Opel Ascona — 23.09.2008
Gut und bürgerlich
Eigentlich war der Opel Ascona A als Nachfolger des Kadett B geplant – doch der erste Ascona etablierte sich rasch und legte den Grundstein für eine neue, erfolgreiche Mittelklasse-Modellfamilie.
Bereits 1970 gab es einen "Lifestyle-Kombi": den Ascona CarAVan
Die Opel-Marketingabteilung dachte Anfang der 1970er Jahre weit voraus: Der Ascona A wurde bereits zum Modellstart 1970 als schicker "Lifestyle-Kombi" mit schrägem Heck angeboten. Er sollte keine Handwerker, sondern Privatnutzer mit erhöhtem Platzbedarf ansprechen. Doch leider ging die Rechnung nicht auf, der Ascona CarAVan erreichte nur einen Produktionsanteil von vier Prozent. Der Markt war in den frühen 1970ern noch nicht reif für das Konzept. Viele Kunden bemängelten am Ascona A, dass er mit einer Länge von 4,12 Meter zu klein geraten sei. Deshalb wuchs er in der zweiten Generation um 20 Zentimeter. Dafür war der Ascona B nur als zwei- und viertürige Limousine zu haben. Ein Kombi hätte nach Meinung der Opel-Oberen zu stark in den Revieren von Kadett und Rekord Caravan gewildert. Coupé-Liebhabern, die das Haus traditionell gut bediente, bot sich wiederum der technisch identische Manta an. Der Ascona B entwickelte sich zum dis dahin meistverkauften Opel aller Zeiten: Über 1,5 Millionen Exemplare stellte Opel bis 1981 her. Mit dem Ascona 400 feierte Opel auch große Erfolge im Rallyesport: 1982 erlangte Walter Röhrl den Rallye-Weltmeistertitel. 1981 präsentierte Opel die dritte Generation des Ascona. Die wichtigste Neuerung des Ascona C war die Umstellung auf Frontantrieb und die Einführung einer Fließheck-Variante. Auch der Ascona C wurde zu einem Bestseller: bis 1988 liefern über 1,7 Millionen Fahrzeuge von Band. Im selben Jahr kam der aerodynamisch ausgefeilte Vectra auf den Markt und löste den Ascona ab.
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