Peel Trident (1965): Auktion

Peel Trident (1965): Auktion eines Mini-Autos

— 19.07.2017

Rasende Flugzeugkanzel unterm Hammer

Eines der kleinsten Autos der Welt könnte bis zu 100.000 Dollar kosten! Im August kommt ein sagenhafter Peel Trident von 1965 bei RM Sotheby's unter den Hammer

Wer braucht da schon Strandurlaub? Mit dem Trident kommt die Sonne aus jeder Richtung.

Autofahren zum Preis eines Motorrollers, das ist das Versprechen des Peel Trident, eines der kleinsten und seltensten Autos der Welt, das jetzt auf einer Auktion versteigert wird. 1965 rollte dieser dreirädrige Straßenzwerg vom Band, eine rasende Flugzeugkanzel mit Platz für zwei und eines von wohl nur 45 gebauten Fahrzeugen. Der Zweisitzer ist so schmal, dass sich das Kennzeichen über mehr als die Hälfte der Fahrzeugbreite erstreckt. Ausgeliefert wurde der Wagen mit der Seriennummer E185 ursprünglich in England. Er kam 2014 nach einer umfangreichen Restaurierung zu seinem aktuellen Eigentümer in den USA. Das Auktionshaus RM Sotheby's versteigert den Peel Trident nun am 18. August 2017 in Pebble Beach – und rechnet mit einem Spitzenpreis für das Mikroauto: Sothebys taxiert die rasende Flugzeugkanzel auf rund 90.000 Euro!
Allerdings muss sich der Fahrer eines Peel in jeder Hinsicht in Bescheidenheit üben. Immerhin: anders als sein noch kleinerer Bruder Peel P50 bietet der 1,85 Meter lange Trident Platz für einen zweiten Passagier. Mit Leistung hingegen kann man nicht beeindrucken. Der 49 Kubikzentimeter große Einzylinder-Zweitakter des Trident entwickelt 4,2 PS und treibt das rasende Cockpit über das einzelne Hinterrad auf gerade mal Tempo 45. Drei Gänge stehen fürs Vorwärtsfahren zur Auswahl, einen Rückwärtsgang gibt es nicht. Dafür ist der Trident in zwei anderen Disziplinen nahezu unschlagbar: Die acht Liter Zweitaktgemisch im Tank sollen reichen für fast 300 Kilometer. Auch kennt das Mikroauto keine Parkplatzprobleme, schließlich ist es nicht mal so groß wie ein Kühlschrank.

Peel P50 bringt ein Vermögen

Der 2016 verkaufte Peel P50 war aufwendig restauriert.

Das Mini-Auto Peel Trident und der kleine P50 waren zu Beginn der 1960er aus einem Projekt hervorgegangen, das ausloten wollte, wie ein voll funktionsfähiges Fahrzeug mit geringstem Aufwand auf Räder gestellt werden kann. Rund 120 Exemplare beider Bauarten erblickten nach der Vorstellung in London auf der Isle of Man das Licht der Welt, maximal 48 haben überlebt. So winzig wie er sein mag, könnte der jetzt zum Verkauf stehende Trident den gleichen Verkaufserfolg hinlegen wie der Peel P50, der vor über einem Jahr teuer wegging. Auf 92.000 Euro hatte RM Sotheby's bei dessen Versteigerung auf Amelia Island (USA) am 12. März 2016 gerechnet. Am Ende war der Einsitzer von 1964 für 176.000 US-Dollar (ca. 158.000 Euro) an seinen neuen Besitzer gegangen.

Peel Trident (1965): Auktion

Autoren: , Christoph Richter

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