Nissan Cherry

Nissan Cherry: Gebrauchtwagen

— 21.03.2011

Mit dem ist gut Kirschen essen

AUTO BILD-Archiv-Artikel 24/1987: Seit zwölf Jahren ist der Cherry das meistverkaufte Modell der Firma Nissan. Gebraucht aber ist der Japaner wenig gefragt – und deshalb billig zu haben.

Den Nissan Cherry, ein kleines Mittelklassemodell mit Frontantrieb, gibt es als zwei- oder viertürige Limousine sowie als Coupé mit großer Heckklappe. Premiere feierte der Cherry bereits vor 17 Jahren. Seitdem hat er freilich einige Änderungen über sich ergehen lassen müssen. Fast nach jedem erfolgreichen Verkaufsjahr bekam der Cherry ein neues Gesicht. Mal mit Zierleisten, mal ohne – dann mit eckigen Scheinwerfern statt mit runden, im Jahr drauf mit neuen Felgen und breiten statt schmalen Stoßstangen. Ganz nach dem Motto: Jedes Jahr ein "neuer" Cherry. Nur unter dem Blech, da blieb über ein Jahrzehnt nahezu alles beim Alten.

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Was nicht heißt, dass sich die Technik dermaßen bewährt hätte, dass Neuerungen überflüssig gewesen wären. Cherry-Fahrer mit älteren Modellen bekommen beim TÜV regelmäßig Probleme mit der Radaufhängung, den Bremsen und dem Licht. Und Fahrzeuge vor Baujahr 1980 fallen verstärkt mit Rostschäden auf. Ursache: Erst danach wurden die Cherry-Karosserien mit Hohlraumversiegelung und modernem Grundierverfahren etwas besser gegen Rostbildung geschützt. Gravierende Änderungen gab es 1983. Vor vier Jahren spendierten die Japaner ihrem Exportschlager neben einem neuen Blechkleid auch eine überarbeitete Technik. Geblieben ist die umfangreiche Serienausstattung.

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Die neu konstruierten 1,3-Liter-Motoren, jetzt mit oben liegenden Nockenwellen und Querstromzylinderkopf, mobilisieren 60 PS und geben sich deutlich sparsamer als die alten Triebwerke. Inwieweit die bauartbedingten Schwächen der Vorgängermodelle an Fahrwerk und Bremsen ausgemerzt wurden, darüber liegen dem TÜV noch keine genauen Erkenntnisse vor. Erste Untersuchungen von dreijährigen Exemplaren zeigen jedoch, dass Nissan aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Bleibt also abzuwarten, ob sich der gute Trend auch in der Zukunft bestätigen wird. Wer also einen günstigen Gebrauchtwagen in der unteren Mitteklasse sucht, der sollte sich nach jüngeren Cherry-Exemplaren umschauen.

Denn im Vergleich zur Konkurrenz verliert der kleine Japaner überdurchschnittlich schnell an Wert. Von älteren Exemplaren sollte man möglichst die Finger lassen. Zwar bekommt man den Cherry als Fünf- oder Sechsjährigen fast geschenkt, doch oft übersteigen beim nächsten TÜV-Termin die Reparaturkosten den Anschaffungspreis. Gesamturteil: ab Baujahr 1983 empfehlenswert.

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