Porsche 928 S 4

Porsche 928 S 4

— 01.01.2010

Masse statt Rasse

Neues aus Zuffenhausen: Der flott geschnittene Porsche 928 S 4 bringt satte 1,6 Tonnen auf die Waage. Ob die 320 PS seines V8 reichen, um das Schwergewicht in einen reinrassigen Sportwagen zu verwandeln?

Während der ersten Minuten im 928 S 4 fragte ich mich unwillkürlich: Fährst du in einem flunderflachen Truck oder in einem Porsche? Von 320 PS war zunächst nicht viel zu merken, auch nicht von fünf Liter Hubraum, eher schon von 1,6 Tonnen Gewicht. Der größte Porsche hat auf Landstraßen nichts von der Leicht­füßigkeit eines 911 oder 944. Doch der Schein trügt. Das liegt wohl an der leisen Geräuschkulisse. Die Stoppuhr jedenfalls zeigt: Wenn der nun vergrößerte V8 bei Drehzahlen von über 3000/min angekommen ist, beißt er mächtig an. Weil mir die Kupp­lung zu schade war – es stank schon reichlich angesengt –, gab ich es nach dem dritten Versuch auf, den Werks-Superwert in Sachen Beschleunigung (0-100 km/h in 5,9 Sek.) zu erreichen. Sie sind aber sicher möglich.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Der S 4 – das steht, so Porsche, für vierte Generation und nicht etwa für vier Ventile pro Zylinder – ist erst auf der Autobahn ganz in seinem Element. Da hat er praktisch keine Konkurrenz. Für einen Normalfahrer schier unglaub­lich, aber wahr: Bei Tempo 250 auf der Teststrecke fühlte ich mich ebenso wohl und sicher wie bei Tempo 150 in einem Golf. Der 928 ist wirklich eines der fahrsicher­sten Hochleistungs-Sportautos der Welt, wie seine Väter versichern. Sein Front­motor, kombiniert mit dem Transaxle-System, sorgt für optimale Gewichtsver­teilung und traumhafte Straßenlage – solange es trocken bleibt. Bei Nässe sollte man mindestens 280 PS im Stall lassen.

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Passend zum Kaufpreis von 119.500 D-Mark, plus 1865 D-Mark für den Katalysator (der kein PS kostet), muss Porsche nun Fahrer mit Köpfchen suchen, denn andere Menschen sind für die Geschwindigkeiten die­ses Autos genausowe­nig gebaut wie unsere Straßen und Autobah­nen. Voraussicht über viele Kilometer ist von­nöten, um die 32 Ventile zur vollen Spitzenlei­stung anzutreiben. 270 km/h schafft der neue 928 ohne große An­strengung. Das traum­hafte und gefährliche an diesen Autos: Der Fahrer verliert dabei das Gefühl zur Geschwin­digkeit. Die Autotechnik beginnt allmählich den Menschen zu überho­len.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

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