Keiles Lambo-Duo findet reiche Käufer

Lamborghini Countach: Auktion – Update!

— 25.05.2016

Keiles Lambo-Duo findet reiche Käufer

Zwei spektakuläre Lamborghini Countach fanden bei Silverstone zahlungskräftige Käufer. Ein Renner stammt aus Saudi-Besitz, der andere gehörte der Frau von Caroll Shelby!

Klassik Video: Lamborghini Countach

Sportwagen extrem

1973 tobte die Ölkrise, für Autos mit hohem Verbrauch interessierten sich nur noch Superreiche. Lamborghini scherte das nicht: Der Countach, der damals Premiere feierte und gerne um die 30 Liter verköstigt, war genau für diese Zielgruppe gemacht. Mit seinen aggressiven Kanten und den Flügeltüren verkauft er sich trotzdem. Zwei spektakuläre Exemplare des Countach (sprich: Kuhntahsch) aus dieser Zeit kamen jetzt bei Silverstone Auctions unter den Hammer – und erzielten sensationelle Preise. Wegen ihrer spannenden Geschichte und der faszinierenden Vorbesitzer griffen die neuen Besitzer tief in die Tasche. für die extrem designten Keil-Autos.

Gebrauchtwagensuche: Lambo Countach

Extrascharfer Geburtstags-Keil für 317.780 Euro

Countach 25th Anniversary: Dieser Lambo ist eines der letztgebauten Exemplare und gehörte der Frau von Carroll Shelby.

Umgerechnet 317.780 Euro brachte der 1989er Countach 25th Anniversary, dessen Geschichte so lautet: Zum 25-jährigen Firmenjubiläum von Lamborghini ließ Horatio Pagani den Sportler nochmals nachschärfen. Die Leistung wurde auf 460 PS hochgeschraubt, sodass die exakt 627 gebauten Geburtstags-Keile den Sprint auf 100 km/h in 4,7 Sekunden schaffen und bis zu 300 km/h rennen können. Optisch gab's breitere Radläufe, größere Lufteinlässe und eine neue Motorabdeckung am Heck. Das spezielle Exemplar, das nun unter den Hammer kam, gehörte vormals Cleo Roberts, Ehefrau von Rennfahrer- und Autobauerlegende Carroll Shelby. Wer das spektakuläre Auto aus prominentem Vorbesitz ersteigert hat, ist leider nicht bekannt. Das Auto ist laut Silverstone in hervorragendem Zustand, allein im Jahr 2003 wurden gut 50.000 Euro in die Restauration gesteckt. Seit der letzten Überholung im Mai 2014 soll der Shelby-Countach kaum gelaufen sein.

Bilder: Die fünf wichtigsten Lamborghinis

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Rechtslenker aus dem saudischen Königshaus

Der 1983er Countach 5000 S aus Scheich-Besitz ist einer von wenigen Rechtslenkern.

Noch höher gingen die Gebote bei den frühen Kantensportler bei der Auktion, einem 1983er Countach 5000 S, der ursprünglich Prinz Salmon Bin Samd Bin Abaul Aziz Ausaud von Saudi Arabien gehörte: Erst bei 369.582 Euro fiel der Hammer. Seine königliche Hoheit hatte gleich zwei der insgesamt 323 gebauten 5000S geordert, einen Rechts- und einen Linkslenker. Der zur Versteigerung stehende Saudi-Sportler ist einer der seltenen Rechtslenker. Gefiel dem Prinzen wohl nicht so gut, denn 1988 kehrte der Countach zurück nach Großbritannien, wo er vom Lambo-Experten Mike Pullen entfärbt und weiß lackiert wurde (vorher war er rot). 2009 wechselte das Auto zum Vor-Auktions-Besitzer, wurde für mehr als 75.000 Euro restauriert. Seitdem, so das Auktionshaus, habe der Lambo auf Mallorca in einer beheizten und entfeuchteten Garage gewohnt. Wo der Scheich-Keil künftig parkt, darf das Auktionshaus ebenfalls nicht verraten.

Krasses Autotreffen bei den Scheichs

Autotreffen bei den Scheichs Autotreffen bei den Scheichs Autotreffen bei den Scheichs

Überraschend hoch gehandelt: zwei Mercedes und ein Impreza

Dieser heiße Subaru Impreza von Boxer "Prince" Naseem brachte fast 100.000 Euro.

Es gab noch weitere spannende Autos bei der Mai-Auktion von Silverstone. So kämpften nicht weniger als acht Telefonbieter um den Zuschlag für einen 1962er Mercedes 190 SL. Letztendlich ging der Roadster für 164.000 Euro weg – rund 40.000 Euro mehr als der untere Schätzwert. Ebenfalls gefragter als gedacht war ein anderer Benz: eine seltene, rechtsgelenkte Pagode (1969) brachte umgerechnet knapp 80.000 Euro, immerhin 20.000 mehr als erwartet. Und noch ein Auto sorgte für eine Überraschung: ein metallicblauer Subaru Impreza mit goldfarbenen Alus. Der 1998er Impreza 22B STI ist einer von nur 400 gebauten Exemplaren, und er gehörte früher dem Boxer "Prince" Naseem Hamed, der den Wagen mit einigen, allerdings ungenannten Extras versehen ließ. Und doch hat der Nippon-Renner nur 4000 Kilometer auf der Uhr. Den Bietern war das flotte Auto 96.000 Euro wert.

Keiles Lambo-Duo findet reiche Käufer

Autor: Maike Schade

Stichworte:

Auktion Sportwagen

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