Spektakuläre Klassiker-Auktionen

Klassiker: Spektakuläre Versteigerungen

— 09.05.2017

Schlüsselverlust macht SL wertvoll

Ein kleiner Verlust machte einen nahezu fabrikneuen SL 500 von 1996 zur Rarität, der Wagen stand 20 Jahre lang herum! Nun ging er für einen stolzen Preis weg.

Deutsche Wertarbeit: Der grundsolide V8 des SL 500 holt 320 PS aus fünf Litern Hubraum.

Erst ein Missgeschick machte diesen Mercedes-Benz SL 500 (R 129) wertvoll: 1996 schenkte ein reicher Brite den schönen Roadster seiner Frau zum Geburtstag. Doch nach nur 80 Meilen (129 Kilometern) gingen die Schlüssel des Autos verloren. Was nun passierte, ist erstaunlich: Anstatt neue Schlüssel zu besorgen, ließen die Besitzer den Wagen einfach in der Garage stehen, und zwar zwanzig Jahre lang! Viel war nicht nötig, um den Wagen fit für den Verkauf zu machen: Wie es sich für einen Mercedes gehört, lief der Wagen anstandslos. Der Innenraum sah sowieso aus wie frisch vom Band. Lediglich eine gründliche Wäsche und ein Austausch aller Flüssigkeiten war von Nöten. Mitte April 2017 kam der Wagen dann zur Auktion bei Coys. Der Hammer fiel bei rund 56.000 Pfund (66.000 Euro). Das ist gut das Doppelte eines SL aus dem gleichen Baujahr in Zustand 1, günstige 500er in Zustand 3 gibt es bereits ab 10.000 Euro. Der neue Besitzer fährt nun eine Zeitmaschine!

Gebrauchtwagensuche: Mercedes SL-Klasse

Der einzigartige Ei-Ferrari

Weltweit einzigartig: Unter der Haube des "Uovo" arbeitet ein Motor mit 2,7 Litern Hubraum und 170 PS.

Selbst unter der Vielzahl unvergesslicher klassischer Ferrari nimmt der 166 MM/212 Export "Uovo" eine Sonderrolle ein. Die Eiform gab ihm den italienischen Kosenamen. Seit 1986 dämmert der vielleicht radikalste Ferrari in einer privaten Sammlung vor sich hin, am 12. August versteigert RM Sotheby's den abgerundeten Renner in Monterey. Das Auktionshaus erwartet nicht weniger als ein Vermögen, Insider rechnen gar mit 10 Millionen Dollar. Form und Historie machen den Wagen mit der Fahrgestellnummer 024MB zum Ferrari der Superlative. Das ovale Blechkleid formte der italienischen Karossier Franco Reggani schon 1950. Der Wagen sollte wirtschaftlich wie renntauglich sein. 1951 war der Wagen bei der Mille Miglia dem Sieg nahe, schied aber mit einem technischen Defekt aus. Das gleiche Schicksal ereilte den "Uovo" bei der Giro di Sicilia. Der sportliche Erfolg blieb ihm weithin versagt, vielleicht kommt nun der kommerzielle im Jahr von Ferraris 70. Jubiläum?

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