Cabrios

Marktübersicht Cabrios

— 03.03.2011

Die Aufschneider

AUTO BILD Archiv-Artikel 17/1987: Vom Mini bis zum Jaguar – fast alle Autos lassen sich heute nachträglich zum Cabrio umbauen. Ein neuer Berufszweig macht's möglich: die Aufschneider. Sie halten, was sie versprechen.

Steilen Sie sich das einmal vor: Da geht einer hin, nimmt Trennschleifer und Säge zur Hand und rasiert dem Jaguar XJS V12 ein­fach das Dach ab, einem Auto, das 86.800 Mark ko­stet. Das gibt's. Denn solch einschneidende Eingriffe ins teure Blechkleid sind nötig, um später Jaguar-fahren in der schönsten Form erleben zu können. Die Firma Arden in Kleve baut das XJS-Coupé zu einem echten Cabrio um. Da stört nicht einmal mehr ein Versteifungsbügel wie beim Werks-XJS-­Cabrio. Dass unterm Blech große Verän­derungen notwendig sind, um die Stabi­lität einigermaßen zu gewährleisten, zeigt schon der Preis: Die Umbauarbei­ten allein schlagen mit 62.700 Mark zu Buche.

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Ein neues XJS-Cabrio von Arden kostet damit 149.500 Mark. Inbegriffen ist darin natürlich ein elektro­hydraulisch betätigtes Verdeck. Gleichen Komfort bietet auch das Schulz-Cabrio auf Basis des Mercedes 190 E. Ein Knopfdruck genügt, und schon sitzen die Insassen im Freien. Wie der Schulz-Umbau zeigt, ist speziell der 190er optisch eines der schönsten Ca­brios. Der Preis für die 190er-Enthaup­tung ist jedoch stattlich: 47.400 Mark. Ein originelles Cabrio stellt die Frank­furter Firma L & H auf die Räder: einen aufgeschnittenen Mini mit anknöpfba­rem Dach. Als HLE-Cabrio mit 42-PS-Mo­tor kostet der Flitzer 16.800 Mark.

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Die Dachkonstruktion ist solide, einfach zu handhaben und auch in der Waschanla­ge dicht. Das Dach flattert allerdings ein wenig bei höheren Geschwindigkeiten. Das von Hammond & Thiede gebaute Ascona-Cabrio (Umbau-Preis 12.600 Mark) ist nicht ganz so stabil wie das Original mit Blechdach, dafür aber um Klassen attraktiver. Öffnen und Schlie­ßen des Daches gehen kinderleicht. Das Cabrio von Eller auf Basis der letz­ten Mexiko-Käfer ist zwar nicht ganz so schön wie das Original-Käfer-Cabrio, aber man bekommt immerhin (noch) neuwertige Exemplare. Etwas mühsam: das Offnen und Schließen der Kapuze: Die Seitenscheiben müssen beim Dach­aufbau gefühlvoll eingeführt werden. Qualitativ ist der Umbau (Preis 8460 Mark) in Ordnung.

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