Mercedes-Mini "Nafa"

Mercedes-Mini "Nafa"

— 09.09.2010

Nur fliegen kann er nicht

AUTO BILD-Archiv-Artikel 33/1986: Mercedes blickt in die automobile Zukunft und stellt ein winziges "Nafa" auf die Räder. Das Nahverkehrsfahrzeug ist so klein, dass es in jede Parklücke passt, notfalls sogar quer.

Ich kam mir vor, als hätte ich Gulliver dabei erwischt, wie er eine Micky-Maus geboren hat. 2,37 Meter Auto standen vor mir. Vorn keilförmig, in der Mitte kantig, hinten mit einer Plexiglas-Veranda. Ein Mini der Minis. Und das Ganze hat nicht etwa VW, Fiat oder irgendein frecher Japaner gebaut, sondern Daimler-Benz, Deutschlands Technologie-Gigant, dessen Flaggschiff, der 560 SEL, mehr als doppelt so lang ist. Vorsicht, es darf nicht gelacht werden. Mercedes-Manager quält die Ungewissheit, wie es in den nächsten Jahrzehnten mit den Autos weitergeht. In den reichen Ländern der Erde, wo sie die meisten ihrer Nobelautos verkaufen, deutet sich ein Umschwung an. Das Zweit- und sogar das Drittauto erobert den Markt.

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Nicht nur in Stuttgart-Untertürkheim dämmert es den Machern, dass diese Autos vielleicht ganz anders aussehen könnten als die Wagen mit dem guten Stern heute. Forschungsleiter Dr. Ferdinand Panik: "60 bis 70 Prozent unserer Autos rollen vorwiegend in der Stadt." Warum soll nicht auch Mercedes dafür den passenden Wagen bauen? "100 Prozent praktisch", denkt Dr. Panik laut. Und die Forscher, die alles das tun dürfen, was einen normalen Entwicklungs-Ingenieur in einer Autofabrik zu Schreikrämpfen bringt, haben es auf vier winzige 12-Zoll-Räder gestellt. Unerhört, diese Kiste! Der Stern fehlt vorne dran, aus gutem Grund.

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Denn unter der Motorhaube rumoren 30 kW (40 PS) aus Japan. Versuchsweise, weil die drei fernöstlichen Zylinder gerade so schön in die "Projektstudie" hineinpassen. Die Motorhaube bleibt also verschlossen. Aber der Rest ist schon sehr Mercedes. lch öffne die Fahrertür. Es ist eine Schiebetür. Sie rollt nach vorn und gibt eine riesige Einstiegsluke frei. Im engsten Parkloch bekäme ich nie Probleme, mich durch eine normal zu öffnende Tür quetschen zu müssen. Um den Unterschied zu demonstrieren, hat der Autofloh rechts eine Klapptür. Die beiden mit Alcantara bezogenen Sitze stehen vor mir wie auf einem Podest. Ich brauche nicht herabzutauchen. Ich muss nicht den Kopf einziehen. Ich nehme ganz normal Platz.

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