„Razzia“ im Audi museum mobile

Horch 400 von 1930 Polizeiwagen VW Typ 18A Porsche 356

Polizeiauto-Ausstellung im Audi Museum Mobile

— 10.06.2015

Klassiker mit Blaulicht

Autos im Dienst der deutschen Polizei kamen meist grün und weiß gespritzt daher. Hier einige klassische Blaulicht-Schönheiten: Vom Porsche 356 bis DKW 1000 S.

Mit der weißen Sirene macht der schneeweiße DKW 1000 S der Münsteraner Autobahnpolizei Eindruck.

In Hamburg heißen sie Peterwagen, in anderen Landesteilen ist der Ausdruck Streifenwagen üblich, in der DDR war für Funkwagen der Polizei früher der Ausdruck Toniwagen zu hören, nach dem Funkrufnamen Toni: Polizeiautos gehören zur Sorte Behördenfahrzeuge, die man in Notsituationen gerne sichtet, und etwas weniger gern, wenn man ausnahmsweise gerade zu schnell unterwegs ist.

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Vom Porsche 356 bis zum Horch 400: In Ingolstadt stehen schöne Blaulichtklassiker.

In einer Sonderausstellung unternimmt das Audi Museum Mobile in Ingolstadt eine Zeitreise durch die Geschichte deutscher Polizeifahrzeuge und präsentiert 14 historische Polizeiautos, darunter einige nicht allzu bekannte. Die heutige Zahl und Vielfalt der Polizeiwagen hierzulande ist keine Selbstverständlichkeit. Bis in die 1930er Jahre mussten die Ordnungshüter auf die ersten Einsatzfahrzeuge warten. Aus dieser Zeit stammt ein grüner Horch 400 von 1930 in der Version eines Mannschaftstransporters.

Kuriose Polizeiautos aus aller Welt

Fast nobel waren die motorisierten Anfänge: In den 30ern fuhr die deutsche Polizei Horch 400.

Nur langsam setzte in den 1930ern die Motorisierung der Ordnungshüter ein. Auch nach dem zweiten Weltkrieg ging es nur langsam vorwärts. Lange war der VW Käfer das Standardfahrzeug der deutschen Polizei. So hat wohl jeder den VW Käfer mit Blaulicht auf dem Dach vor Augen, wie er in den 1950er-Jahren der westdeutschen Polizei diente. Aber kennen Sie auch den frühen VW Typ 18A, eine frühe, speziell für die Polizei gebaute Cabrio-Variante mit Stoffvorhängen anstelle von Türen? Verglichen mit den frühen Streifenwagen der westdeutschen Polizei hatten es die Volkspolizisten der DDR nicht schlechter, sie fuhren mit Wartburg 353, Wolga M24 oder Lada vor, nach damaligem Verständnis Mittelklassefahrzeuge.

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Die kasernierte westdeutsche Polizei brachten Mannschaftstransportwagen wie der Hanomag L28 an den Einsatzort. Schon Ende der 50er-Jahre waren die Ordnungshüter in einer Vielzahl von Streifenwagen unterwegs. So jagte die Münsteraner Autobahnpolizei Verbrecher wie Verkehrssünder in schneeweißen DKW 1000 S, eine Farbgebung, die dem rundlichen Mobil sehr gut stand. In der gleichen Farbe war die Autobahnpolizei sogar mit Porsche 356 unterwegs. Ganz in grün kommt dagegen ein NSU Prinz von 1964 in Polizeidiensten daher. Genauso blattfarben fuhr der BMW 501 "Barockengel" in die TV-Geschichte mit der Fernsehserie "Isar 12". Auch einen der wohl schnellsten Streifenwagen der Welt zeigt das Museum mit einem azurblauen Lamborghini Gallardo. Der ist mit seinen 500 PS für Tempo 325 gut und entstammt dem dem aktuellen Fuhrpark der italienischen Polizei. Die Ausstellung in Ingolstadt läuft bis zum 30. August 2015.

Polizeiauto-Ausstellung: Klassiker mit Blaulicht

Klassische Schönheiten mit Blaulicht Horch 400 von 1930 Polizeiwagen VW Typ 18A

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