Mille Miglia 2009: Vorschau — 15.05.2009

1000 Meilen, 1000 Geschichten

Start zur Mille Miglia: Zwischen 13. und 17. Mai 2009 rollt die Klassiker-Karawane von Brescia nach Rom. Mit am Start: AUTO BILD-Chefredakteur Bernd Wieland und sein spanischer Kollege Tito Klein.

Enzo Ferrari bezeichnete die Mille Miglia als "das schönste Rennen der Welt" – keiner der 375 Starter wird das anders sehen. Der Langstrecken-Klassiker startet 2009 zum 82. Mal und gilt als das Top-Event der europäischen Oldtimer-Gemeinde. Knapp 1600 Kilometer, also 1000 Meilen, wollen von Brescia bis nach Rom gefahren werden – was einfacher klingt, als es ist. Denn die Teilnehmerautos müssen zwischen 1927 und 1957 gebaut worden sein und in dieser Zeit zumindestens einmal an der Rallye teilgenommen haben. Echtes Alteisen. Sehr wertvoll und nicht besonders angenehm auf der Langstrecke. Typische Mille-Probleme: Im Mercedes 300 SL Flügeltürer wird es während der Fahrt unglaublich warm. Ein BMW 507 gilt nicht gerade als Bremswunder. Und wer einen Bugatti Typ 37A lenkt, fürchtet den Regen wie kaum ein anderer Teilnehmer.

Die Profis gehen mit Mechanikerteam auf Tour

Mit am Start: Das Team Bernd Wieland (Chefredakteur AUTO BILD) und Beifahrer Tito Klein (Chefredakteur AUTO BILD Spanien).

Die wichtigsten Faktoren für den Erfolg: Ein perfekt gewartetes Auto. Für die meisten Teilnehmer keine große Hürde.  Nicht Wenige reisen mit eigenen Mechanikerteams an. Fehlerfreie Navigation: TomTom & Co. sind vielleicht eine große Hilfe im Alltag, die Mille-Piloten müssen aber dem Roadbook folgen. Sehr groß, sehr schwer und dank internationaler Zeichen auch für Fahrer aller Nationen verständlich. Der Beifahrer muss sich dennoch stets auf die nicht immer einfache Streckenführung konzentrieren. Die Schönheiten der Toskana müssen warten. Erfahrung: Für die meisten Teilnehmer auch kein Thema. Die Anzahl der Rallye-Wiederholungstäter ist riesig. Wer bereits einige Gleichmäßigkeitsfahrten abgespult hat, kennt die Tücken. Motivation: Wenn es am ersten Renntag nicht so läuft, lässt kaum einer der erfahrenen Recken den Kopf hängen. Am nächsten Tag werden die Karten neu gemischt. Besser geht es fast immer.

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