Mille Miglia 2011

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Mille Miglia 2011

— 15.05.2011

1933er Aston Martin macht das Rennen

Die Mille Miglia 2011 hat ihre Sieger: Giordano Mozzi und Stefania Biacca aus Italien fuhren im 1933er Aston Martin Le Mans als Erste über die Ziellinie.

(mv/dpa) Giordano Mozzi und Stefania Biacca sind die Sieger der Mille Miglia 2011. Der Unternehmer aus Mantua (Italien) gewann zuammen mit seiner Ehefrau und Copilotin in einem 1933er Aston Martin Le Mans mit der Startnummer 49. Es war ein spannendes Rennen, die ersten Drei der Mille Miglia 2011 kämpften die gesamten 1600 Kilometer ums Treppchen. Zweiter wurden die "Ferrari-Brüder" (Bruno und Carlo Ferrari, Italien) im Bugatti Type 37 von 1927. Als Dritte fuhren die Argentinier Claudio Scalise und Daniel Claramunt in ihrem 1933er Alfa Romeo 6C 1500 GS über die Ziellinie.

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Zum dritten Mal das erfolgreichste deutsche Team der Mille Miglia: Dr. Hans H. Hamer (r.) und Ulrich Knieps (2011 auf Platz 32).

Brescia-Rom-Brescia: Das ist die Strecke von 1000 Meilen ("Mille Miglia", etwa 1600 Kilometer), die fast 400 Oldtimer in Italien absolvieren mussten. Am Samstagabend (14. Mai) erreichte die rasende Oldtimer-Parade das Ziel in Brescia, am Abend zuvor passierte das "schönste Rennen der Welt" noch die berühmte Engelsburg in Rom. Die Mille Miglia, die 2011 zum 84. Mal veranstaltet wurde, darf zwar seit einem Unfall 1957 offiziell nicht mehr Rennen genannt werden. Geblieben ist dennoch ein Spektakel, bei dem einmal im Jahr edelste Autos mit Höchstgeschwindigkeiten über die Straßen Italiens brettern.

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Mika Häkkinen (r.) im Mercedes 300 SLR. Daneben: Juan Manuel Fangio, Neffe des argentinischen Weltmeisters.

Promis nehmen ebenso in den Schlitten Platz wie Formel-1-Veteranen. So fuhren diesmal unter anderem Mika Häkkinen einen Mercedes, "Mr. Bean"-Darsteller Rowan Atkinson einen BMW und Prinz Carl Philip von Schweden einen Porsche. Auch Lothar Matthäus ließ es sich dieses Mal nicht nehmen, in einem Aston Martin an diesem legendären Autorennen teilzunehmen. Alle teilnehmenden Oldies stammen ausnahmslos aus Baujahren bis 1957. Für die meisten Fahrer zählt nur eins: Als Erster wieder in Brescia anzukommen. Doch so schnell wie Stirling Moss hat es bis heute keiner geschafft. Der Brite raste 1955 mit der Rekordzeit von zehn Stunden, sieben Minuten und 48 Sekunden ins Ziel.

Deutsche Automarken waren stark vertreten: Für die Daimler AG fuhren Entwicklungsvorstand Dr. Thomas Weber und Personalvorstand Wilfried Porth, der neue Porsche-Chef Matthias Müller steuerte einen 550 Spyder. BMW-Entwicklungschef Dr. Ing. Klaus Draeger lenkte einen BMW 328 über die Ziellinie, VW-Produktionsvorstand Michael Macht "schockierte" mit einem rund 80 PS starken und nur 600 Kilogramm schweren VW Typ 1 den einen oder anderen Konkurrenten. Allerdings schien die Kupplung der Leistung nicht gewachsen zu sein: Am Freitagabend blieb der kleine Käfer mit rauchender Kupplung liegen.

Wo meist unerfahrene Rennfahrer in rasendem Tempo unterwegs sind, bleiben allerdings Unfälle nicht aus. Vor allem im Jahr 1957 fiel ein Schatten auf die Veranstaltung. Damals löste sich auf der Strecke der Reifen eines Ferrari und der Wagen raste in die Zuschauermenge. Fahrer und Beifahrer starben sowie zehn Zuschauer, davon fünf Kinder. Ferrari-Gründer Enzo Ferrari musste sich anschließend über Jahre vor Gericht verantworten.

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