Marktcheck: Oldie-Schnäppchen von Opel

Marktanalyse klassische Opel

— 04.11.2016

Oldie-Schnäppchen von Opel

Die Opel-Szene fährt vor allem auf sportliche Modelle aus den 70er-Jahren ab. Solche Autos machten wilde Preissprünge, doch die Schnäppchenzeit ist nicht vorbei!

Der Teuerste: Das Diplomat V8-Coupe war 1965 Opels Topmodell. Es entstanden nur 347 Exemplare.

Opels Blütezeit waren die 70er-Jahre. 1972 zogen die Rüsselsheimer mit über 20 Prozent Marktanteil in Deutschland sogar an VW vorbei. "Klassiker aus die­ser Zeit sind am gefragtesten", sagt Classic-Data-Experte Ma­rius Brune. Besonders angesagt seien sportliche Modelle, bei denen schrauberfreundliche Technik und flotte Fahrleistun­gen zusammenkommen. Das erklärt unter anderem die Popularität des Kadett C. Der letzte kompakte Opel mit Hinterradantrieb besitzt vor allem als Coupé viele Fans. Die GT/E-Version ist am gesuch­testen - und daher auch schon lange nicht mehr billig. Originale Au­tos im Liebhaberzu­stand haben ihren Wert in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt und gehören inzwischen zu den wenigen Opel-Klassikern, die über 20.000 Euro kosten. "Nur was selten ist, ist teu­er", fasst Marius Brune den Markttrend zusammen. Aller­dings gilt auch hier: keine Regel ohne Ausnahme.

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Opel Kapitän für unter 20.000 Euro

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Die 50er- und 60er-Jahre brachten zwar for­mal interessante Autos hervor; das Opel-Design war damals noch sehr amerikanisch beein­flusst und wurde von einer zur nächsten Modellgeneration oft stark verändert. Dennoch sind Autos wie etwa der Rekord der Spät-50er-Jahre überraschend erschwinglich ge­blieben. Brune führt das unter anderem dar­auf zurück, dass die Fahrzeuge – bedingt durch den versiegenden Nach­schub an Blechteilen - jahr­zehntelang keine starke Lobby hatten und sich der Kreis an Interessenten auf den harten Kern der Alt-Opel-Szene redu­zierte. Da sich aufwendige Re­staurierungen zumeist nicht lohnten, seien viele Besitzer beim Erhalt der Autos außer­dem den günstigen Weg gegan­gen: "Der schwach bestückte Markt wird von Zustand-3-Au­tos dominiert, das erklärt die moderaten Preise." Selbst ein Opel Kapitän der 60er lässt sich für we­niger als 20.000 Euro finden; für eine Oberklasselimousine, die mit ihrem flüsterleisen Sechs­zylinder einst sogar Mercedes in Bedrängnis brachte, ist er damit fast unterbewertet.

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Ab Mitte der 80er-Jahre be­ginnt der Opel-Stern zu sinken. Nennenswerte Preissprünge erwartet Brune für Autos aus dieser Zeit nicht, obwohl er Modellen wie dem Calibra und sportlichen Vectra-Versionen durchaus eine Klassiker-Karri­ere zutraut - nicht zuletzt, weil man gut gepflegte Originale bereits mit der Lupe suchen muss. Vorerst bleibt bei vielen Opel-Youngtimern der Spaß an der Freud aber die wichtigste Rendite. Hier ein Blick auf die aktuellen Marktpreise für klassische Opel.

Marktcheck: Oldie-Schnäppchen von Opel





Autor: Martin G. Puthz

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