Marktcheck: So teuer sind Maserati-Klassiker

Marktanalyse klassische Maserati

— 15.12.2016

Italienisches Garagengold mit Dreizack

Klassische Maserati sind in den letzten Jahren drastisch teurer geworden. Nur ein paar Youngtimer und Neo-Klassiker der Dreizack-Marke hat der Preisauftrieb noch nicht erfasst.

Italiens zweite große Traumwagenmarke tritt immer mehr aus dem Schatten von Ferrari: Viele alte Maserati verzeichneten in jüngster Zeit enormen Wertzuwachs – vor allem, weil Renditejäger die Autos mit dem Dreizack aus Modena als günstige Alternative zu den Rennern mit springenden Pferdchen entdeckt haben.

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Historische Modelle ziehen an

Die Wertzuwachs-Granate: Maserati 3500 GT Coupe, sein Wert hat sich seit 2010 verdreifacht.

Bei einigen Fahrzeugen verlief die Entwicklung geradezu atemberaubend. So stiegen etwa die Preise für den 3500 GT, Maseratis erstes Serienmodell, in vier Jahren um 360 Prozent, von 87.000 auf 316.000 Euro. Wer 2012 eingestiegen 
ist, kann beim Wiederverkauf also einen satten Gewinn einstreichen. Spekulanten achten immer stärker auf den Zustand, sagt Marius Brune vom Marktbeobachter Classic Data: "Gute Autos koppeln sich preislich zunehmend vom Durchschnitt ab." Für den Experten ein Zeichen für wachsendes Qualitätsbewusstsein, aber auch für die nach wie vor hohe Investitionsbereitschaft im Hochpreissegment.

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60er- und 70er- Jahrgänge besonders beliebt 

Maserati A6 G/54 Spyder: Gezeichnet von Zagato, Einzelstücke gehen heute in die Millionen.

Dass viele Käufer in Maserati-Klassikern der 60er- und 70er-Jahre lukrative Anlageobjekte sehen, wundert Brune nicht: Der Mix aus prestigeträchtigem Namen, kleinen Stückzahlen und hochklassigem Design aus Italiens renommiertesten Karosserieschmieden übt auf die Jäger des Garagengoldes eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Sportwagen wie Mistral, Bora oder Khamsin kosten schon länger sechsstellige Summen. Das V8-Coupé Mexico (1965–72) dagegen wurde erst vor Kurzem "entdeckt". Nach jahrelanger Stagnation hat der nur 482-mal gebaute Luxus-GT seinen Wert seit 2014 auf 132.000 Euro (Zustand 2) verdoppelt und damit sogar den Konkurrenten Iso Rivolta überholt.

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Biturbo der 80er noch günstig

Der kommende Klassiker: 3200 GT, elegant wie ein Anzug von Brioni. Billig ist er die längste Zeit gewesen.

Bezahlbar sind neben Underdogs wie dem De-Tomaso-Longchamp-Zwilling Kyalami (Zustand 2 unter 50.000 Euro) vor allem Quattroporte-Limousinen der dritten Generation sowie Youngtimer und Neo-Klassiker, die noch auf ihren Durchbruch warten. Die Biturbo der 80er-Jahre bilden den Bodensatz: Sie sind die einzigen Maserati, die zu vierstelligen Preisen gehandelt werden. Weil ihr Qualitätsruf ramponiert, das Angebot groß und der Zustand der Fahrzeuge meist mittelmäßig ist, rechnet Experte Brune nicht damit, dass sich daran in naher Zukunft etwas ändert. Potenzial sieht er dafür bei einem Modell, das vielen noch zu neu sein dürfte, um schon als Klassiker zu gelten: dem 3200 GT. Das um die Jahrtausendwende gebaute 370-PS-Coupé mogelt sich inzwischen immer öfter ins Angebot einschlägiger Händler.Und Brune ist sich sicher: So billig wie jetzt dürfte es die längste Zeit gewesen sein.

Gebrauchtwagensuche: Maserati 3200 GT

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Klassikmarkt Analyse Maserati

Autor: Martin G. Puthz

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