Porsche 924
— 20.03.2009Vier sind wieder wer
Endlich: Der Porsche 924 ist bei den Klassikern angekommen. Und trotzdem noch nicht teuer. Er spart Kosten und präsentiert Nutzwert. Sein Talent beweist er am besten im Alltag.
Satte 150.684 Porsche 924 wurden gebaut
| Kosten pro Jahr | |
|---|---|
| Steuer | 192 Euro |
| Versicherung | 77,50 Euro |
| Benzin | 916 Euro |
| 0,17 Euro pro Kilometer | |
| Berechnungsgrundlagen: 7000 km pro Jahr, Oldtimer-Versicherung, H-Kennzeichen | |
Der beste 924 ist ein getarnter 944
| Technische Daten Porsche 924 | |
|---|---|
| Motor | Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, vorn längs |
| Hubraum | 1984 cm³ |
| Leistung | 125 PS bei 5800 U/min |
| maximales Drehmoment | 168 Nm bei 3500 U/min |
| Getriebe | Viergang-, ab 1979 Fünfgang-Schaltgetriebe, auf Wunsch Dreistufen-Automatik |
| Antrieb | Hinterrad |
| Länge/Breite/Höhe | 4213/1685/1270 mm |
| Leergewicht | 1090 kg |
| Reifen | 185/70 HR 14 |
| Bremsen | Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten |
| Spitze | 200 km/h |
| 0–100 km/h | 10,0 s |
| Verbrauch circa | 10,5 Liter Super/100 km |
| Neupreis 1976 | 23.240 Mark |
| Wert 2009 | in Zustand 1 rund 8000 Euro |
Plus/Minus
Die Liste der Plus-Zeichen ist lang, der Porsche 924 hat das Zeug zur Allzweckwaffe: großer Name, kleiner Preis, gute Verfügbarkeit, verzinkte Karosserie (ab Modelljahr 1979), haltbare Technik, akzeptabler Verbrauch, ausreichend Kofferraum, Umweltzonentauglichkeit und ein Image im Aufwind. Einen 924 zu fahren gilt auch in der Porsche-Gemeinde nicht mehr als peinlich. Im Minus stehen die hohen Ersatzteilkosten. Und: Einige Teile wie z. B. Armaturenbretter sind nicht mehr lieferbar. Ärgerlich für Knauser: Die 924-Preise ziehen an. Jetzt zugreifen!Ersatzteile
Porsche Classic, die Zuffenhausener Oldtimer-Abteilung, kümmert sich auch um den 924. Das bedeutet, dass viele Ersatzteile ab Werk nur zu knackigen Preisen erhältlich sind. Die Alternative sind freie Spezialisten, die oft aus einem großen Vorrat gebrauchter Teile schöpfen können. Selten und teuer sind gut erhaltene Innenausstattungen sowie alles, was an die Turbo- und Sport-Modelle passt. Ein Vorteil der frühen Typen bis 1979 ist die Nähe zu VW- und Audi-Produkten (Motor, Achse, Türgriffe etc.), spätere Modelle wie der 924 S sind Porsche-lastiger ausgestattet.Marktlage
Die Zeiten, als gute Porsche 924 auf Scirocco-Niveau verramscht wurden, sind endgültig vorbei. Fahrzeuge der ersten Baujahre sind selten geworden und werden bereits restauriert, dafür ist das Angebot an Autos aus den 80ern groß und vielfältig. Diese Typen bieten eindeutig das aktuellere Fahrerlebnis, bei entsprechender Wartung sind auch hohe Laufleistungen kein Problem. Weil Ersatzteile teuer sind, ist das bessere Auto auf jeden Fall der bessere Kauf.Empfehlung
Wer einen Porsche 924 stressfrei und dauerhaft im Alltag nutzen möchte, für den gilt die Grundregel: Hände weg von Turbo-Typen und den seltenen Carrera GT. Das Ideal eines Klassikers für dynamische Knauser dürfte ein 924 S mit nachvollziehbarer Historie sein – Preis um 5000 Euro. Autos mit Audi-Motor sind meist günstiger, 25 PS und ein halber Liter Hubraum weniger können auch glücklich machen. Weil der Ausverkauf vorbei ist und die 924-Preise steigen, ist Wertverlust kein Thema.Historie
1976: Markteinführung Porsche 924, Produktion bei Audi in Neckarsulm.1979: Start des 924 Turbo (Typ 931, 170 PS, 225 km/h, 7225 Stück).
1980: Kleinserie von 406 Fahrzeugen des 924 Carrera GT (Typ 937, 210 PS, 240 km/h).
1981: Markteinführung des überarbeiteten 924 Turbo (177 PS, 5441 Stück) und Kleinserie von 59 Fahrzeugen 924 Carrera GTS (Typ 937, 245 PS, 250 km/h) für die Motorsport-Homologation.
1985: Auf der IAA 1985 erscheint der 924 S (150 PS).
1986: Porsche 924 S mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator ab Werk lieferbar.
1988: Leistungssteigerung des 924 S auf 160 PS.
1989: Produktionseinstellung des 924 im August 1989.
Weitere Klassiker für Knauserer:
BMW 1802
Audi 100 LS
Fiat 500 D
VW Golf I
Citroën 2 CV 6
Mercedes 200 D
Opel Kadett B 1100
VW 1200 A
BMW 525e
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