Lancia Delta HF 4WD

Lancia Delta HF 4WD: Test

— 24.03.2011

Mach Platz, Porsche

AUTO BILD Archiv-Artikel 21/1987: Mit dem Allrad-Delta kann nicht mal der Stuttgarter Sportwagen mithalten, weder bei der Beschleunigung, noch beim günstigen Preis.

Automobil-Konstrukteure haben es schwer. Beim Bau eines neuen Autos müssen sie Tausende von Vorschriften und Vorgaben beachten. Und dürfen dabei doch eins nie aus den Augen verlieren: den Preis. So gesehen, war der Auftrag für die Ingenieure, die den Lancia Delta HF 4 WD entwickelten, denkbar einfach. Denn Lancias Bosse verlangten nur eins: den Rallye-Weltmeister­-Titel. Ein Auto zum Rasen und Siegen also. Und so etwas kann nun jeder für 32.975 Mark kaufen und damit über unsere Straßen rollen. Ver­antwortlich dafür ist zunächst ein­mal das Sport-Gesetz, das vor­schreibt, dass mindestens fünf­tausend Fahrzeuge gebaut sein müssen, bevor die Zulassung für die sogenannte Gruppe A der Rallye-WM erteilt wird.

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Und wer baut schon so viele Autos, um sie sich anschließend nur auf den Hof zu stellen? Zum zweiten ist Lancia davon überzeugt, dass ein Sieger-Auto (schon beim ersten WM-Lauf, der Rallye Monte Carlo, siegte der Delta) auch für den normalen Verkehr sicher genug ist. Machen wir also den Test. Wer einen aufgemotzten Kompaktwa­gen erwartet, täuscht sich gewaltig. Der Italiener gibt sich bescheiden, fast schon unauffällig. Er ist kein Blickfang, nach dem sich Passanten am Straßenrand die Hälse recken. Seine sportlichen Zutaten fallen, jedenfalls nach außen hin, dezent aus: Doppelscheinwerfer-Grill, Front­spoiler mit integrierten Nebelleuchten, schwarze Schwellerleisten, zwei kleine Hutzen auf der Motorhaube und Leicht­metallfelgen – das war's auch schon.

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Im komplett ausgestatteten Innenraum kehrt er schon mehr den Sportwa­gen heraus. Das Armaturenbrett ist mit kleinen, teilweise schlecht abzulesen­den Rundinstrumenten übersät, die brettharten Recaro-Sitze (Aufpreis 990 Mark) bieten kaum Federungskomfort, passen dafür aber wie ein Maßanzug. 240 PS leistet der Delta, wenn er Rallye fährt. In der Straßenversion sind es "nur" 165 PS. Das Zwei-Liter-Turboag­gregat springt auf Anhieb an. Gang rein. Wir rollen im Schleichtempo vom Hof. Im niederen Drehzahlbereich ist von der enormen Kraft der Maschine zunächst nichts zu spüren. Der Fachmann spricht hier von einem Turboloch.

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Autor: Tomas Hirschberger

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