Weltreise im Mercedes GD 300 "Otto"

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Mercedes GD 300 "Otto" auf Weltreise

— 09.10.2014

Weltreise über 900.000 Kilometer

Auf seiner Weltreise bewies "Otto", der himmelblaue Mercedes GD 300 von Gunther Holtorf, die Zuverlässigkeit des Geländewagens. Nach 26 Jahren endet die Reise in Berlin.

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(dpa/brü) Mit seinem Mercedes GD 300 namens "Otto" hat der ehemalige Lufthansa-Manager Gunther Holtorf auf einer 26 Jahre dauernden Weltreise rund 900.000 Kilometer hinter sich gebracht. 215 Länder sah der 77-Jährige, und sein treuer Begleiter, der 1988 bei Magna-Steyr in Graz gebaute Mercedes Geländewagen mit 88-Diesel-PS und zuschaltbarem Allradantrieb, ließ ihn nie im Stich. Am Mittwoch (8. Oktober 2014) fuhr Holtorf vor dem Brandenburger Tor in Berlin vor - mit seinem Reisegefährten "Otto".

Bilder: Mercedes-Benz G

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Der schwere Dachgepäckträger hielt sogar einen Überschlag des Autos aus.

Holtorf startete seine Reise 1989, gemeinsam mit seiner Frau Christine, die 2010 an Krebs verstarb. Zunächst war nur ein Trip nach Afrika geplant, aber dann bereiste das Paar die ganze Welt. Nur drei afrikanische Länder sowie einige kleine Inselstaaten ließen die beiden aus - da zu unsicher oder nicht mit dem Auto zu bereisen. In manchen Ländern soll Holtorf der erste Ausländer gewesen sein, der mit dem eigenen Auto einreisen durfte - zum Beispiel in Myanmar. Ganze sechs Jahre dauerten die Vorbereitungen für die Einreise in das südostasiatische Land, das Touristen gegenüber lange sehr verschlossen war. "Pionierfahrten" nennt Holtorf Reisen wie diese. Er habe mehrere gefährliche Situationen erlebt, sei zum Beispiel einer Hyäne und zwei Elefanten in freier Wildbahn begegnet. Wo es ihm am besten gefallen habe? "Dort, wo keine Menschen waren - in der Wüste, im Hochgebirge und im Urwald", sagt der Rentner.

Verschleißteile frühzeitig getauscht

Nach 26-jähriger Weltreise kehrt Rentner Holtorf nach Deutschland zurück.

Holtorfs Geländewagen "Otto", Baujahr 1988, machte während der Reise kein einziges Mal schlapp. Holtorf begründet das mit seiner aus der Fliegerei stammenden Angewohnheit, Verschleißteile zu tauschen, bevor sie den Geist aufgeben. Nur die vorderen Radlager mussten acht Mal getauscht werden, kein Wunder nach einer Viertelmillion Offroad-Kilometer. Das Auto mit langem Radstand ist weitgehend in Serienausstattung und wurde vor Beginn der Reise vom Weltenbummler Holtorf zum Reisemobil umgebaut. Auch einen Unfall in Madagaskar überstand das Auto, das bis heute mit dem Original-Fünfzylinder-Dieselmotor fährt. Die Klimaanlage baute Holtorf nach zwei Jahren aus und verschenkte sie. Eine der wenigen Sonderanfertigungen am Auto ist die spezielle begehbare Motorhaube, die aus einer Fertigung für die kanadische Armee stammte.

"Otto" soll ins Daimler-Museum

Nun aber kehren "Otto" und sein Besitzer zurück nach Oberbayern, an den Chiemsee, wo Holtorf ein Haus hat. "Das Ding ist zu Ende, die Welt ist bereist", sagte Holtorf vor dem Brandenburger Tor. Natürlich sei die Rückkehr mit einer "gewissen Wehmut" verbunden. Aber es bestehe keine Gefahr, dass er in ein Loch falle. Er wolle sich nun anderen Hobbys widmen und zum Beispiel Oldtimer restaurieren. Sein Geländewagen "Otto" aber soll einen Platz im Daimler-Museum in Stuttgart finden.

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