Kuriose Justiz-Auktion in Wuppertal

Justiz-Auktion in Wuppertal

— 30.06.2015

Oldiefahren schützt vor Strafe nicht

Dass er partout weiter ohne Führerschein fahren wollte, kostet einen renitenten Solinger seinen Oldtimer. Der Opel Commodore von 1978 steht nun zur Auktion.

Der Innenraum des Opel Commodore ist ungepflegt, allerdings läuft der Motor rund.

(dpa/lnw/jb) Weil ein 49-jähriger Mann aus Solingen bei einer Polizeikontrolle völlig uneinsichtig war, ist er jetzt seinen Oldtimer los. Das Schmuckstück, ein grüner Opel Commodore von 1978 mit starken Gebrauchsspuren, wird auf der Internetplattform www.justiz-auktion.de versteigert. Eigentlich war der Solinger nur in eine Kontrolle geraten - laut Staatsanwaltschaft Wuppertal allerdings ohne Fahrerlaubnis. Weil er gegenüber den Beamten hartnäckig versicherte, er werde auch künftig ohne Führerschein fahren, wurde sein Auto per Strafbefehl eingezogen.

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Laut Auktionsbeschreibung ist der Lack "an einigen Stellen mit dem Pinsel" aufgetragen worden, und eine neue Batterie ist fällig.

Grundsätzlich sei so etwas mit allen Gegenständen möglich, die für eine Tat benutzt werden, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Im Normalfall wäre das bei Autos aber unangemessen. Kein Trost für den Solinger: Sein Oldtimer steht zum Verkauf - reparaturbedürftig zwar, aber inklusive Original-Bordwerkzeugsatz. Startpreis der Auktion: 500 Euro (aktueller Gebotsstand am 02.07. um 9 Uhr: 1000 Euro) Der Erlös geht in die Staatskasse. In die muss der ehemalige Besitzer des Commodore auch noch eine Geldstrafe von 450 Euro einzahlen. Die Auktion läuft noch bis zum 6. Juli 2015 um 9 Uhr vormittags.

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