Mercedes 500 SEC AMG von Fürst Rainier v. Monaco

— 31.07.2012

117.000 Euro für das Fürsten-Coupé

Diese Versteigerung hat sich gelohnt: Satte 117.000 Euro hat der Mercedes 500 SEC AMG von Fürst Albert II. von Monaco gebracht. Okay, das Mega-Coupé glänzt im Top-Zustand. Aber ist es so viel wert?



Es ist schon ein richtig geiler Benz, der am 26. Juli im Rahmen der Artcurial-Auktion in Monaco unter den Hammer kam: ein Mercedes 500 SEC. Bruno Saccos Meisterwerk namens C 126, dunkelblau, AMG-Paket, Fünfliter-V8 mit 231 PS. Und der Tachostand? Sagenhafte 8408 Kilometer. Die hat der Erstbesitzer zusammengefahren – und das war kein Geringerer als Fürst Rainier III. von Monaco (1923-2005). Dessen Sohn Fürst Albert von Monaco hatte kürzlich die heimische Garage ausgefegt und rund 40 Fahrzeuge versteigern lassen – autobild.de berichtete. Dass diese Youngtimer-Perle nicht für 'nen Klicker und 'nen Knopf über die Auktionstheke geht, war klar. Aber dass der Hammer erst bei 117.609 Euro (inklusive Gebühren und Steuer) fällt, hat wohl keiner geahnt.

Fürst Albert räumte die Garage aus: 39 Klassiker unterm Hammer

Nicht einfach Ledersitz: Auf diesem Gestühl pflegte einst Fürst Rainier III. von Monaco Platz zu nehmen.

Was wäre denn ein angemessener Preis gewesen? Axel Schlothauer vom Marktbeobachtungs-Spezialst Classic Data sagt hierzu: Ein 1983er Mercedes 500 SEC, mit dem seltenen AMG-Umbau und im Zustand Eins, wäre mit etwa 30.000 Euro zu taxieren. Wenigstens theoretisch, denn verbindliche Marktdaten gibt es dafür nicht, dafür werden Einser-Exemplare zu selten gehandelt. 30.000 Euro also. Dann hat der unbekannte Käufer also 87.000 Euro zu viel bezahlt? Oder war da ein finanziell potenter Monegasse (soll's ja geben!) bereit, für ein Erinnerungsstück an seinen geschätzten Ex-Herrscher jeden Preis zu bezahlen?

Wieviel Promi-Bonus darf's denn sein?

Kommt drauf an, sagt Schlothauer. Prominenter Erstbesitz bringt bei Klassiker-Verkäufen fast immer einen Bonus, meist einige wenige Tausender. Aber nur selten gibt es soviel Extra-Cash wie in diesem Fall. Rekordhalter dürfte allerdings der Golf IV von Papst Benedikt sein, der vor sieben Jahren heftige 189.000 Euro erzielte. Im Vergleich dazu war der fürstliche 500 SEC ein wirklich guter Deal: das ungleich bessere Automobil, noch dazu im Neuwagenzustand, für deutlich weniger Geld. Na bitte.








Autor: Stefan Roßbach



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