Audi: Auto Union Silberpfeil

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Letzter Doppelkompressor-Silberpfeil kommt zurück

— 14.08.2012

Heimkehr nach 73 Jahren

Audi hat einen der extrem raren Auto Union Silberpfeile zurückgekauft. Der Typ D Doppelkompressor von 1939 war jahrzehntelang in der UdSSR verschollen und besteht weitestgehend aus Originalteilen.

Audi hat einen der seltenen Auto Union Silberpfeile zurückgekauft, die noch weitestgehend aus Originalteilen bestehen. Der Typ D Doppelkompressor von 1939 war nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang in der UdSSR verschollen, bevor sich der amerikanische Sammler Paul Karassik auf die Suche nach dem legendären Grand Prix-Renner machte. Nach mehr als zehn Jahren galang es ihm, zusammen mit seiner Frau Barbara, die Reste zweier zerlegter Auto Union-Rennwagen in Russland und der Ukraine ausfindig zu machen, mit viel Verhandlungsgeschick zu erwerben und nach Westeuropa zu bringen.

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Er galt als verschollen, jetzt steht er bald im Audi-Museum: Auto Union Typ D.

Nach einer abenteuerlichen Reise hinter den eisernen Vorhang ließ Karassik Motoren, Fahrgestelle, Achsen und Getriebe nach Florida ausfliegen und nahm erste Kontakte zu Fachleuten auf. 1991 begann die Restaurierung der Rennwagen, bei der die Audi-Traditionsabteilung als Berater tätig war. Es entstanden ein Typ D Rennwagen in der Ausführung von 1938 mit Einfachkompressor und ein Typ D in der 1939er-Version mit Doppelkompressor. In beiden Fällen mussten die Karosserien komplett nachgebaut werden.

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Paul Karassiks glühende Begeisterung für die Silberpfeile hatte ihren Ursprung beim großen Preis von Belgrad 1939, den er als kleiner Junge miterlebte – ein Erlebnis, das ihn nie wieder loslassen sollte. Als sein Traum, den Typ D Doppelkompressor nach über 60 Jahren ein letztes mal in Belgrad rennen zu lassen, durch den Balkankrieg verhindert wurde, verkaufte er den Wagen im Jahr 2000 an einen privaten Sammler. Der 1938er-Rennwagen zog bereits 1998 in den Audi-Fundus ein. Mit dem Kauf des Doppelkompressor besitzt Audi alle drei Auto Union-Rennwagen, die aus der ehemaligen Sowjetunion zurückkamen.

Für große Kinder: Auto Union Rennwagen als Tretauto

Die 16- und 12-Zylinder-Rennwagen der Auto Union und von Mercedes-Benz dominierten in den 30er-Jahren den internationalen Motorsport. Auf der langen Geraden der Berliner Avus schlug die Tachonadel Bernd Rosemeyers bei 380 an. Gefahren wurde ohne jegliche Sicherheitsstandars. Während Mercedes-Benz nahezu alle seine Silberpfeile über den Krieg retten konnte, traf die Rennwagen der Auto Union ein anderes Schicksal. Nach dem Krieg besetzte die sowjetischen Armee den Automobilstandort Zwickau. Die Typ D wurden beschlagnahmt und in die UdSSR abtransportiert, wo sich ihre Spuren verloren.

Autor: Lukas Hambrecht

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