Opel Ascona

Opel Ascona

— 23.11.2010

Ein echter Kumpel-Typ

AUTO BILD-Archiv-Artikel 11/1986: Ein Opel Ascona ist wie ein guter Freund. Er wird Sie kaum enttäuschen. Und das gilt praktisch für jede seiner drei Generationen. Auf ein paar Sachen sollten Sie aber doch achten.

Die Qualitäten des Opel Ascona werden häufig unterschätzt. Premiere feierte die brave Familienlimousine als so genanntes A-Modell bereits 1970. Fünf Jahre später folgte dann mit leichten Karosserie-Retuschen die Ascona B-Baureihe. Die heutigen C-Modelle mit Frontantrieb gibt's seit 1981. Auch die ältere Ascona-Generation erfreut sich auf dem Gebrauchtwagen-Markt großer Beliebtheit. Die heckgetriebenen Ascona-Modelle gelten als weitestgehend anspruchslos und nahezu unverwüstlich. Dem alten Werbeslogan "Opel, der Zuverlässige" werden sie voll und ganz gerecht. Ausnahmen bilden nur wenige Exemplare, an denen vereinzelt Probleme auftreten.

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Während die Bodengruppe mitsamt der Radaufhängung auch nach zehn harten Wintern nur selten bei den TÜV-Prüfern unangenehm auffällt, richten die Herren im Kittel ihr spezielles Augenmerk auf das Lenkspiel. Denn sind die Lenkmanschetten beschädigt, führt dies zu frühzeitigem Verschleiß des Lenkgetriebes. Unangenehm fallen ältere Ascona-Semester verschiedentlich auch auf dem Bremsenprüfstand auf. Bei mangelhafter Wartung ziehen die hinteren Bremsen nicht mehr gleichmäßig. Und dann gibt's die begehrte Prüfplakette erst nach dem Einbau neuer Radbremszylinder, Bremsbeläge und Handbremsseile.

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Aufgepasst auch bei der Auspuffanlage. Die Blechqualität ist nicht von der guten Sorte. Ascona-Schalldämpfer müssen bereits alle zwei bis drei Jahre erneuert werden. Für gut gepflegte A-Modelle wird noch bis zu 4000 Mark geboten. Die B-Baureihe bewegt sich je nach Alter und Zustand zwischen 3000 und 7500 Mark. Bei der Neuauflage des Ascona C-Modells haben sich sowohl die Technik wie auch das Blechkleid selbst gründlich gewandelt. Geblieben ist die Zuverlässigkeit. Der Kaufinteressent kann nun zwischen einer Stufenheck- sowie Schrägheckvariante entscheiden.

Viele Macken sind ausgebügelt

Galten die Ascona-Motoren der A- und B-Baureihe als unverwüstlich, so befleckten die neuen C-Maschinen mit oben liegender Nockenwelle die bis dahin weiße Ascona-Weste. Der Ventiltrieb dieser Maschinen quittierte nämlich schon nach kurzer Laufzeit seinen Dienst. Die Rüsselsheimer erledigten diese Kinderkrankheit mit großzügiger Kulanz. Ab Baujahr 82/83 setzten sie dann eine härtere Nockenwelle ein. Seither ist das Problem gelöst. Als ausgemerzt gilt auch eine andere Ascona-C-Schwäche: Dank belüfteter Verteilerkappe (serienmäßig gibt es sie ab März '84) springen die Rüsselsheimer Mittelklasse-Limousinen jetzt besser an.

Ältere Modelle können bei Startschwierigketten umgerüstet werden. Keine Gegenwehr gibt es bei den C-Modellen bis dato gegen die voreilenden Benzinuhren. Zeigen sie Reserve, kann man noch locker 100 Kilometer fahren. Wo viel Sonne ist, bleibt ein wenig Schatten nicht aus. Der Ascona-Fahrer kann mit den kleinen Schwächen leben, wenn's sein muss weit mehr als 100.000 Kilometer. Vor bösen Überraschungen muss er keine Angst haben. Gesamturteil: Empfehlenswert.

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