Opel Ascona — 23.09.2008

Gut und bürgerlich

Eigentlich war der Opel Ascona A als Nachfolger des Kadett B geplant – doch der erste Ascona etablierte sich rasch und legte den Grundstein für eine neue, erfolgreiche Mittelklasse-Modellfamilie.

Bis zum November 1970 dachte man beim Begriff Ascona eher an eine sonnige Urlaubsregion in der Schweiz als an einen Mittelklassewagen. Seitdem jedoch stand Ascona für preiswerte, zuverlässige und robuste Mittelklasse-Mobilität. Ein Auto für jene, die sich deutlich vom Käfer distanzieren mochten, den Sprung zu Rekord oder Taunus jedoch noch nicht wagten. Das Basismodell, der Ascona 16 mit 60 PS, erreichte bereits 140 km/h Spitze und bot vier Personen ausreichend Platz. Dank straff abgestimmten Stoßdämpfern lag der Ascona A gut auf der Straße – trotz 13-Zoll-Rädern und Starrachse hinten.

Bereits 1970 gab es einen "Lifestyle-Kombi": den Ascona CarAVan

Die Opel-Marketingabteilung dachte Anfang der 1970er Jahre weit voraus: Der Ascona A wurde bereits zum Modellstart 1970 als schicker "Lifestyle-Kombi" mit schrägem Heck angeboten. Er sollte keine Handwerker, sondern Privatnutzer mit erhöhtem Platzbedarf ansprechen. Doch leider ging die Rechnung nicht auf, der Ascona CarAVan erreichte nur einen Produktionsanteil von vier Prozent. Der Markt war in den frühen 1970ern noch nicht reif für das Konzept. Viele Kunden bemängelten am Ascona A, dass er mit einer Länge von 4,12 Meter zu klein geraten sei. Deshalb wuchs er in der zweiten Generation um 20 Zentimeter.

Dafür war der Ascona B nur als zwei- und viertürige Limousine zu haben. Ein Kombi hätte nach Meinung der Opel-Oberen zu stark in den Revieren von Kadett und Rekord Caravan gewildert. Coupé-Liebhabern, die das Haus traditionell gut bediente, bot sich wiederum der technisch identische Manta an. Der Ascona B entwickelte sich zum dis dahin meistverkauften Opel aller Zeiten: Über 1,5 Millionen Exemplare stellte Opel bis 1981 her. Mit dem Ascona 400 feierte Opel auch große Erfolge im Rallyesport: 1982 erlangte Walter Röhrl den Rallye-Weltmeistertitel. 1981 präsentierte Opel die dritte Generation des Ascona. Die wichtigste Neuerung des Ascona C war die Umstellung auf Frontantrieb und die Einführung einer Fließheck-Variante. Auch der Ascona C wurde zu einem Bestseller: bis 1988 liefern über 1,7 Millionen Fahrzeuge von Band. Im selben Jahr kam der aerodynamisch ausgefeilte Vectra auf den Markt und löste den Ascona ab.


Sind Sie beim Lesen dieser Geschichte und Gucken unserer Filmbeiträge auf den Geschmack gekommen? Dann sichern Sie sich doch die DVD "Opel Ascona – Porträt einer Autolegende".

Diesen Beitrag empfehlen

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Mehr zum Thema

0,0 Sterne, 0 Bewertungen

Opel Ascona A Voyage

Der längste Manta

Vor 40 Jahren spielte Opel virtuos auf der Marketing-Klaviatur – in Deutschland, aber vor allem in den USA: Dort gab es den Manta als Sport Wagon. Hier hieß der Kombi Ascona Voyage.

Opel Ascona A Voyage
0,0 Sterne, 0 Bewertungen

Familienfreundliche Diesel

Kennzeichen D

AUTO BILD Archiv-Artikel 25/1987: Für sparsame Familienväter sind diese Diesel sechs Richtige: günstig im Unterhalt und genug Platz für Kind und Kegel. Im AUTO BILD-Vergleich mussten sie um Punkte und Plätze streiten.

Mittelklasse-Diesel
0,0 Sterne, 0 Bewertungen

Opel Ascona GLS 2.0i: Test

Der Aufsteiger aus Rüsselsheim

AUTO BILD-Archiv-Artikel 28/1987: Er ist der teuerste Ascona: Der GLS 2.0i kostet mit Kat und ABS-System rund 30.000 Mark. Damit konkurriert er mit dem 190er-Mercedes und 3er-BMW.

Ascona GLS 2.0i
Anzeige

Versicherungsvergleich

Vergleichen Sie kostenlos über 180 kfz-Tarife und sparen Sie bis zu 500 Euro!

Neuwagen

Porsche 911

Neuwagen deutlich
unter Listenpreis

Porsche 911 Neuwagen-Angebote

Gebrauchtwagen

Porsche 911

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Günstige Klassiker-Angebote
Anzeige