Marktanalyse Porsche: Elfer-Preise völlig abgehoben

Marktanalyse klassische Porsche

— 11.03.2016

Elfer-Preise völlig abgehoben

Der Markt für klassische Porsche hat sich in den letzten Jahren so stark aufgeheizt, dass manche schon an eine Blase glauben. Dennoch streben die Preise für den 911 und seine schnellen Brüder weiter nach oben.

Einer der begehrtesten Porsche, der 911 Carrera RS 2,7 von 1972.

Wer im vergangenen Frühjahr über eine der großen Old­timermessen schlenderte, kam sich bisweilen wie in einem Porsche-Verkaufsraum vor. Das Angebot an klassischen 911 war riesig, und dürfte auch dieses Jahr wieder massiv ausfallen. Nur bei den aufgerufenen Prei­sen fragen sich viele: Wie soll das noch weitergehen? Der Variantenreichtum bei Deutschlands Sportwagen-Iko­ne Nummer eins macht pauschale Prognosen schwierig. Marius Bru­ne vom Marktbeob­achter Classic Data glaubt im Gegensatz zu vielen anderen jedoch zu­mindest nicht an eine Blase: "Die Preise werden weiter steigen, wenn auch nicht ganz so stark wie zuletzt." 

Gebrauchtwagensuche: Porsche 911

Rekordpreise für Klassiker: Porsche wird noch teurer

Alle Modelle legen an Wert zu

629 Prozent Wertzuwachs in zwei Jahren. Der 959 zeigt eindrucksvoll, dass der Markt nicht rational arbeitet.

Die Händler, so sein Eindruck, "loten derzeit aus, was geht". Wie viel tatsächlich gezahlt wird, bleibt zwar meist im Dunkeln, aber offenbar bleiben nur wenige Autos stehen. Und selbst wenn der Verhandlungs­spielraum fünfstellig ist, ändert das nichts an den astronomischen Preisen: 329.000 Euro für einen 964 RS Clubsport, 239.000 für einen Carrera 4 "30 Jahre 911": Die Liste der abge­hobenen Forderungen ließe sich beliebig fortsetzen. Selbst bei vergleichsweise jungen 911 erreichte der Wertzuwachs zuletzt atemberau­bende Dimensionen. So stie­gen die Preise für die letzte luftgekühlte Baureihe 993 seit 2013 um mehr als 20.000 Euro; Top-Autos kosten über 60.000 Euro. Auch der lange ungelieb­te Vorgänger 964 ist bei den Elfer-Fans stark im Kommen.

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Klassische Porsche 911 im Vergleichstest

Porsche 911 2.0 Porsche 911 Turbo 3.3 Porsche 911 T

924 und 944 mit Glück vierstellig

Der Günstigste: Schlappe 5.600 Euro kostet ein 944 Coupe. Die Preise steigen aber auch hier.

Einen günstigen Einstieg ins Porsche-Vergnügen ermöglichen nach wie vor die Frontmotor-Modelle 924 und 944. Sie sind die einzigen Por­sche, die noch zu vierstelligen Preisen zu haben sind. Gute, originale 924 haben mit dem lange etwas teureren 944 inzwi­schen gleichgezogen. Für Ren­ditejäger eignen sich diese "Volksporsche" zwar weniger, dazu ist der Wertzuwachs zu gering. Interessenten sollten trotzdem nicht mehr lange fa­ckeln: Was die Preise angeht, arbeitet die Zeit auch hier lang­fristig gegen sie. Hier ein Blick auf die aktuellen Marktpreise für klassische Porsche.

Preis-Check Porsche: Elfer-Preise völlig abgehoben

Autor: Martin G. Puthz

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