Oldtimer der Post

Daimler Post-Omnibus (1905) S.A.G. Gaggenau Leicht-Omnibus (1907)

Oldtimer der Post

— 28.06.2010

Die Kutschen der Post

Seit über 110 Jahren ist die deutsche Post motorisiert. Höchste Zeit für ein kleines Resumée. autobild.de zeigt die Kutschen der Post – vom Daimler-Bus aus dem Jahr 1898 bis zum modernen Hightech-Truck.

Trara, die Post ist da! Schon seit über 110 Jahren greifen Deutschlands Postler bei der Zustellung auf Motorkraft zurück. Höchste Zeit also für ein kleines Resumée. autobild.de zeigt die wichtigsten Fahrzeuge der Post – von der wackligen Daimler-Postkutsche mit stampfendem Zweizylinder aus dem Jahr 1898 bis zum supermodernen "Smart Truck" der DHL. Die knallgelben Mercedes Sprinter der jüngsten Generation haben ein satellitengestütztes Telematik-System an Bord, mit dem Warensendungen in Echtzeit verfolgt werden können. Zusätzlich überwachen Zentrale und natürlich das Navi an Bord die aktuelle Verkehrslage, damit die Postler nicht im Stau stehen. Sogar ein "Rendezvous-Management" ist möglich, bei dem sich zwei Fahrzeuge während einer Tour treffen und Pakete austauschen, damit sie noch schneller beim Empfänger ankommen. Durch die Satellitentechnik kann der Kunde sein Päckchen jederzeit zurückverfolgen und wird bei Auslieferung auf Wunsch sogar per SMS benachrichtigt.

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Der schnellste Dreiachser der Reichspost: Vomag 7 OR 660 mit 156 PS und 74 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Satelliten? Navi? SMS? Davon konnten Postkunden um 1900 nicht mal träumen. Trotzdem zählte die Post damals zu den modernsten Transportmitteln. Denn bereits kurz nach der Erfindung des Automobils konnten sich betuchte Reisende in motorisierten Postkutschen durch die Lande schaukeln lassen. Ein historischer Tag für war der erste Oktober 1898: Auf der Linie Bad Mergentheim-Künzelsau wurde der weltweite erste Post-Omnibus der Welt eingesetzt. Der Daimler-Benzinmotor schöpfte aus 2,2 Litern Hubraum bescheidene zehn PS, die Höchstgeschwindigkeit des hölzernen Gefährts lag bei gemütlichen 20 km/h. Aber immerhin war man motorisiert und nicht mehr auf Pferdekraft angewiesen – damals eine wahre Sensation.

Der VW Typ 147, Spitzname "Fridolin", wurde eigens für die Post entwickelt und von 1965 bis 1974 gebaut.

In den 30er- und 40er-Jahren setzte die deutsche Reichspost auf wahre Größe: Imposante Dreiachser-Busse beförderten bis zu 70 Reisende auf den neu gebauten Autobahnen. Hersteller wie Vomag, Büssing und Daimler versorgten die Post mit entsprechender Gerätschaft. Der stärkste und schnellste Dreiachser war der Vomag 7 OR 660 mit 14,3 Litern Hubraum aus sechs Zylindern und 156 PS. Nach dem Krieg ging es zunächst bescheidener zu. Neben dem VW Käfer standen auch die kleine und wendige BMW Isetta, der knatternde DKW Schnelllaster und natürlich der unter Post-Fans inzwischen legendäre VW 147 "Fridolin" in den Diensten der Post. Mehr motorisierte Postkutschen gibt es in der Galerie!

Literaturtipps zum Thema • Konrad Buschmann: "Da ging die Post ab", Verlag Michael Weyand, ISBN 3924631220. • Jörg-Michael Hormann, Volkhard Stern: "Der Postbus kommt", Deutsche Post AG.

Autor: Jan Kretzmann

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