Mazda 323 Suzuki Swift

Mazda 323 GT 1.6i gegen Suzuki Swift 1.3 GTi

— 12.01.2011

Zwei Japaner, ein Ziel

AUTO BILD Archiv-Artikel 2/1987: Sportliche Limousinen im Kompaktformat: VW erfand den GTI und diese Klasse. Auf den Spuren des GTI : der Mazda 323 GT 16.i und der Suzuki Swift GTi.

GTI. Mehr als ein Kür­zel. Ein Begriff, fast wie 4711 oder Cola. GTI, erfunden von VW für den stärksten Golf, steht für Sportlich­keit, Leistung, Ge­schwindigkeit - und für Erfolg. Mit diesen drei Buchstaben schuf VW eine neue Klasse: die sportlichen Kompakten. Hier herrscht inzwi­schen ein reges Gedränge. Kaum ein Hersteller von Kompaktwagen, der auf einen GTI im Programm verzich­et. 1986 heizten zwei neue Japaner die GTI-Inflation weiter an. AUTO BILD stellt vor: den Suzuki Swift GTi (101 PS, 17.990 Mark) und den Mazda 323 GT 1.6i (105 PS, 21.180 Mark). Der schmucke Swift hat einen rich­tigen Knüller unter der Haube: den kleinsten Sechzehnventiler der Welt. Aus nur 1298 Kubik Hubraum zaubert er stattliche 101 PS.

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Zwei obenlie­gende Nockenwellen sorgen für die exakte Steuerung der je zwei Ein- und Auslassventile pro Zylinder, eine elektronische Benzineinspritzung hält den Verbrauch erfreulich nied­rig. Sogar eine hydraulische Ventil­spiel-Einstellung fehlt dem Motör­chen nicht. Derartige technische Delikatessen bietet der Mazda nicht. Sein Vierzy­linder-Aggregat ist nach dem kon­ventionellen Prinzip gestrickt: zwei Ventile pro Zylinder, eine obenlie­gende Nockenwelle, 105 PS aus 1,6 Litern Hubraum. Wer mehr will, kann jetzt den nagelneuen Mazda 323 Tur­bo 4WD 16 V bestellen. Sein 150 PS starker Vierventiler basiert auf dem 1600er-Motor des 323 GT 1.6i. Soweit die Papierformel. Doch wie verdauen die sportlichen Fronttrieb­ler das Kraftmenü? Für beide gilt: Bei Trockenheit hui, bei Nässe pfui.

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Setzt Regen ein oder ist der Untergrund schlüpfrig, so haben die Japaner größte Schwierigkeiten, ihre Kraft in Vortrieb umzusetzen. Der Fahrer muss sehr sensibel mit Gas und Kupp­lung umgehen, sonst drehen die Räder hoffnungslos durch. Bei gutem Wetter zeigt sich der Su­zuki von seiner sonnigen Seite. Der Sechzehnventiler wirkt schon im unteren Drehzahlbereich quickleben­dig (0-100 km/h in 9,2 Sek.). Und wird das exakte, sehr kurz übersetzte Fünfganggetriebe fleißig geschaltet, so dreht der kleine Vierzylinder kraft­voll bis in den roten Bereich, der bei 6500 Touren beginnt. Dabei trompe­tet der Swift einen markigen Sound aus der Doppelrohr-Auspuffanlage, der bei längeren Autobahntouren (Spitze: 181 km/h) etwas lästig wird.

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Autor: Tomas Hirschberger

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