Neu im Kino: Fast & Furious, Teil 6

— 13.05.2013

Zu Besuch beim Massenmörder

Mit dem sechsten Teil der Filmreihe The Fast & The Furious ist inzwischen auch in den deutschen Kinos das neue Blech-Gemetzel angelaufen. Wir haben den Stunt-Chef gefragt: Sind Sie wahnsinnig, hunderte Autos zu zerstören?



Wenn Dom Toretto (Vin Diesel) und Brian O'Conner (Paul Walker) in ihre Autos springen, bleibt kein Blech gerade. Durch vier der fünf „Fast & Furious“-Kinofilme haben die gemeingefährlichen Kutscher sich schon gecrasht – jetzt ist Teil 6 am Start. Kein Wunder, die Reihe hat bisher  1,6 Milliarden Dollar eingespielt und fast 25 Millionen "Gefällt mir"-Klicks auf Facebook bekommen. Kurz bevor der letzte Sportwagen in Nordamerika (und Tokio) zerknüllt ist, weichen die Irren nun nach Europa aus, machen England, Schottland und die Kanaren unsicher.
 

Paul Walkers heißer Hundeknochen-Escort

Auto-Fans reagieren auf "Fast & Furious" entweder mit „Wow!“ oder mit „Aua!“ Denn so cool die 1967er Mustangs und 1963er Corvetten, die 1970er Dodge Chargers und Chevy Chevelles über die Leinwand ballern – wenn sie auf dem Dach landen, zerfetzt werden oder explodieren, tut das Klassiker-Fans schon sehr weh. Also ist unser US-Korrespondent nach Hollywood zu den Universal Studios geflogen und hat den Stunt-Chef zur Rede gestellt: Was soll das, Dennis McCarthy? Sie zerstören Autos ohne Ende – sind Sie noch zu retten?

Noch mehr dicke Amis: Die coolsten Muscle Cars aller Zeiten

McCarthy hört die Frage nicht zum ersten Mal – dies ist sein vierter Fast & Furious-Film. „Ja, ich zerstöre Autos. Ich kriege Hassbriefe deswegen und Hass-E-Mails, jede Menge“, erzählt der Mann mit dem Titel „Picture Car Coordinator“. Da wird noch mehr kommen: In Fast & Furious 6 fährt Vin Diesel neben diversen Neuwagen einen 1970er Dodge Charger Daytona(oben im Titelbild) und Paul Walker einen getunten Hundeknochen-Ford Escort; Michelle Rodríguez (Letty) heizt mit einem 1973er Jensen Interceptor ins Leben zurück, und Laz Alonso (Fenix) gibt einem Ford Gran Torino die Sporen. In weiteren Nebenrollen: klassische Land Rovers, Mustangs, Chargers...

Noch mehr zu Fast & Furious Six gibt's hier

Rarität: Plymouth Barradcuda als seltener Hemi Cuda (1970)

Wie krank muss man sein, um solche Klassiker beruflich zu Klump zu fahren? „Moment“, sagt Dennis McCarthy und zupft gelassen an seinem ausgeblichenen schwarzen Hawaiihemd, „die Leute schaudern und schreien: Du hast gerade ein perfektes Auto getötet! Nein, hab ich nicht. Die Autos sind absoluter Schrott. Wir nehmen nur Wagen, die niemand jemals restaurieren würde, Teileträger und Rostlauben.“ McCarthys Team treibt sie in Internetbörsen auf, auf Schrottplätzen und über Kontakte an den Drehorten. „Mustangs werden in Kalifornien echt knapp. Wir müssen schon nach Arizona und New Mexico fahren, um welche zu finden. Verrostete Dodge Charger waren bisher leicht zu finden, aber wenn wir noch einen Film mit vielen Chargern drehen, wird’s hier auch dünn. Dann müssen wir vielleicht Karosserien aus Plastik nachfertigen.“

Auch abgefahren: Chevy Nova extrabreit

Auch der Ford Mustang darf das Filmende nicht mehr miterleben.

Viel Arbeit steckt jetzt schon drin – schließlich müssen die Autos wie makellose Oldtimer wirken, nach dem Prinzip 20/20: Aus 20 Metern Entfernung bei 20 km/h sehen sie gut aus. Wie viele Autos müssen in Fast & Furious 6 dran glauben? „So zwischen 300 und 400. Nach drei Drehorten weiß ich das nicht mehr so genau.“ Ein Gemetzel. Es kommt noch schlimmer: „In jedem Film setzen wir einen drauf. Dieses Mal steigern wir die Zerstörung um 30 Prozent, auch Panzer und Flugzeuge sind dabei.“ Dennis McCarthy wird also demnächst Post bekommen. Von alten und neuen Feinden. Freuen Sie sich auf eine Bildergalerie mit den Stars des neuen Fast & Furious Teil Sechs – die Autos sind natürlich gemeint, oben in einer Bildergalerie.

Autor: Thom Cannell

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