Mitsubishi Sapporo

Mitsubishi Sapporo

— 12.01.2011

Der Geheimtipp

AUTO BILD-Archiv-Artikel 48/1986: Als Gebrauchtwagen ist der Mitsubishi Sapporo ein Geheimtipp – viel Auto fürs Geld. AUTO BILD verrät, auf welche Details Sie beim Kauf achten müssen.

Der Sapporo ist die Coupe-Version des Mitsubishi Galant. Ein besonderer Verkaufsschlager ist der geräumige Wagen nicht. Der Gebrauchtwagenkäufer profitiert davon. Denn der Wertverlust ist enorm hoch, die Preise entsprechend niedrig. Der Interessent kann zwischen fünf Modellen mit Leistungen von 75 PS bis 170 PS wählen. Letzterer, der 2000 ECI Turbo, hat zwei Liter Hubraum und wird von einem Turbolader beflügelt. Bei der Anschaffung dieses Modells sollte aber bedacht werden, dass die Unterhaltskosten durch die hohe Versicherung und den enormen Benzinverbrauch von 20 Litern und mehr auf 100 Kilometer nicht von Pappe sind.

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Am besten harmoniert der 112-PS-Motor mit dem Sapporo. Er ist recht leise und durchzugsstark und begnügt sich mit etwa elf Litern pro 100 Kilometer. Wer diesen Motor gut und regelmäßig pflegt, wird mit Laufleistungen von mehr als 150.000 Kilometern belohnt. Erst wenn die Motoren die 200.000-km-Marke hinter sich gebracht haben, geben sie gewöhnlich ihren Geist auf. Wer sich zum Kauf des japanischen Coupés entschließt, geht auf der Motorenseite also kein großes Risiko ein. Auch Karosserie und Rahmen sind extrem haltbar, widerstehen dem Rost erheblich länger als der Durchschnitt aller Autos.

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Bei Exemplaren, die mehr als sechs Jahre auf dem Blech-Buckel haben, sind die Bremsleitungen oft angerostet. Das macht meist einen Werkstattaufenthalt nötig, bevor der TÜV die begehrte Plakette erteilt. Die für die Sicherheit wichtigen Bremsen erhalten in der Haltbarkeit dafür sehr gute Noten. Die Handbremse ist beim Sapporo kein Thema. Erst bei Wagen, die älter als acht Jahre sind, hat der TÜV öfter Beanstandungen. Häufigen Ärger bereiten die Scheinwerfer. In den Reflektoren nistet sich Feuchtigkeit ein und lässt sie erblinden. Schuld sind rissige Dichtungen. Ist der Sapporo älter als vier Jahre, sollten Sie zusätzlich die Heckleuchten genau kontrollieren. Ein Ärgernis sind die rahmenlosen, schlecht abgedichteten Scheiben in den Türen. Sie sorgen in der Waschstraße oft für ein unfreiwilliges Bad. Aber auch wenn sie dicht halten, sind sie nicht der Quell reiner Freude: Sie verursachen enorme Windgeräusche, die den Sapporo-Fahrer bei schneller Autobahnfahrt nerven.

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