Vier einfallsreiche Japaner

Neue Japaner

— 08.02.2011

Hoppla, jetzt kommen vier!

AUTO BILD-Archiv-Artikel 12/1987: Kopierten einst japanische Autobauer Vorbilder aus Europa, so punkten sie jetzt mit eigenen Ideen. Vier Beispiele: Mazda RX-7, Mitsubishi Pajero, Suzuki SJ 423 und Toyota MR-2.

Mazda hat den Dreh mit dem Wankel raus: Das Konzept ist zwar nicht neu. Aber auch hier haben die Japaner nicht einfach nachgebaut, sondern vielmehr eine gute Idee aufgegriffen und weiterentwickelt. Die Rede ist vom Wankelmotor, einer deutschen Erfindung von Felix Wankel. Ein Motor, bei dem Hubkolben, Kurbeltrieb und Ventile durch einen kreisenden Kolben ersetzt werden. Audi, die das Wankel-Erbe von NSU angetreten haben, ließen nach der Ro 80-Pleite das Motorenkonzept in der Schublade verschwinden. Dazu Audi-Sprecher Zimmermann: "Technische und wirtschaftliche Grande sprachen dagegen. Der Wankelmotor ist nicht für Dieselbetrieb geeignet. Der Verbrauch ist zu hoch. Er stößt zuviel Kohlenwasserstoffe aus (Stichwort: Schadstoffarmut)."

Das Original: Der Artikel von 1987 als kostenloser Download

Die Japaner hatten mehr Mut. Mazda übernahm 1961 von NSU die Lizenz zum Bau von eigenen Wankelmotoren. Heute ist der Wankel-Mazda-Motor den Hubkolben-Kollegen ebenbürtig, in einigen Disziplinen sogar überlegen: Er läuft ruhiger, ist viel kompakter. Genießen kann man den Wankel-Mazda im Sportwagen RX-7. Von außen fast ein Porsche, zeigt er beim Fahren eigenständigen Charakter. Die Geräuschkulisse erinnert an einen luftgekühlten Sechszylinder, nur viel leiser.

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Das Fahrwerk ist sportlich straff, ausreichend komfortabel. Der Mazda RX-7 beweist: Der deutsche Wankelmotor ist nicht tot. Im Gegenteil. Er erfreut sich bester Gesundheit im Zeitalter der schadstoffarmen Autos. Mitsubishis Auto für alle und alle Fälle ist der Pajero. Sicherlich – komfortable Geländewagen gibt es viele. Von Mercedes, Rover und auch von amerikanischen Herstellern. Aber keiner wird bei uns so preisgünstig verkauft wie der Mitsubishi Pajero (das ist spanisch und heißt Wildkatze). Es gibt ihn schon ab 29.300 Mark. Das einfachste Mercedes-G-Modell kostet rund 15.000 Mark mehr. Der Markterfolg kam prompt. 30.000 Pajero konnte Mitsubishi seit 1984 bei uns verkaufen.

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