Bau von volksnäheren Vehikeln genutzt werden. Außerdem brachten die Sowjets selbst Limousinen für den gehobenen Geschmack in die DDR: GAZ M 21 und der Nachfolger GAZ M 24, beide bekannt als Wolga. Zu den Privilegierten, die einen Wolga fahren durften, zählte die Volkspolizei und die Polit-Elite. Doch auch für Otto Normal-DDR-Bürger gab es eine Chance, in einem Wolga mitzufahren – im Taxi. Hier ein Blick auf die bunte Vielfalt der DDR-Autos!

Jahrestag des 9. November: Die Autos der DDR

Autor: Lars Busemann

Stichworte:

Trabant

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