Mercedes 500 K von 1935: Prozess
— 06.06.2012Altes Auto – neues Urteil
Am 25. April 1935 kauft Hans Friedrich Prym einen funkelnagelneuen Mercedes 500 K Roadster. Zehn Jahre später verschwindet das Auto. 67 Jahre danach klagten seine Enkel gegen den aktuellen Besitzer.
Hamburger Gericht entschied: Der Mercedes gehört den Enkeln
In Essen wurde die Justiz tätig. Sie beschlagnahmte den Wagen und ließ ihn in der Classic Remise Düsseldorf einlagern. Hinter dieser Maßnahme steckten die Erben von Hans Friedrich Prym, dem Erstbesitzer. Angeblich habe der seinen 500 K Roadster im Jahr 1945 nicht freiwillig an einen amerikanischen Soldaten verkauft. Es geht um Wegnahme, Diebstahl, Unterschlagung. Fragen, mit denen sich ein Hamburger Gericht beschäftigte und in erster Instanz entschied, dass die Enkel Pryms die rechtmäßigen Besitzer des ultraseltenen Vorkriegs-Mercedes sind. Sie wollen nun eine Entschädigung einklagen.
Ein komplexer Fall: Veliert der Sammler 2,6 Millionen Euro?
Der Fall lag nicht einfach: van Haaren hat den 500 K im August 2011 im kalifornischen Monterey auf einer Auktion gekauft, umgerechnet 2,6 Millionen Euro hat er dafür bezahlt. "Das war eine offene Versteigerung", sagt van Haren, "und kein dunkles Geschäft in irgendeiner Hinterkammer." Die Beschreibung, mit der RM Auctions den Wagen anbot, weist allerdings auf die große Lücke hin, die in der Geschichte des Wagens klafft: Es fehlen alle Informationen über die lange Zeit zwischen 1935 und den 1970er-Jahren. Damals war der 500 K in einer amerikanischen Sammlung aufgetaucht.
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Kommentare zum Artikel (2)
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Erfreulicherweise entschied hier einmal ein Gericht in der Weise, wie es generell im Falle von Diebstahlsdelikten von Kulturgütern der Fall sein sollte. Letztendlich besteht doch kein Unterschied zwischen dem Verhalten deutscher Besatzungstruppen und dem Angehöriger der Alliierten während und nach dem zweiten Weltkrieg, Auch wenn es in der Medienwelt lange Zeit anders bewertet wurde.
Meinen Glückwunsch an die Familie Prym! Endlich werden die gesammten Raubritter,Hehler sowie die Heuschrecken in diesem Geschäft eindeutig in die Schranken gewiesen.Fast zu 100% haben alle Automobil Auktionen und deren Organisatoren perfekt strukturierte kriminelle Energien, um schnell and das Geld der Unwissenden zu kommen.Es sollte eine Art Herkunfts TÜV gearbeitet werden, um weiteres Schindlunder in der Szene zu erschweren!