Jahrestag des 9. November: Die Autos der DDR

Jahrestag des Mauerfalls: Trabi, Wartburg und Genossen

— 09.11.2017

Die bunte Autowelt der DDR

28 Jahre nach Mauerfall sind Autos der DDR zum Klassiker gereift. Mit Trabi, Wartburg und vielen mehr bot der Osten Deutschlands ein reiches automobiles Erbe!

Der Melkus RS 1000 war ein sensationeller Flgeltr-Renner auf Wartburg-Basis.

Fast drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall am 9. November hat sich der Blick auf die automobile Vielfalt der DDR verndert. Whrend in der Nachwendezeit Ost-Autos in Ungnade fielen, sind sie heute anerkannte Klassiker. Trabi und Wartburg genieen nicht nur Kultstatus, einige Modelle sind richtig teuer geworden, wie das Wartburg 311 Coup. Der Blick zurck macht klar: Die DDR hatte eine bunte und reiche Vielfalt an Autos zu bieten!

So schn war der Trabant 601

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Der Wartburg 353 war ein in der DDR beliebtes, wenn auch schwer zu bekommendes Auto.

Auf deutschen Straen noch zu finden, vor allem in den neuen Bundeslndern, sind Trabant und Wartburg. Der Trabi wurde geliebt, gehasst, gepflegt, oft komplett erneuert, renoviert, geflickt und nach der Wende doch zigtausendfach weggeworfen. Den robusten Zweitakter (kurz vor der Wende sogar mit VW-Viertakter aus dem Polo!) kennt heute noch jedes Kind. Auch der Wartburg fhrt im kollektiven Bewusstsein weiter. Doch viele andere Autos der DDR gerieten in Vergessenheit. IFA? Robur? Saporoshez? Fr viele Wessis bhmische Drfer. Dabei umfasste die Autowelt der DDR viel mehr als Trabi und Wartburg: In den 50er-Jahren wurden in der DDR noch dicke BMW- und EMW-Schlitten gebaut, IFA F8 und F9, der Trabant-Vorlufer AWZ P70 und der wunderschne Wartburg 311. Auch seidenweich suselnde Sechszylinder hatte die DDR zu bieten. Bevor die ersten Trabis 1957 aus den ehemaligen Horch-Werken in Zwickau rollten, entstand dort eine moderne Reprsentationslimousine, die sich hinter Mercedes oder BMW nicht zu verstecken brauchte: der Sachsenring P 240.

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Luxuslimousine aus DDR-Produktion: der Sachsenring P 240, gebaut von 1956 bis 1959.

Der 80 PS starke P 240 war technisch wie optisch auf der Hhe der Zeit. Doch DDR-Luxuswagen waren nicht gewollt: Die knappen Ressourcen sollten fr den Bau von volksnheren Vehikeln genutzt werden. Auerdem brachten die Sowjets selbst Limousinen fr den gehobenen Geschmack in die DDR: GAZ M 21 und der Nachfolger GAZ M 24, beide bekannt als Wolga. Zu den Privilegierten, die einen Wolga fahren durften, zhlte die Volkspolizei und die Polit-Elite. Doch auch fr Otto Normal-DDR-Brger gab es eine Chance, in einem Wolga mitzufahren im Taxi. Hier ein Blick auf die bunte Vielfalt der DDR-Autos!

Jahrestag des 9. November: Die Autos der DDR

Autor: Lars Busemann

Stichworte:

Trabant

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