Spektakuläre Klassiker-Auktionen

Klassiker: Spektakuläre Versteigerungen

— 15.02.2017

Bentley-Monster sucht reichen Käufer

Der Bentley 4 1/2 Litre Le Mans Sports ist eher fahrendes Monster als Auto. Bei einer Auktion könnte das historische Urviech sieben Millionen Dollar erbringen!

Kein Spaziergang: Wer das Bentley-Monster weckt, braucht jede Muskelfaser und alle Sinne zum Fahren.

Wenn ein Vorkriegs-Bentley unter den Hammer kommt, wird's teuer. Im Vorfeld der RM Sotheby's-Auktion am 11. März schießen die Spekulationen über den Preis des Bentley 4 1/2 Litre Le Mans Sports Bobtail ins Kraut, der dann auf Amelia Island unter den Hammer kommt. Der Wagen mit der Chassisnummer KM 3088 von 1928 wird auf bis zu 7,5 Milionen US-Dollar (ca. 6,9 Millionen Euro) geschätzt! Zweimal war der monströse 130-PS-Bentley in Le Mans gestartet, 1929 schaffte er es bis auf den dritten Platz. In Brooklands fuhr er im selben Jahr als Zweiter über die Ziellinie. Danach diente der Hubraumriese als Trainingsfahrzeug, bevor er mehr als 40 Jahre in den pflegenden Händen einer einzigen Familie verbrachte. Zusätzlich zum nötigen Kontostand sollte der neue Eigner Erfahrung hinter dem Lenkrad, Schmalz im Oberarm und Nerven wie Drahtseile mitbringen. Denn die bösen Vorkriegs-Bentley verlangen ihren Lenkern harte körperliche Arbeit ab. Sie sind schwer, laut, und nur mit höchstem Kraftaufwand zu bändigen.
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Superseltener Jaguar E-Type

Lediglich zwölf Exemplare existieren vom originalen E-Type Lightweight.

In den USA ist einer der superseltenen E-Type Lightweight an einen superreichen Käufer gegangen! Ein unbekannter Telefonbieter überwies dem Auktionshaus Bonhams 7,3 Millionen Dollar (6,8 Millionen Euro) für den britischen Alu-Renner von 1963. Damit ist der klassische Racer gleichzeitig der teuerste E-Type aller Zeiten. Es ist das erste Mal seit 17 Jahren, dass ein Lightweight in den USA versteigert wurde. Nur selten kommt einer der elf aus einer Serie von einst zwölf Lightweights auf den Markt. Trotz zahlreicher Renneinsätze und einem Titel bei der australischen GT-Meisterschaft 1963 hat der Wagen nur knapp 6500 Kilometer auf der Uhr. Dazu kommen lediglich drei Vorbesitzer, die den Wagen mit viel Liebe pflegten. Laut Bonhams ist der Wagen mit der Seriennummer S850667 der besterhaltene Lightweight. Da der Renn-E-Type so begehrt ist, hat Jaguar 2015 die ursprünglich auf 18 Exemplare angelegte Serie mit sechs Nachzüglern vervollständigt. Sie wurden nach Originalplänen mit Seriennummern von 1963 gebaut, und an ausgewählte Kunden für über eine Million Euro verkauft.

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Gebrauchtwagen-Test Jaguar XJR

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Der ultimative M3 für die Strecke

So einen nackten Motorraum sieht man selten. Bis auf den Motor ist alles rausgeflogen.

Extrem, extremer, E30 M3. Im Zuge der "DueMila"-Auktion von Sotheby's fand ein ganz spezieller BMW E30 M3 eine neue Bleibe. Der Wagen aus dem Jahr 1987 könnte nackter nicht sein. Er hat keinen Sitz, keine Außenspiegel, keine Innenraumverkleidung, keine Seitenverkleidung, keine Scheibenwischer, kein Radio, keinen vernünftigen Schaltknauf, keine Teppiche und keine Rückleuchten. Was er aber hat, sind ein Lenkrad, vier Reifen, einen Käfig und einen fantastischen 2,4-Liter-Vierzylinder mit 195 PS. Aufgrund der drastischen Gewichtsreduzierung muss der Vierzylinder wahrscheinlich nur noch knapp 800 Kilo bewegen. Zum Vergleich: Ein Serien-E30 M3 wiegt 1360 Kilo, die DTM-Variante 1040 Kilo. Das bedeutet Fahrspaß auf allerhöchstem Level. Wer jetzt von einem Preis jenseits der 100.000 Euro ausgeht, der irrt. Der nackte M3 wurde für schlappe 33.600 Euro versteigert. Letzlich bleibt die Frage, ob der neue Besitzer den M3 als ultimatives Track-Tool behält oder Teile ranschafft und ihn in den Serienzustand zurückversetzt. Beides bedeutet enormen Fahrspaß!
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Alltagsrenner: Sportwagen für jeden Tag

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Ein Ford der Extreme

Weltweit exisiteren nur 500 Exemplare des Cosworth RS500.

Am 3. Dezember 2016 hieß es Scheckbuch raus für alle Ford-Fans, denn ein Ford Sierra Cosworth RS500 war auf der Suche nach einem neuen Eigentümer. Das Auktionshaus Classic Car Auctions rechnete mit Geboten für den seltenen RS500 von bis zu 87.000 Dollar (ca. 82.000 Euro). Der Zuschlag fiel bei 89.353 Euro. Ein Schnapper für den auf 500 Stück limitierten Kurvenräuber mit knapp 20.000 Kilometern auf der Uhr. Das angebotene Fahrzeug wurde 1987 in England zugelassen, bevor es 1995 in einer klimatisierten Garage in den USA landete. Der Eigentümer in den USA meldete den Wagen nie an, daher musste der RS500 weit über das Jahr 2000 hinaus ein Leben hinter dem Garagentor fristen. Letztendlich kehrte der Ford mit Walfischfluke am Heck zurück nach England und wird nun nach einer leichten Restaurierung versteigert. Kleiner Bonus: Der rechtsgelenkte RS500 weist eine absolut lückenlose Historie auf und verfügt über alle Handbücher sowie eine Auflistung aller Arbeiten, die bei der Restaurierung durchgeführt worden sind.

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